Salzburg-Wahl 2018 – Es wundert nicht mehr


Die nächste Wahl in Österreich ist geschlagen, und wieder triumphierte die Konservative.
Es überrascht nicht mehr, es kann nicht mehr überraschen.

Wieso allerdings wollen immer mehr Menschen weltweit regressive Politik oder widmen sich den antiken Weltbildern der Religionen?

Der Fall ist klar: ein Großteil der Massen, belanglos aus welcher Region des Planeten, ist mit der heutigen Welt der Menschen überfordert.

Schon im Kinderalter wird man, divergent zu den Epochen der Prä-Internet-Ära noch vor zwanzig Jahren, von Massenmedien überschüttet.
Im Gegensatz zu früher, wo Kinder noch selbst die Welt um sich selbst entdecken, werden sie heute einerseits mit Komfort überschüttet (als Symptom daraus gewöhnt sich das junge Leben daran, weil es den hohen Standard von klein auf als „normal“ aufsaugt), auf den sie nicht mehr verzichten wollen.
Nebenbei bekommen sie viel zu früh die Massenmedien vorgekaut.
Fantasie wird durch virtuelle Welten ersetzt.
Bewegung durch Computer- und Konsolenspiele.

Kinder werden vom ersten Stadium ihres Lebens, in dem sie Erinnerungen sammeln, mit all den positiven wie negativen Ereignissen in der gesamten Welt zugeschüttet.

Zeitgleich lernen sie, dass der Druck „da draußen“ überbordet.
Wer nicht ständig bereit ist, Höchstleistungen zu vollbringen, verliert.
So etwas desillusioniert schon in jungen Jahren.

Bei den Erwachsenen sieht es nicht besser aus: Ständig vom Internet begleitet, werden sie – anders als in Zeiten der Tageszeitungen – rund um die Uhr von Gewalt, Mord und Totschlag und globalen Bedrohungen bombardiert.
Der menschliche Geist reagiert darauf mit Angst, vor allem, da negative Berichterstattung stets Auflagen und Reichweiten erhöht.
Positives geht im Schwulst der Schreckensmeldungen unter, die Internet-Abhängigkeit unserer Gesellschaft (zusätzlich kommt die Furcht, nicht am letzten Stand der Dinge zu sein) füttert unseren Geist sukzessive mit Horror-Geschichten.

Bei den älteren Semestern, noch gänzlich ohne Globalisierung und Permanenz des Internets aufgewachsen, stellen sich ähnliche Effekte ein: Überforderung durch Überangebot an Medien, Ängste, kaum noch Aufnahmepotential für neue und positive Eindrücke, Verlustangst gehen einher und ersticken jeglichen Optimismus.

Dass sich die Welt eigentlich auf einem Alltime-High an Wohlstand und Frieden (trotz der Konflikte auf dem Planeten) befindet, die Kriminalität weltweit eher im Rückzug denn im Vormarsch ist, kommt nicht mehr in den Gehirnen der Menschen an.

Schließlich ist die Kapazität der vielleicht genialsten Konstruktion der Evolution, unseres Gehirns, auch begrenzt.

Auf der ganzen Welt werden die Negativa in den Vordergrund gestellt, während die positiven Aspekte weiter an Boden verlieren.

Mit den Mitteln der sozialen Medien lassen sich Emotionen auf einfachste Weise zusätzlich befeuern.
Unabhängig, ob die „News“ der Wahrheit entsprechen oder nicht, der Zweck dieser ist nur die emotionale Fütterung schon vorhandener Vorurteile.
„Irgendwas wird schon wahr sein“ ist ein altbewährtes Mittel unserer Gesellschaft, der Wahrheitsgehalt von Nachrichten ist sekundär.
Eine Taktik, derer sich die Rechte auf der Welt mit vollem Bewusstsein widmet.

Angst essen Seele auf…

Diesem Mechanismus ist auch die Politik unterworfen, immerhin besteht diese aus Menschen.
Auch PolitikerInnen fürchten sich vor allen möglichen Ereignissen und versuchen diese präventiv (und leider immer mehr mit repressiven Mitteln) zu verhindern.

Unsere Gesellschaft hechelt nur noch Zahlen, Ängsten und Prognosen nach, betäubt von Massenmedien und passiver Gehirn-Aktivität taumelt sie offenen Auges in Katastrophen, an deren Vorbereitung sie selbst mit größter Vehemenz arbeitet.
Alles im Namen einer (fiktiven) Sicherheit, die niemals eintreten wird.

Während wir uns vor Arbeitslosigkeit, Krankheit, Verlust, Armut, Krieg und Umweltkatastrophen fürchten, vergessen wir die schönen Dinge des Lebens, die uns trotzdem wie ein treuer Begleiter ständig begegnen.

Die Welt ist zu einem kollektiven „halb-leeres Glas“-Organismus verkommen und reagiert mit Panik.

Deshalb wundert es nicht, dass Menschen- und Umwelt-feindliche Politik im Vormarsch ist.
In den Köpfen der Menschen existiert eine wachsende Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“, wo die Welt noch nicht überforderte.
Fremdes und kompliziertes wird als Bedrohung wahrgenommen, anstatt dass wir versuchen, aus den Parametern der neuen Zeit zu lernen, beginnen wir, diese zu verdammen.

In Österreich herrscht eine Uralt-Angst vor fremden Menschen, die quasi Tradition ist.
Deshalb greift hierzulande ein Politik-Potpourri aus Fremdenfeindlichkeit, Traditions-Verklärung und Nationalismus besonders gut.

Die Dynamik einer immer schneller werdenden Gesellschaft wird durch falsch verstandenes Zurück-schielen ignoriert.
Ein Kardinal-Fehler.

Progressives Handeln aus lösungsorientierter Motivation statt dem Einmauern in alten Stereotypen durch Verbote und Einschränkung der Freiheit wären weise und nachhaltig.
So allerdings wird durch Hauruck-Aktionen (jüngst erst das extrem gefährliche Überwachungspaket durch schwarz-blau, logisch durchdacht die Öffnung von Pandoras Büchse oder trivialer einem Alkoholverbot am Praterstern – was nur eine Verlagerung einer Herausforderung statt Lösung von bedauernswerten Umständen bedeutet – zu beobachten) nur eine Verlagerung von Effekten erzeugt, die nichts lösen, sondern nur neue Baustellen erzeugen.
Eine klaffende Schere bei Wohlstand und Bildungsniveau, die immer größer wird, fungiert als Trigger für künftige Konflikte.

Dass die Menschen konservativ und rückwärtsgerichtet wählen, überrascht mich nicht.
Es löst aber nichts. Es schafft nur Probleme. Weitaus größere Probleme, als wir uns jetzt vorstellen können.

Lösungen gäbe es jedoch für all die Herausforderungen.
„Mehr Staat statt Privat“ wird auf Dauer nicht mehr zu verhindern sein, will man der ausufernden Wirtschaft – schon längst der ultimative Machtfaktor auf dieser Welt – gegenwirken und einen allgemeinen Standard erhalten.
Die globale Gesellschaft müsste nicht nur punkto „Arbeit“, sondern auch punkto „Information“ und „Druck“ vom Gas gehen und das allgemeine Tempo empfindlich reduzieren.

Die Linke auf der Welt allerdings befindet sich in einem beispiellosen Rückzugsgefecht.
Anstatt sachliche Lösungen für aktuelle Herausforderungen auszuarbeiten, flüchtet sie sich (wie die SPÖ) selbst in die Emotionalisierung und versucht sich am Populismus.

So entsteht ein gefährlicher Politik-Teufelskreis, den schlussendlich ALLE bereuen werden.

Global dreht die Gesellschaft inzwischen am Rad und läuft Gefahr zur Überhitzung.
Dem sollte besonnen und lösungsorientiert entgegengewirkt werden.
Sachlich, nüchtern, besonnen, human und kompetent.
Nicht durch Emotion und dem Schüren weiterer Probleme.

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Der Frosch im Wasserbad


Letztes Jahr im August warnte ich mittels des Blogs vor Sebastian Kurz und seinen absolutistischen Motivationen.

https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2017/08/16/eine-gefahr-namens-kurz/

Schon damals war es klar, dass Kurz nur Alleinmacht will, die er mit niemandem teilen will.

Auf der Stelle, nachdem ihm die Menschen in Österreich, blindwütig durch „Ausländer raus!“ der Rechtsparteien ÖVP und FPÖ geworden, wählten, montierte er seine Machtstellung.
Sofort nach Bildung der Regierung mit den Neonazis der FPÖ (Tendenzen dieser Partei braucht man, so denke ich, nicht mehr kommentieren) entmachtete er alle seine MinisterInnen und sorgte dafür, dass diese zu simplen Stichwortgebern degradiert wurden.
ALLES muss mit ihm besprochen werden, jeder Schritt der MinisterInnen seiner Partei muss von ihm absolutiert werden.

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En passant, denn schließlich war ihm die oppositionelle Position der von ihm verhassten Sozialdemokratie zuwider, installierte er die FPÖ als seine Schlägertruppe, die ihm unangenehme Schritte einfach abnimmt.
Für später ist der Sündenbock geboren, doch erweist sich diese Partei – wie erwartet – als die Gefahr für unsere Demokratie, die sie immer war.

Überall wurde in Rekordzeit umgefärbt, in beinahe sämtlichen Stellen sitzen nun Burschenschafter oder Rechtsextreme.

Das eigenhändig mit der SPÖ ratifizierte Nichtraucherschutz-Gesetz gekippt, um abzulenken, machte er sich mit seinen Mannen sofort daran, soziale Errungenschaften zu demolieren.

Mindestsicherung, AUVA, Notstandshilfe, AMS, Ausländer, Oppositionelle…auch die Medien werden seit Bildung von Schwarzblau verächtlich gemacht und radikal geschwächt.

Ziel ist es, jeglichen Widerstand im Keim zu ersticken und eine „Supermacht“ zu bilden, die sich nicht mehr so leicht von den Hebeln der Gewalt wegdrängen lässt.

Nun also, mit heutigem Tag – „zufällig“ am 20.April, dem Geburtstag von Adolf Hitler – beschloss diese Regierung ein Überwachungspaket mit allen Schikanen, inklusive geplanter Unterwanderung Internet-fähiger Devices und Zugriff auf beinahe alle Überwachungskameras des Landes.

Kurz baut sich sein eigenes Regime, die FPÖ hilft willfährig (weil sie hofft, diese Gesetze einmal selbst in Alleinmacht an Gegnern exekutieren zu können).

Österreich ist nun nur noch einen Schritt von der Verfolgung Oppositioneller entfernt.

Alles, was nicht zu Gesicht der Regierung (besonders dem reaktionär-totalitären Juniorpartner) steht, wird nun gemaßregelt oder unterbunden.
Bald auch verfolgt, denn Daten kann man manipulieren.

Der BVT-Skandal mag als Anleitung dienen, wie man mit unliebsamen Personen umgeht.

Norbert Steger, Alt-Bundesparteiobmann der FPÖ, hat dazu passende Aussagen bzgl. des ORF getätigt.
Dieser sei „unbotmäßig“, ein „Endkampf der Linken“, es müsse Entlassungswellen geben und und und.

Wie es in Österreich immer schon üblich war, werden nun von reaktionärer Seite die Zügel gegen die Demokratie gespannt, bis sie zerbirst.

Und die Bevölkerung?
So sie nicht indoktroniert durch die rechten Medien ist, empört sie sich.
Sie empört sich und empört sich weiter.
Nichtsahnend, dass sie jeden Schritt dieser staatsterroristischen Vereinigung, genannt „Regierung“, zizerlweise annimmt, weil sie sich daran gewöhnt.

Wie der Frosch im Wasserbad, der nicht merkt, dass er verbrennt, weil das Wasser im Topf langsam, aber stetig heißer wird.

Unsere Demokratie ist mit heutigem Tage in höchster Gefahr, die Protagonisten steuern die Republik direkt in den Abgrund.
Sie WIRD Gegner verfolgen und Gründe finden, diese aus dem Verkehr zu ziehen!
Sie WIRD dafür sorgen, dass Gegner diskreditiert werden und ihre Existenz verlieren!

Wenn sich die Bevölkerung jetzt nicht wehrt, ist es zu spät!

„Wehret den Anfängen“ war leider gestern, wir stehen vor dem Ereignishorizont, wo es kein Zurück mehr gibt.

Republik, steh auf!

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Rund um die Welt – Warum eigentlich?


Ich brauche mir nichts vormachen – für ein Projekt, zu Fuß um die Welt zu hatschen, muss man schon ziemlich irre sein.

Dazu braucht es ein gewisses Quäntchen Wahnsinn, um sich so einen Traum nicht nur im Kopf zu bilden, sondern diesen auch in die Tat umzusetzen.

Alles ist fixiert für den 25. Mai, den Freitag nach Pfingsten, es ist offiziell, damit gibt es auch kein „Zurück“ mehr.
Deshalb ja auch die Vor-Berichterstattung.
Damit ich nicht mehr zurückziehen kann, binde ich mich auf diese Art und Weise.

Aber warum will ich mir diese Tortur (realistisch gesehen wird es mindestens so viele Momente geben, wo ich verzweifle, wie es schöne Momente geben wird) überhaupt antun?

Dazu will ich mich erklären, um das Projekt ein wenig fassbarer für außenstehende zu machen.

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Gesamtansicht unseres wunderschönen Planeten

Schon mehrmals war es mir Bedürfnis, Veranstaltungen auf eigene Faust zu organisieren.
Dazu brauchte es keine Organisationen im Rücken.

Ein kleiner Auszug:

2011 organisierte ich ohne Hilfe innerhalb von zwei Wochen eine Demonstration mit (laut Polizei) tausend Teilnehmern.
2013 war ich mitverantwortlich für die Rettung der Firma „Niemetz“ und erreichte es mit meinen MitstreiterInnen, dass wir noch Schwedenbomben genießen dürfen.

2015 versuchte ich mich an einem Lichtermeer, um dem Rechtsruck und dem schwelenden Rassismus ein Zeichen entgegenzusetzen.
Dieses musste leider eine Woche vor dem Event abgesagt werden, weil das Technik-Team ohne Warnung aus dem Projekt absprang und die Zeit für Ersatz einfach nicht gegeben war.
Das Interesse dafür war riesengroß, aber leider wurde ich vom Vereins-Vorstand des Vereines, den ich dafür gründete, überstimmt, das Lichtermeer trotzdem durchzuziehen.
Daran scheiterte ich also.

2017 schaffte ich es, im Zeitraum von vier Tagen eine Kundgebung mit prominenten SprecherInnen vor dem Innenministerium zu organisieren.
Trotz bitterer Kälte kamen um 300-400 Menschen, um der Kundgebung beizuwohnen.

Unzählige kleinere Projekte stellte ich zuvor schon auf die Beine.
Die eigene Person stellte ich dafür in den Hintergrund, weil für mich die Sache zählt.

Die Lehre, die ich daraus zog, war allgemein: JEDER Mensch kann etwas bewegen.
Unabhängig seiner Bildung oder sonstiger Eigenschaften ist es vor allem der Idealismus, der dazu treibt, etwas auf die Beine zu stellen.

Ich lernte aber auch, dass es nicht möglich ist, es allen Menschen recht zu machen.
Diese Naivität legte ich ab, die Motivation an Projekten, die dem Idealismus, nicht meiner Person dienen, schwand aber niemals, sondern wurde stets stärker.

Als Privatperson schlitterte ich durch eigene Schuld (und falschem Stolz) immer wieder in Troubles, konnte aber andererseits Dinge erreichen, die meiner Umwelt verschlossen waren.
Mein Leben war von Kindheit an eine extrem schnelle Achterbahn.
Viele schöne, aber auch (wie es im Leben eben so ist) viele schlimme Dinge begleiteten mich durch mein bisheriges Dasein.

Ich lernte außergewöhnlich viele Menschen intensiv kennen, lebe nach wie vor sehr viele Freundschaften, versuche mich stets mit allen Menschen nach Möglichkeit zu verstehen.

Zwei erwachsene Kinder und (leider) viele verflossene Liebschaften später ging ich vor über einem Jahr in mich.

Zusammengefasst habe ich hier in Österreich schon sehr viel (unerheblich ob beruflich oder privat, ob negativ oder positiv) erlebt, sodass ich „expandieren“ will.

In mir blitzte ein Gedanke: „Warum nicht die ganze Welt ansehen? Warum nicht zu Fuß? Schließlich macht es nur Sinn, wenn ich auch die kleinsten Details beobachten kann!“

Kurzerhand warf ich Google an und entdeckte Jean Beliveau.
Der Kanadier entschloss sich 2000, um die Welt zu gehen, mit dem selben Alter, das ich jetzt habe.

Hier seine fantastische Homepage:

Jean Beliveaus Weltreise

Beliveau ging ziemlich spontan los und erlebte eine Reise, die mich inspirierte.
Sein Motto war „Children and peace“, ein äußerst lobenswerter Ansatz, der auch in bewundernswerter Manier gelebt wurde.

Als ich seine Mission kennenlernte, ging es Schlag auf Schlag: Die Zeitspanne eines Augenblicks reichte, um mich zu entschließen, dies auch zu tun.
Schließlich bewies mir Beliveau, dass es geht.

In der Sekunde, als ich mich entschloss, um die Welt zu gehen, wusste ich alles.

Die Route war mir sofort klar (es hatte schon seinen Nutzen, sich von Anbeginn meines Lebens für den Planeten zu interessieren. So wusste ich, was mich wo erwarten würde), auch die Modalitäten waren auf der Stelle in meinem Kopf präsent.
Das Konzept war schlagartig beinahe komplett geistig durchdacht.
Als wollte ich dies immer schon.

Aber warum?

Es gibt mehrere Aspekte, die mich fast zwanghaft zu dieser Idee verleiteten:

Mit 45 bin ich nach wie vor topfit und geistig auf vollster Höhe.
In diesem Alter hat man auch (vor allem ich habe schon sehr viel erlebt) schon die Lebenserfahrung, die in manchen Situationen hilfreich sein kann.

Ich bin Atheist.
Aus diesem Grund weiß ich für mich, dass ich genau nur dieses Leben zur Verfügung habe.
Da unser aller Lebenszeit begrenzt ist, will ich ALLES sehen.
Die Erde wandernd zu überqueren ist für mich daher die ultimative Lebenserfahrung.
Mehr kann in meinen Augen kein Mensch erreichen, weshalb meine Gier nach Wissen und Erfahrung dieses Projekt fast erzwang.

Ein großer Faktor ist auch, dass es für mich persönlich maximale Freiheit bedeutet, den Weg als Ziel, mit eigenem Tempo, eigener Route, eigener Ambition zu leben.

Nach ein paar „Feldforschungs“-Versuchen im Internet, auf deutsch- wie auch englischsprachigen Seiten, stellte ich sehr schnell fest, dass das Interesse an so einem Monster-Projekt schier endlos ist.
Unzählige Menschen träumen scheinbar davon, „auszusteigen“, trauen sich aber nicht selbst.
Weshalb sie großes Interesse hegen, einen, der es wirklich anpackt, über das Internet oder andere Medien zu begleiten.

Damit war mir klar, dass ich es tue.
Warum? Weil dieses Interesse dazu genutzt werden kann, um karitative Projekte an den verschiedensten Orten der Welt auf die Beine zu stellen.
Reichweite (die scheinbar gewiss ist, denn es werden von mir zur Dokumentation nicht nur dieser Blog als Tagebuch, sondern auch ein Youtube-, ein Instagram-Kanal, eine FB-Page als auch eine Homepage benutzt) lukriert die Gelder für solche Vorhaben.
Das Management dafür sollen fähige Leute zu Hause erledigen.
Auch hier begegnete ich sofort großem Interesse.

Es ist also kein Egotrip, im Gegenteil!

Ziel des Ganzen ist es, die Welt, wie sie wirklich ist, penibel zu dokumentieren.
Die Errungenschaften der Technik, inkl. dem globalen Datennetz, kommen dem entgegen.

Ich werde Armut wie Reichtum zeigen.
Die Natur in all ihrer Pracht, wie auch die Schäden, die durch uns Menschen schon verursacht wurden.

Werde für ein Miteinander marschieren, weshalb auch jederzeit jede/r eingeladen ist, ein Stückerl mitzuwandern.
Ich werde Menschlichkeit dokumentieren, als auch selbst anpacken, wenn ich merke, das Not am Mann ist.

Summa summarum ist es mein Bestreben, als Einzelperson das zu tun, was ich für verpflichtend sehe für mich: Ein kleines bisschen die Welt verbessern und freundlicher machen.
Mehr kann man nicht tun.

Das Abenteuer selbst nehme ich demütig mit, denn der daraus geschöpfte Erfahrungsschatz (mit allen Entbehrungen) ist mir nicht mehr wegzunehmen.

Um karitatives zu bewegen, bin ich bereit, 75.000 km gehend um den Planeten zu absolvieren.
Doch will ich nicht unbescheiden sein.
Frei nach dem jüdischen Motto „Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ sehe ich den Marsch als „gelungen“ an, wenn ich nur für einen Menschen da draußen eine Hilfe sein kann.

Schaffe ich es (wovon ich ausgehe), sollte ich ein Mensch geworden sein, der alles sah, was möglich war.
Ein ultimatives Ziel.
Mein Ziel.

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Rund um die Welt – die Route (2)


Ab dem Zeitpunkt, wo ich in Kirgisien gelandet bin, sollte ich im Normalfall an die Umstände einer einsamen Reise zu Fuss schon gewöhnt sein.

Ist auch wichtig, denn ab nun wird es (die Weiten Kasachstans sollten eine adäquate „Trainingsstätte“ sein) grimmig.

Erstes Ziel ist es, Richtung Osten auf die Westflanke der Gobi zu gelangen.
Hier, im westlichsten Zipfel Chinas, wo sich nicht einmal Hund und Katz treffen, um sich „Gute Nacht“ zu sagen, gibt es nur eine Handvoll Ortschaften, wo ich die Möglichkeit besitze, zu „tanken“.

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Von Kirgisien nach Indien (die blaue Linie zeichnet grob die Richtung. Exakt wird es kurz davor)

Die Wüste Gobi ist ein Extremgebiet: Heiße Tage wechseln sich mit klirrend kalten Nächten ab, in denen ich sicher das eine oder andere Mal ordentlich am Verzweifeln sein werde.
Die Einsamkeit dieser Ortschaft wird jedoch das größte Hindernis sein, denn an der Westflanke, den Fokus Richtung Süden gewandt, sollten die extremen Temperaturschwankungen moderat gehalten werden.
Bedingt durch die naheliegenden Gebiete am Hindukusch ist das Klima in dieser Gegend rau, aber erträglich.

Über die Passage in die Gobi halte ich mich Richtung Süden, den östlichen Zipfel Indiens, exakt Kalkutta, als Ziel gesetzt.

Der Weg führt durch Nepal.
Einen Abstecher durch Kathmandu, die heilige Stadt, habe ich natürlich vor.

Auf dieser Strecke – Google Earth sei Dank, denn ich konnte mir jetzt schon präventiv etwaige Durchgangs-Pfade durchs Gebirge ansehen – werde ich selbstverständlich hochgelegene Gebiete meiden.
So nicht dicht besiedelt.

Kalkutta ist ein spezielles Ziel für mich.
Einerseits will ich in diesem Moloch die Slums und Umstände der Menschen in solch Städten hautnah miterleben und auch dokumentieren, andererseits eröffnet sich für meine Reise die erste Entscheidung -> wieder zurück Richtung Norden, oder ein einjähriger Abstecher nach Kambodscha, genauer gesagt Ankorwat.

Ankorwat ist eines dieser Ziele, die ich für unbedingt sehenswert erachte.
Dieser monumentale Tempel, gespickt mit interessanten Details aus einer längst gewichenen Zeit, könnte deshalb an diesem Zeitpunkt großen Reiz ausüben, der mir einen „Abstecher“ wert ist.

Mit dieser Etappe, um die 2000km lang, beende ich die „Eingewöhnungsphase“.
Ab dann wird es grimmig, denn dann geht es geradewegs Richtung Norden.

Wohin?
Durch China, die Mongolei und Russland Richtung Bering-Straße, um die Strecke, die die ersten Siedler Amerikas hinter sich legten, nachzuvollziehen.
Für diese ersten Menschen, unwissend ob der drohenden Gefahren und ahnungslos über die Strapazen, hege ich größte Ehrfurcht.

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Schnurstracks Richtung Bering-Straße. Zäh, menschenleer, mental herausfordernd.

Mein Plan führt durch Tibet, China, die Mongolei und weite Waldstücke Sibiriens.
Ab der sibirischen Taiga will ich mich mehr Richtung Küste bewegen, um dem bitterkalten Kontinentalklima ein wenig auszuweichen.

Von Indien zur Beringstraße werden es siebentausend weitgehend leere Kilometer sein.
Womit ich die schwerste Etappe der gesamten Reise in Angriff zu nehmen bereit bin.

Bis dahin wird aber noch einiges an Zeit vergehen…

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Rund um die Welt – die Route (1)


Um den Planeten zu gehen kostet Zeit und Nerven, das ist gewiss.

Die Erde bietet in all ihrer Vielfalt Gebiete, denen man möglichst ausweichen oder zumindest gut präpariert begegnen sollte.

Vorteil meines Unterfangens: Ich starte am schönsten Platz des Globus, in Mitteleuropa!

Zum Vorteil gereicht mir, in der ersten Zeit, der Gewöhnungs-Phase, inmitten einer intakten Zivilisation unterwegs zu sein.
Europa ist dicht besiedelt und infrastrukturell nahezu perfekt.

Die ersten Monate werde ich also in Ruhe die neue Situation kennenlernen, weshalb das Frühjahr durch die angenehme Witterung ein zusätzliches Plus ist.

Alle paar Kilometer erreiche ich eine neue Ortschaft, die im Fall der Fälle Versorgung, Wasser und (für meine Berichte) auch WLAN bietet.
So kann ich mich getrost erstmal den Umständen widmen, die sich in meiner Psyche auftun werden.
Der Verlust der Heimatgefilde wird mir sicher zu schaffen machen, da mache ich mir nichts vor.

Wie wird die Route aber verlaufen?

Die erste Etappe, schon im Detail ausgearbeitet (Änderungen können sich spontan immer ergeben, schon alleine wegen politischen Umständen, die in zehn Jahren ständig wechseln), geht also zur kirgisischen Grenze.
Kirgisistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik und die Ostgrenze zur Wüste Gobi und dem riesigen chinesischen Reich.

Bis dahin habe ich schon die zähe Ödnis des gigantischen Kasachstan hinter mir, sollte also schon längst auf Widrigkeiten eingestimmt sein.

Wenn ich (wahrscheinlich Ende) April losmarschiere, ist es zu Beginn recht einfach:

Von Wien marschiere ich Richtung Osten, nach Bratislava.
Diese erste kleine Etappe sollte mich eine Übernachtung im Zelt kosten, um mich einzustimmen.

1Durch die halbe Slowakei geht es bis Lucenec, wo die Richtung einen leichten Südknick Richtung Ungarn macht.
Es wird wieder ein wenig Zeit brauchen, bis ich die Stadt Gyöngyös (32.000 Einwohner) erreiche.
Von Gyöngyös geht es wieder ostwärts, durch Debrecen, bis ich die rumänische Grenze erreiche.
Rumänien wird an der Nordflanke begangen, durch Satu Mare und Radauti.

Das erste Stück befinde ich mich also in sicherem EU-Gebiet, wo kaum mit Gefahren zu rechnen ist.
Weder die Witterung noch die Natur selbst sind auf diesem Weg in irgendeiner Weise gefährlich.
Damit auch kriminelle Menschen eher keine Lust auf meine Person haben, wird die Ausrüstung stets am Minimum gehalten.

Dann jedoch wird es spannender: Moldawien, das Armenhaus Europas, wartet auf mich.
Von Rumänien an will ich verstärkt die Armut der Menschen in den Fokus meiner Dokumentation nehmen, um auf die Zustände aufmerksam zu machen.

In der Republik Moldau wird als erste Hauptstadt Chisinau anvisiert.
Bin gespannt, was mich dort wirklich erwartet. Bin auf erschreckende Bilder gefasst und hoffe, dass es mich nervlich nicht so belastet (immerhin ist dies erst der Beginn der Reise).

Das schwarze Meer ist nächstes Ziel.
Dafür dringe ich in die Ukraine ein.
Odessa, die berühmte Hafenstadt, wird eines der ersten Punkte meiner Reise sein, auf den ich mich freue.

Nördlich des schwarzen Meeres, natürlich mit Umgehung der momentan politisch brisanten Krim, geht es weiter Richtung Osten, bis ich Rostow in Russland erreiche.

Zu Bedenken: Ab Moldawien wird die Zivilisation spärlicher werden, das Land aber weiter.
Wenn ich bis dahin noch nicht routiniert genug bin, habe ich mich zu sputen, denn die Weite der Länder Russlands und Kasachstans könnten eine große Gefahr darstellen.
Es muss nur irgendetwas geschehen, mit dem man nicht rechnet.

Umknöcheln reicht völlig, um mich vor Probleme zu stellen.

Durch Kalmückien und Astrachan geht es bis zum Kaspischen Meer, von wo ich zum ersten Mal im riesigen Land Kasachstan sein werde.

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Die Weiten der kasachischen Steppen…ehrlich gesagt bin ich sehr gespannt, was mich dort erwartet!
Kasachstan mit seiner Landschaft ist eine der Gegenden, die mich am eurasischen Kontinent faszinieren.

Zuerst geht es nordöstlich nach Aktobe, bis es mich wieder nach Osten (leicht Ost-Süd-Ost) verschlägt.
Dabei passiere ich die Aralsee, eines, wenn nicht das größte Mahnmal menschlicher Umweltzerstörung.
Über diesen Ort werde ich mit größtmöglicher Detailverliebtheit berichten.

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Nach Taschkent (Hauptstadt von Usbekistan) – ich werde also an der südöstlichen Grenze Kasachstans das Land verlassen – begebe ich mich schließlich nach Kirgisien, wo das erste (gefährliche) Highlight der Reise auf mich wartet: die Westseite der Wüste Gobi, mit Temperatur-Extremen, die sich gewaschen haben…

Teil 2 folgt…

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Rund um die Welt


Seit einem Jahr bin ich fixiert von einem Traum.
Einen Traum, der alles abverlangt, aber auch alles gibt.

Im Februar 2017 stellte ich für mich fest, dass mein Leben – ich bin glasklarer Atheist – zu kurz ist, um seine ureigensten Wünsche nicht zu erfüllen.

Bei mir ist es, die Welt zu entdecken.
Nicht auf den Touristenpfaden oder bequem mit dem Flieger, Automobil oder dem Fahrrad.
Selbst auf dem Bike zieht mir die Umwelt zu schnell vorbei und nimmt mir Eindrücke, die ich übersehen könnte.

Also ist es mein Herzenswunsch, um die Welt zu gehen.
Per pedes.

Nur zu Fuss erlebt man ungeschminkt die Schönheiten der Natur und unsere Verbrechen an ihr.
Nur zu Fuss lernt man Menschen kennen. Die „Guten“ wie die „Schlechten“.

Deshalb plante ich.
Ich verbiss mich in die Route, die im Kopf zeitgleich mit dem Entschluss aufpoppte und nie in Zweifel stand.
Auf der Stelle wusste ich genau, wie ich gehen mag und welche Regionen des Erdenrunds ist auskundschafte.
Genauso wusste ich spontan, welche Plätze ich auslasse – Australien ist so ein Ort, da der Kontinent viel zu lebensfeindlich für eine Reise zu Fuss wäre.
Australien wäre Selbstmord, deshalb lasse ich diesen schönen Erdteil gänzlich aus.

Der Zeitpunkt der Reise war bisher die große Unbekannte.
Einerseits trieb es mich sofort raus, andererseits bin ich kein Selbstmörder.
Schließlich ist ein Fußmarsch von knapp über 70.000 Kilometern nichts, was man en passant erledigen kann.

Unmengen an Gefahren werden mir entgegenblicken.
Ich werde Hunger und Durst leiden, vor unmenschlicher Hitze fast eingehen oder klirrender Kälte trotzen müssen.

Oft genug werde ich zutiefst verzweifelt sein, weil die Einsamkeit der Weiten mich erdrücken wird.
Wenn dann vielleicht noch der Umstand des Hungers dazukommt, wird es sicher öfter grenzwertig sein.

Warum also will ich mir das antun?
Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen, wobei der auslösende erst jetzt dazustieß.

.) Ein Leben: Ich habe nur ein Leben, wie wir alle.
Deshalb möchte ich dieses Leben mit ALLEM füllen, und welche Eindrücke kann man erleben, wenn nicht die ganze Welt?
Da ich nun im optimalen Alter bin – ich bin 45 – und damit noch topfit, aber auch gleichzeitig erfahren genug bin, um nicht überstürzte Fehler (vielleicht lethale Fehler!) zu begehen, sind die Voraussetzungen diesbezüglich genau jetzt optimal.

.) Die Welt selbst: Vorbild des ganzen Projekts ist Jean Beliveau.
Der Kanadier marschierte, nachdem er seinen Job verlor, in elf Jahren zu Fuss um die Welt.
Zwischen seiner Entscheidung und dem Start lagen sechs Wochen.

Im Laufe seiner Reise zog er die Aufmerksamkeit der Medien auf sich, womit er auch karikative Projekte an den Orten, wo er sich befand, hochziehen konnte.

Sein Marsch inspirierte meine Idee, da es mir nicht an einem Egotrip liegt.
Dieser passiert so oder so, dazu muss ich nur gehen.

Nein, ich bin der Überzeugung als Philanthrop, in der Pflicht zu stehen, diese Mission für die Ärmsten zu benutzen.

Die Erde selbst lohnt jedoch noch mehr:

Durch meine von Anfang an geführte Dokumentation (vom ersten Tag an befülle ich bei jeder Gelegenheit einen Youtube-Kanal, in dem meine Handy- oder sonstigen Videos hochgeladen werden, damit die ganze Welt zusehen kann. Nebenbei wird es einen Instagram-Channes als auch ein Tagebuch auf diesem Blog geben) will ich viele Dinge aufzeigen.

Einerseits freue ich mich auf die Schönheit der Natur auf der Welt, auf der anderen Seite will ich die Verbrechen unserer Spezies an ihr zeigen.
Als Beispiel dient der Aralsee, den ich auf meiner Route fest markiert habe.

Ich will die Menschen abseits von Glanz und Glamour zeigen – Bauern, arme Menschen, Rednecks – mit denen ich freundschaftlich verkehren will und damit ein kleines bisschen völkerverbindend.
Wo ich (mit Hilfe der Community vielleicht) helfen kann, werde ich helfen.

.) Buße:

Im Laufe der Jahre tat ich sicher viele tolle Sachen, aber ich schoss auch viele Böcke.
Jetzt, wo in kürzester Zeit alles kollabierte (an meine Gegner: Freut euch nur, wenn ihr nichts Besseres zu tun habt), meine Kinder erwachsen sind, ich nur noch Verantwortung über mein eigenes Wohl habe, ist die Gelegenheit, einer dem Mammon verschriebenen, immer hektischer und aggressiver werdenden Luxusgesellschaft einstweilen den Rücken zu kehren.

Ich betrachte das Projekt daher auch ein wenig wie einen Pilgergang, den vor allem Mönche im Mittelalter (meist den Jakobsweg nach Santiago de Compostela) absolvierten.

In dieser Gesellschaft sehe ich durch mein besonderes(?) Verhalten keinen Platz mehr.
Klingt nicht nur spinnert, ist es wahrscheinlich auch.
Aber dazu wurde ich in den letzten 15 Jahren einfach zuviel von Niederschlägen geprägt.
Als jemand, der niemals streiten will und eigentlich immer zurückzieht, wenn es ungut wird, blieb ich oft auf der Strecke.
Es fehlte mit am Biss, mich gegen andere durchzusetzen.
Deshalb ließ ich immer jedem in meinem Umkreis den Vortritt.

Hier ergibt sich noch ein Vorteil: In diesem Marsch bin und bleibe ich nur mir selbst verantwortlich!

Die Reisezeit ist mit zehn Jahren geplant.
Sieben Jahre dauert es ca., wenn ich 30km/Tag hinter mich bringe.
Das ist keine absonderlich große Strecke, gerade ein wenig mehr als die Donauinsel lang ist.

Drei Jahre sind damit als „Puffer“ geplant.
Für den Fall, krank oder verletzt zu sein.
Oder wenn es mir an einem Fleckerl einfach nur außergewöhnlich gut gefällt.

Die ersten Monate geht es nach Osten, wobei ich den arabischen Raum prinzipiell meide.
Dort ist es mir politisch einfach zu unruhig, dem weiche ich aus.

Im Detail ist die erste Etappe geplant, die bis zur kirgisischen Grenze geht.
Dieser Teil der Route ist rot markiert.
Danach ist die Grundrichtung festgelegt, in blau.

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In der Reise selbst sind Extreme vorgeplant: Die Wanderung über die gefrorene Beringstraße, als auch Alaska im Winter als logische Folge ist nur ein Beispiel.

Sponsoren werden ab nun gesucht.
Diese werden mit genügend Werbeplatz in meinen Videos oder Blogartikeln erwähnt, sollten also auch mit ausreichender Reichweite belohnt sein.

Potentielle Sponsoren (Material, Geld etc.) dürfen sich daher jederzeit via Mail bei mir melden: gerald.kitzmueller@gmail.com

Auch suche ich Supporter, die das Projekt quasi als „Homebase“ koordinieren.
Sollte die Mission nur halbwegs die Aufmerksamkeit generieren, die sich schon zuvor abzeichnet, werden diese freilich auch dementsprechend entschädigt werden können.

Wenn jemand in seinem Urlaub oder auch länger mitgehen mag, ist er oder sie, unabhängig der Nationalität oder Motivation, jederzeit willkommen, mich ein Stück des Weges zu begleiten.
Gesellschaft wird mir hie und da sicher nicht schaden.

Weitere Details folgen im Blog, sowie es während des nächsten Monats konkret wird.

Wird Zeit, etwas wirklich Aufregendes und Menschliches zu machen!
Schöne Ostern!

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Alte Nazis, neue Nazis, Unterwanderung…und die FPÖ


Seit dem ersten Tag von Schwarz…pardon, Türkis-blau kann man gewisse Verbindungen der FPÖ zu bedenklichem Gedankengut nicht mehr ohne Schwierigkeiten leugnen.

Die Zahl offener und verschlüsselter Aussagen („konzentriert“ von Kickl) wächst ins Unermessliche, nicht ein einziger FPÖ-Mandatar wirkt, als wäre er liberal.

Schon Hans-Henning Scharsach hat mit seinen zwei sensationell ausrecherchierten Büchern die Netzwerke dieser Partei schonungslos und mit Fakten belegt aufhorchen lassen.

Hier kann man die Bücher übrigens bestellen: „Strache – im braunen Sumpf“ „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“

Beide Bände sind als Lektüre unbedingt zu empfehlen, will man sich ein objektives Bild dieser Partei inklusive ihrer Verflechtungen machen.

Besonders das zweite Buch von Scharsach zeigt unverblümt, welche Pläne diese Partei im Geheimen pflegt: Man unterwandert den Staat, sodass beim Aufpoppen der wahren Absichten Gegenwehr der Zivilgesellschaft kaum noch in Betracht gezogen werden kann.
Widerstand gegen die perfiden Absichten könnte in Kürze strafbar sein, aber dazu später mehr.

Das Bild dieser Regierungspartei ist sowohl national als auch international verheerend:

Seit dem 18. Dezember, der offiziellen Angelobung dieser Regierung, bewies die FPÖ mit geradezu absurd hoher Geschwindigkeit die Thesen von Scharsach: Es wurde gnadenlos umgefärbt.

Nebenbei werden die etablierten Medien mit einzigartiger Hinterlist systematisch desavouiert, um deren Objektivität mit der Zeit zu FPÖ-naher Berichterstattung zu zwingen.
Entweder, indem man Druck erzeugt, oder indem auch diese umgefärbt werden.

Gipfel dessen dieser Tweet von Helmut Brandstätter, Chefredakteur des „Kurier“:

Ursache dessen war eine Entgleisung von Martin Glier, seines Zeichens Pressesprecher des Vizekanzlers, HC Strache.
Dieser attackierte Brandstätter als „Blutzeugen“ (glasklare Nazi-Diktion) und verlinkte dazu einen Eintrag der Holocaust-leugnenden und unverblümt Nazi-Ideologien verbreitenden „Metapedia“, einer rechtsextremen Wiki, die Geschichtsrevision betreibt, nicht nur den Holocaust leugnet, sondern auch deren Protagonisten Himmler, Heydrich, Eichmann und Co. in Schutz nimmt.

So eine Seite betritt man nicht per Zufall.
Wenn doch, ist man für eine hochdotierte Position als Pressesprecher des Vizekanzlers schlicht nicht geeignet.
Beides bedenklich.

Natürlich kam von Seiten der FPÖ kein „Entschuldigung“, wobei ein „mea culpa“ fast schon zuwenig ist.
Freilich empörten sich sofort namhafte FPÖ-Politiker über die „linke Hetze“, ein Kniefall vor den AnhängerInnen.

Gut, ich für meine Person zeigte Glier für die Verbreitung von neonazistischen Schriften an und bekam bestätigt, dass diese Anzeige an den Verfassungsschutz weitergeleitet wurde.
Man darf gespannt sein.

Heute, am 11. des Monats, häuften sich schon wieder unzählige Indizien zu gefährlichen Netzwerken und Ideologien an.
Nachdem im Januar schon etliche „Einzelfälle“ publik wurden, scheint es, als würde die FPÖ nun völlig ungeniert ihrem brandgefährlichen Tagewerk nachgehen.

Die Landbauer-Affäre war noch nicht mal verdaut, der „Asylwerber konzentrieren“-Sager von Kickl kaum geschluckt, werden im Stakkato weitere Merkmale einer eindeutig der Wiederbetätigung nahen Partei offenbart.

Darunter die Angelobung von Heinrich Sickl als Gemeinderat in Graz.
Sickl ist Freund des mehrfach wegen Wiederbetätigung in Haft gewesenen Franz Radl, seines Zeichens enger Kamerad des berüchtigten Gottfried Küssel und Freund von Gerd Honsik.
Ein Abgeordneter mit eindeutigen Referenzen zur staatsfeindlichen Küssel-Clique sitzt nun also in Graz im Gemeinderat.
Die Fans sind noch immer nicht besorgt…

Unrühmlicher Höhepunkt im bisher noch kurzen Monat ist die Causa „Abwerzger“.

Markus Abwerzger, seines Zeichens Spitzenkandidat der FPÖ bei der Tiroler Landtagswahl, wurde vom ORF Tirol beim Wahlkampf begleitet.

Dieses Video löste Empörung auf allen Seiten aus:

http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1300/71280/ZIB-1300/13964759/Eklat-um-FPOe-Politiker/14238165

Wie völlig zu Recht das Verhalten des ORF-Tirol kritisiert wird, lässt sich ein Fakt jedoch nicht aus der Welt schaffen.
Es ist leicht in den sozialen Medien nachzulesen, wie sich etliche FPÖ-Politiker über den ORF echauffieren.

Kein Einziger aber distanziert sich von den Aussagen des 86-jährigen Nazis!

Nun denn, das überrascht jetzt nicht sehr.

Vielmehr überrascht es noch immer, wie schnell gewisse Causen vergessen werden ob der Unzahl der FPÖ-Skandale: Es wurde der Fokus von den Burschenschaften genommen.

Christian Höbart, seines Zeichens fragwürdig durch den „Höhlenmenschen“-Sager berühmt geworden, ist sich selten zu schade, meine Tweets zu beantworten.
Auch bei der ORF-Causa bemüßigte er sich, als Antwort meiner Aussage auf Facebook, dass ich nur ein paar Tage auf Abwerzgers glaubwürdige Distanzierung warte – hier nachzulesen – nur den ORF (Originalzitat: „Rotfunk“ – der ORF Tirol ist jedoch tiefschwarz) anzuprangern.

Jetzt wurde ich dann doch neugierig ob Höbarts Burschenschafts-Hintergrund.

Christian Höbart ist Mitglied der Burschenschaft „Tauriska zu Baden“.

Wie so ziemlich jede deutschnationale Burschenschaft des Deutschen Burschenschaft (der die F-Burschis ausnahmslos angehören) trommelt auch diese in hübscher Regelmäßigkeit im Internet für seltsame Agenden.

Interessant wurde es dann jedoch, als ich mir den Instagram-Account der „Tauriska zu Baden“ ansah.
Ab da hatte diese Burschenschaft, wie auch alle Anderen, meine Aufmerksamkeit gewonnen:

 

Das erste Bild ist besonders interessant, da es von einem glasklaren Wiederbetätigungs-Account namens „Deutsche Weltanschauung“ gepostet wurde.
Dieser Account postet auf Instagram weitaus ärgere Bilder, aber jenes hier wurde von der Tauriska sogar geliked.
Die Burschenschaft ist aber nicht passiv gefolgt von „Deutsche Weltanschauung“, sondern aktiver Follower dieses Users.

Nebenbei folgt diese Burschenschaft einigen bedenklichen Leuten, denen man wahrscheinlich recht einfach Wiederbetätigung nachweisen könnte.

Aber nicht nur die „Tauriska“, auch die „Marko Germania Graz“, die Schwesterburschenschaft von Norbert Hofers Pinkafelder Filliale, „glänzt“ mit eindeutigen Botschaften:

 

„Die Kunst des Krieges“ in einem Lesekreis macht stutzig, ist das Buch doch ein recht bekannter militärischer Taktik-Guide.
Die „Finis Germania“ ist ein äußerst interessantes Buch, um Relativierung des Holocaust und totalitärer Gedankenwelt zu betreiben.

Darunter finden sich Zitate wie: „Auschwitz […] zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“ – https://de.wikipedia.org/wiki/Finis_Germania

Daneben gibt es noch zwei interessante Web-Sümpfe, in denen sich FPÖ-Politiker und Anhänger gerne bewegen: „VK.com“, ein russisches Social-Media-Portal, wo oft ungeniert Nazi-Tum verherrlicht wird.
Und natürlich das Darknet, worüber ich mich ein anderes Mal äußere.

Ein Beispiel ist Werner Königshofer.
Wegen nationalsozialistischer Umtriebe schon einmal von der FPÖ ausgeschlossen, nicht als einziger.

Das ist sein Umgang auf „VK.com“, Gruppe „Steirische Patrioten“

Steirische Patrioten VK.jpg

Ich fordere daher, trotz all der Unterwanderung der FPÖ in alle Institutionen des Staates, ultimativ den Verfassungsschutz auf, die FPÖ und die Burschenschaften gründlichst zu durchleuchten.

Ohne Hausdurchsuchungen und PC-Beschlagnahmungen wird es nicht mehr gehen, das Netzwerk ist eindeutig feststellbar.

Wenn der Verfassungsschutz nicht sofort aktiv wird, kann es zu spät sein, denn vergessen wir nicht: Auch die Nominierungen der FPÖ als Verfassungsrichter sind eindeutig dem rechten Rand zuzuordnen, siehe Andreas Hauer.

Österreich steht mittlerweile an der Schwelle zum deutschnationalen Unrechtsstaat.
Schon wieder! Und diesmal von einer von begünstigten Medien wie der „Kronen-Zeitung“, „Österreich“, „unzensuriert“ etc. vergifteten Gesellschaft freiwillig gewählt.

 

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