Ist die Menschheit am Ende?


Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie die Gefahr des Ozonlochs omnipräsent in den Medien der Welt war.
Es war ungefähr in den 1980er-Jahren, ich war noch ein Teenager, als das Thema aufflammte und die Welt für Jahre in den Bann zog.

Nebenbei explodierte Tschernobyl, die Exxon-Valdez vergiftete wesentliche Teile vor Alaska.

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Zum allerersten Mal wurde die Menschheit global auf die Umwelt aufmerksam.

Österreich war eigentlich schon weiter, denn die Bevölkerung verhinderte schon ein Jahrzehnt davon das Kernkraftwerk Zwentendorf und besetzte die Hainburger Au, um die Donauauen zu schützen.

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Zur Jahrtausendwende erreichten die Welt aber die ersten Hiobsbotschaften über den Klimawandel.
Das Bewusstsein der Menschen erhöhte sich, man begann, der Wissenschaft genauer zu lauschen.

Jetzt haben wir 2017.
Inzwischen, ich muss es leider gestehen, verlor ich jede Hoffnung auf eine stabile Existenz unserer Spezies in näherer Zukunft.

Nicht, weil ich ein pessimistischer Mensch bin, oder irgendwelche Untergangs-Szenarien herbeisehne wie so mancher unter uns.
Es liegt auch nicht daran, dass ich mich von apokalyptischen Nachrichten beeindrucken lassen, iwo.

Der Grund ist bedauerlicherweise ein zutiefst rationaler: die unmittelbaren Gefahren beschränken sich längst nicht mehr auf den Klimawandel.
Über der menschlichen Zivilisation baumelt ein Damoklesschwert, jederzeit zum Runterstürzen bereit.

Ich bitte deshalb, all die Artikel, die ich hier verlinke, aufmerksam zu lesen, um die Problematik aufzunehmen.
Dieser Artikel ist also schwererer Stoff als sonst.
Die Problematik aber auch um ein Vielfaches gefährlicher als triviale Politik.

Immerhin geht es um nicht Weniger als den Fortbestand unserer Zivilisation, nein, noch schlimmer – wir sind mitten im sechsten Massensterben auf der Erde.
Verursacher diesmal: Der Mensch.

Nachdem der sibirische Trapp, der Yucatan-Meteorit, oder schlichter Vulkanismus in früheren geologischen Epochen (fast) das gesamte Leben auf der Erde auslöschte, schafften wir es in verschwindend kleiner Zeit, ähnlichen Schaden anzurichten.

Alle fünf Massensterben zuvor passierten im Zeitraum von einigen tausend Jahren.
Der Mensch benötigt dafür nur einen Bruchteil der Zeit.

Wir können uns also gratulieren.

Kommen wir nun zu den Fakten:

  • Klimawandel:  Wohl die bekannteste Gefahr für uns alle. In Unterpunkten werden verschiedenste Auswirkungen, die uns alle betreffen, angeführt.
    Ich zitiere den von mir hochverehrten Professor Harald Lesch:

    Wir haben keinen zweiten Planeten

    Dazu möchte ich eine dringende Buchempfehlung abgeben: „Die Menschheit schafft sich ab“ von Professor Lesch, mit aktuellen Studien, kausalen Analysen und erschütternden Fakten.
    ISBN-13: 9783831204243 – hier zu bestellen

  • Artenvielfalt:

    Hier werden manche vielleicht „gibt eh genug Vielfalt auf der Welt“ sagen, und wenig empathisch mit den Schultern zucken.
    So einfach ist es aber nicht.
    Die Natur entstand und funktioniert nach kausalen Prinzipien, die sich schleichend und im Verlauf von Jahrtausenden bilden.

    Reißt man ein Glied aus einer Kette, kann dies eine fürchterliche Kettenreaktion zur Folge haben.

    Ein Beispiel für die Auswirkung einer Spezies in einem sensiblen Nahrungskreislauf liefert uns der Yellowstone-Park in den USA.

    1995 wurde der Wolf in manchen Gebieten des Yellowstone wieder angesiedelt.

    Das Ergebnis war verblüffend!

    Nicht nur, dass sich Fauna und Flora innerhalb der letzten zwanzig Jahre plötzlich veränderten, sogar der Flusslauf modifizierte sich signifikant!

    https://www.yellowstonepark.com/things-to-do/wolf-reintroduction-changes-ecosystem
    Das Video dazu

    An diesem exemplarischen Beispiel sieht man die Auswirkung einzelner Tierarten, speziell, wenn sie an einem Ende der Nahrungskette – egal ob oben oder unten, ein Negativbeispiel folgt – stehen.

    Sofort wird alles anders, die Dinge sind nicht mehr wie zuvor.

    Nun aber eines von leider unzähligen Beispielen negativer Natur: Schon vor neun Jahren(!) wurde in den Medien das Problem der Reduktion von Krill besprochen.

    Hier der Link.

    Was ist seitdem passiert? Die Globalisierungs-Spirale wurde sogar noch angezogen, der Rückgang des so wichtigen Kleinstlebewesens ist sogar beschleunigt.

  • Sterben der Korallenriffe

    Abseits der Aufmerksamkeit der Medien – außer ein paar achtlos kopierten Artikel alle heiligen Zeiten in Zeitungen – rotten zur Zeit fast alle Korallenriffs der Welt dahin.

    Als Unwissender könnte man jetzt meinen, dass dies schade ist, weil Korallenriffe so hübsche Taucherparadiese sind.
    Wenn es doch so trivial wäre…

    Das Problem ist aber weit prekärer, als wir glauben.
    Korallenriffe sind quasi die „Babystube“ unzähliger Tierarten, ob Fische, Plankton, Krebse oder Pflanzen.

    Mit dem Weggang der Riffe finden viele Spezies keinen Platz mehr, wo ihr Nachwuchs wie seit Millionen von Jahren sein Ausgedinge findet.
    Die nächsten Generationen dieser Arten sind daher in akuter Gefahr, ihre Population entscheidend zu verlieren!

    Ein aktueller Artikel dazu: Das Meer versauert

  • Überfischung:

    Der Mensch ist gierig.
    Soweit ist dies uns allen bekannt.

    Die Gier des Menschen schaffte es mittlerweile jedoch, dass nicht nur viele der wichtigsten Fischarten in den Ozeanen nicht mehr selbstständig die Population halten können – manche sind am Aussterben begriffen – durch die „Kollateralschäden“ werden zusätzlich viele maritime Spezies getötet, die gar nicht wichtig für unsere Wirtschaft sind.

    http://programm.ard.de/?sendung=28724385092945

    Wofür?
    Damit wir alle billigen Fisch am Teller haben und ihn essen können, wann immer wir wollen.

    Die globale Erwärmung ist ein chemischer Effekt.
    Wir erzeugen zu viele CO2-Emissionen und unsere Meere nehmen diesen auf.

    Resultat ist ein erhöhter PH-Wert, der (siehe oben) mitverantwortlich für das Sterben der Korallenriffe ist und auch sonst unzählige Arten der Ozeane gefährdet.

    Wir sind also drauf und dran, die wichtigste Produktionsmaschine des Lebens schlechthin, die Ozeane, nachhaltig zu schädigen…wenn es nicht schon zu spät ist.

    Versauerung der Meere ist mehr als ein Nebeneffekt.
    Dieser Prozess könnte das Ende eines Großteils des Lebens bedeuten.
    Nicht in Millionen, sondern ein paar hunderten von Jahren!

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Das FPÖ-Minister-Herzblatt


So, liebe Republik, was darf’s denn sein?

Darf es der Außenminister Norbert Gerwald Hofer sein?
Der, der mit schwarz-rot-goldener Schärpe bei einem Ball auftritt, Österreich als „Missgeburt“ bezeichnet und öffentlich droht?

„Sie werden sich noch wundern, was alles geht!“

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Darf’s ein Herbert Kickl sein, seines Zeichens Wahlkampf-Mastermind der FPÖ und Erfinder „lustiger“ Gedichte wie:

Heimatliebe statt Marokkanerdiebe
Daham statt Islam
Pummerin statt Muezzin
Mehr Mut für unser Wiener Blut, zu viel Fremdes tut niemandem gut

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Aber nicht genug der gebotenen Herzblätter, denn so eine soziale Heimatpartei bietet freilich noch viel mehr!

Wie wäre es mit Manfred Haimbuchner?
Seines Zeichens „sozialer“ Heimatpartist, der sofort die Mindestsicherung für alle kürzte und einen SS-Mann offiziell huldigte.

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Aber die Personaldecke der Fraktion, die sich als „regierungsfähig“ sieht, bietet noch viel mehr Herzibinkis!

Wie wäre es mit „Taser-Harry“ Harald Vilimsky, stramm-primitiver EU-Parlamentarier und Putin- als auch Trump-Verehrer?
Oder den arbeitslosen Superverdienern Johann Gudenus („Knüppel aus dem Sack“-Schenkelklopfer im Dauerfeuer), Ursula „Kalksburg“ Stenzel, ihres Zeichens Opportunistin aus Überzeugung, Anton Mahdalik?

Herzblätter gibt es noch jede Menge in dieser Partei der Liebe und Zuvorkommenheit.
Jede(r) Einzelne ein Musterbeispiel an Ahnung, Nächstenliebe und Philanthropie!

Also, liebe Menschen, was hält ihr von dieser Liste?

Martin Graf
Christian Höbart
Erich Königsberger
Detlev Wimmer
Markus Ripfl
Markus Abwerzger
Dagmar Belakowitsch-Jenewein
Petra Steger
Usw.

Alle ein wahrer Fundus an Zufriedenheit, Nächstenliebe und Humanismus.
Wer zählt, bestimmen SIE. Wer sie kritisieren darf, bestimmen SIE. Wer bleiben darf, wollen SIE bestimmen.

Aber, liebes Publikum, das größte Herzblatt wartet natürlich am Schluss.
Der berühmte „Gauleiter Heinrich Strache“, heute bekannt als „Heinz-Christian Strache“, seines Zeichens selbsternannter Ziehsohn des in Italien in Abwesenheit wegen Terrors zu 27 Jahren Haft verurteilten Norbert Burger.
Selbsternannter „Neuer Jude“ und „Bürgermeister/Bundeskanzler/Bundespräsident der Herzen“, „Bürgerkanzler“.

Eigentlich sollte im Duden ein Foto seines Konterfeis neben dem Wort „Mitmensch“ zu sehen sein bei soviel Nächstenliebe.

Obwohl in Regierungsverhandlungen verwickelt, postet er ständig Kabbeleien gegen Ausländer, die SPÖ, den „Rotfunk“-ORF oder generell gegen alle, die nicht für IHN sind.

Da er, der keinen mag, der ihn nicht verehrt, Innenminister werden will, winkt uns ein Tsunami der Liebe.

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So, liebes Österreich…hoppla!…so, lieber Bundespräsident Van der Bellen: Wer soll unser Herzblatt sein?

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Offene Bitte an die Bundes-SPÖ


„Vü is g’schehn, nix is passiert“ jodelt es vielerorts unter den GenossInnen nach der Wahl.

Doch ist dem so?

Nicht ganz!

Nachdem wieder bestätigt wurde, dass in Österreich das rechte politische Spektrum stets dominant ist (Gründe dafür gibt es viele, ein paar, nämlich die verbreitet fremdenfeindliche und missgünstige Grundstimmung, oder das blinde Glauben an „starke Männer“, hab ich schon thematisiert) und „Ausländer raus“ in stets modifizierbarer Form in diesem Land immer zieht, steht die Bundes-SPÖ vor einem Scherbenhaufen.

Trotz eines Parteivorsitzenden, der seit Kreisky verloren geglaubte Qualitäten wieder aufblitzen lässt, scheppert es im Gebälk des sozialdemokratischen Hauses gewaltig.

Sollen die Genossen im Bund nun eine Koalition anstreben?
Ist die Oppositionsbank geeigneter?
Die Geister in der Partei scheiden sich gewaltig.

Während ein nach wie vor rege den FPÖ-Wählern nachplappernde Clique – der „rechte Flügel“ um Hans-Peter Doskozil, Hans Niessl, Harald Troch, Michael Ludwig etc. – versucht, die Nachfolge von Michael Häupl als Wiener Bürgermeister als auch die eventuelle Wiederkehr der Apparatschiks als Ersatz für Christian Kern zu thematisieren und in gewollte Bahnen zu lenken, befindet sich der „linke Flügel“, also der Rest der Partei, in der ständigen Defensive.

Äquivalent zu den letzten Regional- als auch Bundeswahlkämpfen bildet sich ein verzerrtes Bild einer einst mächtigen und starken SPÖ.

„Links gegen Rechts“, inmitten einer Sozialdemokratie!

Für überzeugte SozialdemokratInnen ein Affront, dass es überhaupt einen rechten Flügel geben darf.

So auch für mich.

Wenn fremdenfeindliche Aussagen, die nur zur Erfüllung des persönlichen Egoismus dienen, ungefiltert gehört und befolgt werden wollen, klingen alle Alarmglocken in mir.

Es ist ein regelrechtes Sakrileg, rechte Politik in einer SPÖ kopieren zu wollen.

Nicht nur, dass damit versucht wird, Positionen der FPÖ in den kommunalen Vierteln abzufischen, es wird damit Politik kopiert, die reziprok gegen alles ist, wofür sozialdemokratische Maßstäbe gelten.

Jetzt aber, als Tüpfelchen auf dem „I“, wird von diesem Flügel auch lautstark versucht, für eine etwaige Koalition SPÖ-FPÖ zu werben.

Im Grunde wäre es watschen-einfach: Jede Person in der Partei, die mit Fremden- und Sozialdemokraten-Feindlichkeit kokettiert, einfach aus der Partei entfernen!
Lieber ein kleinerer, dafür authentischerer Apparat als ein aufgeblähtes Sammelsurium an verschiedensten Einflüssen politischer Natur, die einer Bewegung alles, nur nicht gut tun.

Diese Zeilen mögen ausnahmslos jedem/r SozialdemokratIn auf die Stirn getackert sein: Die FPÖ ist die Nachfolgepartei der VdU, welche wiederum Nachfolger der NSDAP war.
Diese NSDAP, egal ob vor oder ab 1938, bediente neben Juden, „Zigeunern“, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Kommunisten vornehmlich dem Feindbild der Sozialdemokratie.
Genossen wurden gejagt, verhaftet, gequält und vielerorts ermordet.

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Nicht vergessen, wofür die SPÖ nach wie vor steht!

Während der Rest geschichtlich bekannt und mehr oder weniger verarbeitet ist, wird schon wieder vergessen, mit wem man sich ins Bett legen will.

Immer wieder erinnere ich mich an eine Geste, die jungen Frauen zusammen mit mir beim Gemeinderatswahlkampf 2015 bei einer Verteilaktion von WahlkampfhelferInnen der FPÖ (mit offiziellem Emblem am Shirt und Wahlkampfstand) entgegengestreckt wurde: Es war die „Kehle durchschneid“-Geste, inklusive passender „Wenn wir wieder an der Macht sind, seid ihr wieder dran!“ Drohung.

Die jungen KollegInnen weinten, ich versuchte zu beruhigen und die eindeutigen Gesten zu ignorieren.
Der De-Eskalation geschuldet nahm ich offiziell diese Entgleisung nicht wahr.

Sie würden uns wieder jagen, wenn sie dürften.
Dies steht für mich seitdem klar!

Auch, wenn immer wieder von Rechtswählern die Leier vom „Der zweite Weltkrieg ist schon längst vorbei“ kommt, gebe ich zu bedenken: Noch 1929 konnte sich niemand, wahrscheinlich nicht einmal die Nazi-Spitze selbst, vorstellen, welche Gräueltaten in den nächsten 15 Jahren von unauffälligen Menschen verübt werden können.

Es wäre naiv zu glauben, dass derartige Fähigkeiten plötzlich im Menschen nicht mehr auf ein weiteres Mal erweckbar wären.
Es wäre auch naiv, wenn man meint, dass andere Zeiten, die wir jetzt durchleben, derartige Gräuel nicht mehr ermöglichen.

Auch seinerzeit hieß es nur „Ich habe nur Befehle befolgt“.

Als garantiert kann man ansehen, dass sich in siebzig Jahren der Mensch nicht so schnell zum Humanisten wandelt.
Vor allem nicht, wenn eine ganze Generation nicht wirklich über diese Phase aufgeklärt wurde, weil Österreich für ein Vierteljahrhundert das dritte Reich einfach verschwieg.

Nebenbei funktioniert das „Opfer“-Getue nach wie vor.
Auch nach 1945 wurde Österreich zu Hause als erstes Opfer des dritten Reiches betrachtet.

Unabhängig davon, dass das Verhältnis berüchtigter SS-ler im Vergleich zur Gesamtbevölkerung weitaus höher war als bei den Deutschen.

Adolf Eichmann, Ernst Kaltenbrunner, Franz Stangl usw. waren weniger die Ausnahme denn die Regel österreichischer NS-Täter.

Etwas mehr als siebzig Jahre danach hat sich kaum etwas geändert.
Einzige Hemmschwelle ist noch(!) die fehlende Legitimation einer Regierung zu Repressalien gegenüber bestimmten Volksgruppen, heute eben Moslems, Sozialdemokraten und Grüne, dunkelhäutige Menschen usw.

Mit einer Partei, die ein derartiges Gedankengut nicht nur nicht explizit verurteilt, sondern eindeutig einer NS-Gesinnung nahestehende Personen zusätzlich beherbergt.

Sogar dem Vorsitzenden, Heinz-Christian Strache, darf man „Nähe zum nationalsozialistischen Gedankengut“ nach Gerichtsbeschluss nachsagen.

Wenn sich die Apparatschiks Doskozil, Niessl, Ludwig, Troch usw. nicht von ihren Wünschen lautstark distanzieren, sind sie vieles, aber keine Sozialdemokraten.
Dann sollen sie die Partei wechseln, denn in der SPÖ sollte es NIE Platz für Menschen mit rechtsgerichteter Einstellung geben.

Wenn ich persönliche Wünsche für die Zukunft deponieren kann, hätte ich ein paar an Christian Kern und Michael Häupl:

.) Beendet die Diskussion um eine nur theoretisch mögliche Koalition mit der FPÖ auf der Stelle!
.) Die Personaldiskussionen spotten jeder Beschreibung.
Oben genannte Personen sind nur ein Bruchteil derer, die nicht nur das altbekannte Bild vom „Parteiapparatschik“ unterstreichen, sondern auch dementsprechend nur am eigenen Wohl statt am Wohl ALLER Menschen interessiert sind.

Deshalb keine Ludwigs, Brauners, Simas, Bures‘ etc. als BM-KandidatInnen pushen!

Bitte beendet endlich die Spekulationen um Namen, die der SPÖ das letzte Hemd kosten würden und womöglich sogar eine Spaltung der Partei verursachen würden.

Im Hintergrund sind so viele fähige Menschen, die sich aber nicht permanent in den Vordergrund stellen.

Ob Tanja Wehsely, Pamela Rendi-Wagner, Marcus Schober, Marcus Gremel, Laura Schoch, Jürgen Czernohorsky…eine fähige Generation, mit Wissen über die Herausforderungen der heutigen Zeit ausgestattet, wartet nur darauf, den Karren endlich aus dem Dreck ziehen zu dürfen.
Lassen wir sie endlich tun, bevor sie nur noch verbrannte Erde wegkehren können!

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Nach der Wahl: Österreich, du Land der Idioten!


Die Wahl ist geschlagen, das Ergebnis der Nationalratswahl 2017 spricht (erwartete) Bände.

Österreich ist ein Land, das sich nach wie vor, nach zwei Weltkriegen, unzähligen Konflikten durch die Lage inmitten Europas, schwelenden Rassismus, Obrigkeitshörigkeit und dem Drang nach dem „starken Mann“, tief im Sumpf suhlt.

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Zwei wirklich gefährliche Männer…

Die Arbeiterkammer und die Gewerkschaften werden in Frage gestellt?
Dem „kleinen Mann“ ist es einerlei, seine eigenen Probleme im Broterwerb werden seinem dringlichsten Instinkt geopfert, nämlich „Ausländer raus!“.

Der 13. und 14. Gehalt ist ÖVP und FPÖ ein Dorn im Auge, weil die eigene Klientel (Reiche, Industrielle, Großbauern, Burschenschaften) damit Geld an die Masse der Arbeitnehmer abgeben muss?
Unerheblich, so lange ein Credo laut und wiederholt ausgeplärrt wird: Nämlich „Ausländer raus!“.

Wien ist lebenswerteste Stadt der Welt? Wiederholt? Und zu Recht?
Uninteressant, denn dem klassischen Rassisten österreichischer Prägung interessiert nur „Ausländer raus“, auch, wenn die Mixtur der verschiedensten Ethnien wichtige Großstädte inspiriert.

Die einzige Partei, die sich für die brennendste Thematik weltweit einsetzt, nämlich der Reduktion der mensch- und giergemachten Veränderung der planetaren Bedingungen zu unserem Nachteil, die Grünen, fliegen wahrscheinlich aus dem Parlament.
Interessiert die ÖsterreicherInnen nicht, wichtig ist alleine „Ausländer raus“.

Wir sind noch eine Notverordnung entfernt von einem Staat, der markant an eine Mixtur von Dollfuss’schem Ständestaat und neonazistischer Diktatur erinnern wird, entfernt.
Dazu wird ein „verhinderter Terroranschlag“, propagiert von Sobotka, genügen.

Egal, Hauptsache „Ausländer raus“…

Österreich, was ist los mit dir?

Hat dir all deine Geschichte nicht gereicht?
Von den leidenden „Ziegelböhmen“, den jahrhundertelangen Repressionen gegen Juden, Sozialdemokraten, zwei Weltkriegen, dem Verschweigen des zweiten Weltenbrandes über Jahrzehnte, um Schuld abzuweisen, dem immer schon schwelenden Alltagsrassismus und der Neidgenossenschaft, die sich auch in Kleingärten präsentiert…dieses Land sollte, nein müsste, schon längst klüger geworden sein.

Aber nein…

Gegenden, die noch nie einen Flüchtling sahen – außer in der „Kronen Zeitung“ – fürchten sich vor den Fremden so, dass sie sich aufstacheln lassen.

Arme Schichten, deren Ehrgeiz eigentlich zu mehr sozialer Gerechtigkeit tendieren sollte, weil sie davon betroffen wären, pfeifen drauf, weil es wichtiger ist, dass Ausländer weniger bekommen…

Österreich, du bist zersetzt von Blödheit und Ignoranz!

Lass dich gängeln von Sobotka und Co., vertreten von Nazis wie Haimbuchner und Kickl, verarschen von Selbstbedienern wie beim ersten „Schwarz-blau“, denn du willst es so!

Ich für meinen Teil weiß, was zu tun ist: Verstärkte Kritik an Kurz und seinen Allmachtsphantasien.
Direktere Worte an die Nazis der FPÖ.
Verstärkter Schutz für jene, die darunter leiden werden, wie ÖVP und FPÖ das Land leersackeln, auch jene, die durch Dummheit genau diese zwei Parteien unterstützen.
Vorleben von Humanismus wird verstärkt.

Reichtum IST eine Schande, verlottertes Österreich!
Dann nämlich, wenn dieser auf Kosten einer Masse zu Stande kommt.

Deshalb ist es egal, ob man will oder nicht.
Widerstand wird jetzt Pflicht!
Natürlich zivilisiert, fachlich sicher, aber fokussiert auf die Verbrecher von ÖVP und FPÖ, welche auf Kosten einer Bevölkerung diese nun in Geiselhaft nehmen.

Es geht nicht um „links“ und „rechts“, sondern um das höchste Gut, das die Menschheit erfand: Freiheit!

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Nationalratswahl 2017 – Sei bitte weise, liebes Österreich!


Endlich!

Am Sonntag ist dann all der Firlefanz, die Unzahl an Gehässigkeiten, die Lügen, das Dauerfeuer an Fernsehdiskussionen, all der Zirkus, der die Menschen nur noch aggressiv nervt, gelaufen.

In der Zielgerade begießen sich noch alle Parteien mit Pech und Hinterfotzigkeit.

Dieser Wahlkampf zeigte sich die österreichische Natur von ihrer ekelhaftesten Seite.

Permanent wurde man bombardiert mit News über Kern, Kurz, Strache und Co.
War man nur versucht, in einem Anfall von Langeweile die Facebook- oder die Twitter-App am Smartphone zu öffnen, glotzte einem ein/e SpitzenkandidatIn gleich ganz oben entgegen.

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Irgendwann ist dann auch genug mit der Hysterie!

Andererseits ist der übertriebene Trubel um diese Wahl verständlich, ist sie vielleicht jene mit den meisten Konsequenzen danach.

Österreich, dieses kleine, aber mit einzigartiger Lage ausgestattete Land, könnte sich in seiner langen Geschichte wieder einmal eine Zäsur leisten.
Die Nachfolge-Gesellschaft einer Nation, die trotz ihrer umfangreichen Historie als Zentrum Europas ausgerechnet in der jüngeren Geschichte ihre rassistischen und unsympathischen Zähne zeigte, könnte der erste Staat des Kontinents seit dem zweiten Weltkrieg (an dem das Land, obwohl es das Thema zwanzig Jahre totschwieg, bekanntlich nicht ganz unbeteiligt war) sein, der wieder eine absolute Mehrheit der Rechten wählt.

Ich weiß ja nicht, ob sich all die „Ausländer raus!“-AnhängerInnen, die, obwohl sie eigentlich im Bilde über die Reichen-freundliche, aber Armen-feindliche ÖVP sein sollten, bewusst sind, dass unser Land auf der Stelle wieder international im negativen Fokus als „Land der Rassisten“ da stünde.

A la long wäre ein fremdenfeindlicher Ruf Auslöser einer Kettenreaktion.
Welches internationale Unternehmen würde nicht vorsichtiger werden mit einem Standort, dem ein zweifelhafter Geruch anhaftet.

Der Wirtschaftsstandort würde garantiert langfristig beeinträchtigt sein.

Wir sind in der Zielgeraden eines Wahlkampfs angelangt.
Einer Phase, wo wir alle, ob KandidatIn oder WählerIn, von Müdigkeit übermannt werden und nur noch plädieren können.

Deshalb plädiere ich an ALLE:

@SPÖ:

Tabula Rasa bitte partei-intern. Schon ab nächster Woche!
Der Fraktions-Apparat birgt inzwischen derartig viele Mäkel, dass eine Neubewertung des Anforderungsprofils jedes Einzelnen, vom Partei-Angestellten bis zum Bezirksrat, unangänglich ist.

Die Sozialdemokratie glänzte stets nur in Zeiten des Kollektivs, wo auch oberste Positionen von Menschen bekleidet waren, die sich im Dienste der Sache, nicht des eigenen Egos, stellten.
Aktuell hingegen sind viel zu viele GenossInnen mit der eigenen Karriere beschäftigt.
Keiner ist unbequem nach oben, kaum eine oder einer fällt mit Visionen auf.
Wichtig sind Facebook-Likes und die Lust am Brillieren.

Österreich braucht eine intakte Sozialdemokratie, liebe Freunde!
Diese funktioniert aber nur, wenn sie das Credo der gleichen Chancen und von Gerechtigkeit auch untereinander leben.

Silberstein und Co. sind nur das Symptom, die Ursache liegt im Apparat selbst.
Viel zu wenige in der Partei fallen durch sozialdemokratische Züge auf.
Menschlichkeit, Gleichheit, Gerechtigkeit sind auch in der Sozialdemokratie zu Randnotizen verkommen.
Ideologen allerdings gelten inzwischen als „unbequem“, kommen kaum mehr hoch.

Also, an uns Sozialdemokraten generell: Egal, wie die Watsche aussehen mag (oder auch nicht), die am Sonntag passieren kann…es wird Zeit, den hausgemachten Fehlern Rechnung zu tragen.
Die Menschen brauchen authentische Sozialdemokraten!

ÖVP: Was Kurz will, blitzt immer wieder hervor – es ist absolute Macht.

Ob es Verhaspler von wegen „erweiterte Richtlinienkompetenzen“ oder dass sein Wort über dem jedes(!) Ministers steht waren…ich erzählte schon von meinen Eindrücken, die ich mir über diesen offensichtlich krankhaft machthungrigen jungen Menschen machte.

Kurz ist gefährlich, und immer wieder deutet er es an.

FPÖ: Zu den blauen braucht man nicht mehr viel sagen.
Wer blau wählt, sollte inzwischen Bescheid wissen, dass diese Partei unzählige Nazis beheimatet.
Zugleich aber wird Neid und Mißgunst in der Bevölkerung streut.
Nebenbei werden dann Repressionen GEGEN die Unterschicht, von der sie gewählt wird, mitgetragen.

Grün und NEOS, Pilz, FLÖ…ich wage es nicht vorauszusagen, wie diese vier abschneiden werden.

Deshalb bitte ich jede Wählerin und jeden Wähler für Sonntag um zwei Dinge:

.) BITTE WÄHLEN GEHEN!
Dieses demokratische Grundrecht könnte bei einer Regierung von rechts mit rechts schneller eingeschränkt werden, als man meint.
Nehmen Sie alle bei Möglichkeit dieses Recht in Anspruch!

.) Überlegt wählen!
Nicht das Auftreten von diesem oder jenem Kandidaten im Fernsehen, keine Wahlplakate oder gar Kugelschreiber als Wahlentscheidung nehmen!

Ich plädiere an jeden, sich zu überlegen, wofür welche Partei steht, und welche Fraktion durch ihr Gesamtbild am Ehesten zu einem passt.
Das wäre nicht nur mündig, sondern weise!

Danke!

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Österreichische Innenpolitik – ein Sittenbild


Karl Farkas, Ernst Waldbrunn, Helmut Qualtinger, und auch noch weit in die 1990er der selige Hans-Peter Heinzl…sie alle trafen stets ins Schwarze, karikierten sie die österreichische Seele.

Eine Seele, die vermeintlich aus einer besonderen regionalen Geschichte hervorging.

In unserem Staatsgebiet gab es vielleicht geschichtlich mehr bewaffnete Konflikte als sonst wo.
Platz in unseren Gefilden war beinahe ununterbrochen umkämpft, von Römern und Vandalen, Hunnen, Magyaren, bis zu Osmanen, Franzosen, Nazis und Sowjets waren Mächte aus fremden Gebieten oftmals gierig auf das Gebiet zwischen Bodensee und Neusiedlersee.

Verständlich, sieht man sich den Lebensstandard genauer an, der uns geschenkt wird.

Nirgendwo gibt es besseres Wasser, friedlichere Fauna und Flora, kaum Naturkatastrophen und zugleich gemäßigtes Klima mit abwechslungsreichen Jahreszeiten.

Getrost darf man das geflügelte Wort „Insel der Seligen“ verwenden, denkt man an österreichisches Staatsgebiet.

Bedauerlicherweise, wie es bei allem in unserem Kosmos ist, birgt dies auch Nachteile.
Konkret möchte ich das Handicap in unserer Mentalität hervorheben.

Ich spreche vom Neid, von der Missgunst in der österreichischen Seele.

Viele Jahre jobbte ich nebenbei im Gastgewerbe.
Dort wurde mir immer wieder bewiesen, dass gewisse Tendenzen im Menschen hervorstechen, die sich auf unsere geopolitische und -wirtschaftliche Situation wunderbar runterbrechen lassen.

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Die KellnerInnen unter den Lesern werden es mir höchstwahrscheinlich bestätigen: Je mehr Geld ein Mensch zu besitzen scheint, desto geiziger ist er.
Wirklich!

Beobachten Sie alle mal selbst in Bistros, Cafes, Restaurants…wirkt ein Mensch beruflich erfolgreich und materiell reich, gibt er im Durchschnitt weniger Trinkgeld her als ein objektiv „ärmer“ wirkender Mensch.
Reichtum bedarf nicht nur einer gewissen Gier, er dürfte diese auch noch fördern.

Legt man dieses Verhaltensmuster auf eine Gesellschaft um, ergeben sich ähnliche Konzepte: Je reicher ein Staat, desto weniger will er davon abgeben.

Sind die BürgerInnen hierzulande vielleicht aus Gründen der Revierbeißerei so anfällig für Xenophobie?
Jein!

Die Würze in der Suppe der österreichischen Neidgesellschaft, stets affin für rechten Populismus, sie ist in unserer Geschichte zu finden.

Als im September 1919 die alte Monarchie unter dem Vertrag von St. Germain zerschlagen wurde, war die cisleithanische („Cisleithanien“ war das Gebiet aller deutschsprachigen Volksgruppen in der K&K-Monarchie, also Österreich, Südtirol, böhmische und mährische Gebiete,…  ) Bevölkerung mehrfach traumatisiert.

Alleine die wirtschaftlichen Sanktionen und die Regresszahlungen an die Siegermächte der Entente erzeugten Wut.
Der Verlust von ungefähr 1,5 Millionen Soldaten auf österreichisch-ungarischer Seite erzeugte ein Vakuum, denn eine ganze Generation von jungen Männern war gefallen oder traumatisiert.

Zund aber, der nachhaltig unser österreichisches Gemüt befeuerte, war der Verlust großer Teile des Staatsgebietes, demzufolge das Land Österreich zu einer unbedeutenden kleinen Nation in Mitteleuropa wurde.
Nach Jahrhunderten zentraler Macht in Europa war die österreichische Seele nachhaltig mit einem gefährlichen Komplex versehen.

Die politischen Versuche ALLER Fraktionen in den ersten Jahren nach dem ersten Weltkrieg, als „Deutsch-Österreich“ den Anschluss an das deutsche Reich anzustreben, sprach Bände über eine zutiefst verletzte Nation.

Ein Komplex fraß sich in die Mehrheit der Gehirne hierzulande.

Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs herrschte diese „Großmannsucht“, volley abgelöst durch das andere Ende der Fahnenstange, einem Minderwertigkeitskomplex.
Ganz im Sinne eines kollektiven Borderline-Syndroms.

Kaiserlich angehauchter Großreich-Patriotismus wich einer Jodelkultur, die sich in Oktoberfestzelten, Tracht und Volksmusik definiert.
Ein kitschig-überzeichnender Mutant einer Form von National-Verklärung übernahm die Geister am Land und löste die Allmacht des Klerus ab.

Und so ergibt sich eine mieselsüchtige Suppe aus kleingeistiger Monarchie-Melancholie, vermixt mit einem Minderwertigkeitskomplex, vor allem dem nördlichen Nachbarn Deutschland gegenüber, einer menschlich-gegebenen Portion aus Wohlstandsverwahrlosung und Gier und der passenden Prise Egoismus.
Voilá, der gelernte Österreicher ist geboren!

Dieser Mentalität ist inzwischen viel geschuldet, auch das innenpolitische Niveau, das sich aktuell exzessiv über die Bevölkerung ergießt, weil schon wieder Wahlkampf ist.

Derartig viele Querschüsse, Kritiken, Schlammschlachten, Intrigen und doppelte Spiele, wie sie in dieser Kampagnen-Periode wahrzunehmen sind, reichten in der Vergangenheit wahrscheinlich für fünf Jahrzehnte Wahlkampf.

Warum ich die österreichische Mentalität mit der aktuellen politischen Lage im Land vergleiche?
Weil sie beispielgebend ist: Die dominierenden Themen sind Anpatzereien, doppelbödige Schachzüge, Strategien, Taktiken, Verleumdungen und Wehleidigkeit.
An Inhalten scheint nur das Thema „Migration“ den gelernten Österreicher zu interessieren.
Dafür ist er auch bereit, ein Wirtschaftsmodell in Kauf zu nehmen, das gerade diesen Typ Mensch schwer leiden lassen wird.
Völlig egal, der gelernte Österreicher will nur „Ausländer raus!“ erleben, oder auch schlimmeres, wenn er wieder dürfte, wie er wollte.

Wirklich wichtige Inhalte wie der alles überstrahlende Klimawandel, die brandgefährliche Überfischung der Meere und Seen, die global-demographische Schieflage, inzwischen einen gefährlichen Grat gehend, Zukunftspläne bzgl. bessere Verteilung des Wohlstands…all das, wirklich prekär oder/und dringend, geht im Wirrwarr der Gemeinheiten nicht nur unter, sondern wird oft nicht einmal thematisiert.

Dabei wird Politik immer von der Basis getragen.
Diese ist gelähmt von ihrer brav nach Parteien getrennten Personenkult, der sich quer durch das politische Gemüsebeet zieht.
Österreich vergisst wieder einmal ekstatisch, dass bei Nationalratswahlen Parteien gewählt werden und keine Personen.
Dass Programme zählen, keine Versprechen.

Ich für meine Person erhoffe nur noch eines: Den 16.Oktober. Weil da der Wahlkampf gelaufen ist.
Ein Wahlkampf, der peinlicher und entlarvender nicht sein konnte.

 

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Dirty-Campaigning, made by ÖVP


Man kann nicht wirklich behaupten, dass ich der reaktionären ÖVP nahe stehe.

Nein, ganz im Gegenteil versuche ich mit meinen Möglichkeiten im privaten als auch virtuellen Umfeld zu verhüten, dass die Menschen auf die Mogelpackung „Kurz“, mitsamt seinem versteckten Sozialabbau, den er durch seine Regentschaft (Kanzlerschaft alleine ist ihm sicher zu wenig) durchsetzen will, reinfallen.

Dementsprechend äußere ich mich politisch, wo es geht, auch auf Facebook und Twitter.

Sperre

Dieser Blogartikel, schon mehr als tausend Mal geteilt, zigtausende Mal gelesen, dürfte Stein des Anstoßes für die türkisenen AnhängerInnen in seinem Wahlkampfteam sein: https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2017/08/16/eine-gefahr-namens-kurz/

Mir ist schon bewusst, dass eine Beleuchtung seiner Hybris den Jüngern des selbsternannten Heilands sauer aufstößt.
Das soll sie auch, denn es ist wichtig, wenn die Menschen mit autonomer Denkensweise beginnen und sich nicht ins eigene Fleisch am 15. Oktober schneiden.

Mit Kurz riskieren wir sogar eine Diktatur Orban’schen Stils, die uns allen (außer der Klientel) gehörig auf den Kopf fallen kann.

Spannend wird es aber, wenn die „Liste Kurz“, oder besser gesagt, das Team dahinter, versucht, Kritiker so verstummen zu lassen, dass auch deren Geschäftsfeld empfindlich gestört wird.

Als Geschäftsführer der Firma „Göttergarten“ verwalte ich natürlich auch deren Facebook-Auftritt.

Anlass für die inzwischen zweite Sperre innerhalb von 48 Stunden sind Postings auf der Firmen-Page.
Dort wird unser Produkt, CBD-Hanf, und andere CBD-Produkte, feilgeboten.

CBD-Hanf ist, wie wir wissen, legal und entspricht den österreichischen Gesetzgebungen.
Die gesundheitliche Wirkung dessen ist belegt, der THC-Anteil auf ein nicht wahrnehmbares Minimum runtergedrosselt.

Plötzlich werden aber Postings, die unsere Produkte (100%ig legal) bewerben, massenhaft gemeldet und eine Facebook-Sperre veranlasst.

Die Frechheit dahinter betrifft aber nicht nur die ÖVP-
Auch Facebook, immer betonend auf „maßvolle Kontrolle“ erpicht, hat einen erklecklichen Anteil an der Sperre, wird sie doch als „Werbung für Marihuana und andere nicht legale Drogen“ begründet.

Nicht nur, dass dies nicht den Tatsachen entspricht, ist es fahrlässig von Facebook, derartige Postings nicht im Geringsten auf ihren gesetzlichen Wert zu prüfen und den Betreiber einfach wortlos zu sperren.

Im Normalfall regen mich solche Dinge nicht auf.

Hier aber wird gezeigt, wie verfahren wird vom „Team Kurz“: Such eine Stelle deines Gegners, die man als Schwachstelle definieren könnte, und attackiere diese.

Man erinnere sich: Kurz ist es, der tagtäglich runterratscht, wie ihm „Dirty Campaigning“ zuwider ist.

Firlefanz!

Gegner werden observiert und empfindlich in ihrem Tun gestört.

Ich halte mir übrigens rechtliche Schritte sowohl gegen die ÖVP als auch gegen Facebook vor, denn diese Machenschaften können gezielt Existenzen gefährden.

Meine persönliche Konsequenz sieht vorerst aber so aus: Diese drei Tage Sperre werden abgesessen, kein Problem.
Doch werde ich jetzt erst recht jede freie Sekunde dafür nutzen, die Menschen von der Schlange „Kurz“, die sich anschickt, ein 8,6 Millionen-Volk für den persönlichen Erfolg in Geiselhaft zu nehmen, abzuwenden.

 

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