Was zum Teufel ist mit der Politik los?


2017

Als Kind (bin Baujahr 1972) klang schon das Jahr 2000 wie die Ziffer eines Science-Fiction-Filmes, so weit war diese magische Zahl entfernt.

Ich stellte mir all die Szenarien vor, die ich durch meine kindliche Fantasie nur kreieren konnte.

Natürlich konnte ich die heutige Zivilisation nicht im Entferntesten sehen, war begeistert von Videospielen wie „Galaga“, „Winter Games“ oder „Pac-Man“.
„Star Trek“ und „Star Wars“ klangen für mich als kleinen Menschen wie legitime Zukunftsszenarien.

Die Welt stand offen, ein Boom an Technologie war überall zu spüren.

Doch leider war es nur die Technologie, die einer stetigen Modernisierung unterworfen war.
Der Mensch selbst änderte sich kein bisschen.

Höchstens das Alltagsverhalten der Massen veränderte sich rapide.
Wo man hinsieht, glotzen die Menschen bei jeder Gelegenheit in ihre Smartphones und vergessen die Welt um sich.
Anstatt, dass man Natur und soziale Interaktion genießt, wird alles mit dem Handy dokumentiert und jeder Schritt wird der Öffentlichkeit preisgegeben.
Wie Zombies sitzen die Menschen unabhängig ihres Alters, Geschlechts, sozialen Standes in den öffentlichen Verkehrsmitteln und starren ihre kleine eierlegende Wollmilchsau an.

Das war die einzige „Modernisierung“, doch ob dies ein positiver Effekt ist, stelle ich dezidiert in Frage.

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Unsere Gesellschaft jedoch, die steht auf der Stelle.

Empathie sucht man vergeblich, der Egoismus blüht und gedeiht.
Single-Haushalte und damit gleichzeitig prosperierende Isolation mit weitreichenden sozialen Mängeln boomen.
Fremde, und wenns der eigene Nachbar ist, werden immer missmutiger betrachtet, denn schließlich könnten sie einem den eigenen Klimbim, den man anhäufte, streitig machen.

Andere Schicksale berühren uns immer weniger.
Insbesondere durch die Globalisierung und die damit hergehende ständige Berieselung durch die Massenmedien, die uns rund um die Uhr unfassbar viel Elend auf der Welt zeigen.

Der Mensch stumpft ab.

Politik ist ein Spiegel des Menschen.
In dieser Branche arbeiten Menschen mit allen Schwächen (und leider beherrschen diese das Tun).

Eine davon ist ein ewiges Problem: Menschen, die etwas verändern wollen, gehen in die Politik und werden nach relativ kurzer Zeit davon korrumpiert.
Sie meinen, das Recht zu haben, über das Leben von Millionen zu entscheiden, sehen sich als sakrosankt, glauben fast, göttlicher als Gott zu sein.

Nun, liebe PolitikerInnen, ich darf euch sagen: Ihr scheißt den gleichen Dreck wie das gemeine Volk auf der Welt.

Ihr habt Hunger, Durst, Liebeskummer, Süchte, Sorgen, kurzum: Ihr seid mit keiner Zelle besser als die, deren Leben ihr gestalten wollt!

Deshalb verstehe ich es nicht mehr, warum der Mensch nicht dazulernt.

Ich selbst trat vor kurzem aus der SPÖ aus.
Nicht, weil ich die Sozialdemokratie plötzlich nicht mehr leiden kann, eher im Gegenteil.

Der Grund ist einfach erklärt: Wie in jeder anderen Partei der Welt, jedem größeren Betrieb, ja sogar jedem kleinen Fußballverein geht es dem Gutteil der Protagonisten nur um die eigene Haut.

Der Posten, der Einfluss, die Macht und Privilegien, die will man um keinen Preis verlieren.
Man fühlt sich nach einiger Zeit unentbehrlich, meint, klüger als die Masse zu sein und beginnt, eine Art „Herrschersyndrom“ zu entwickeln.

Anstatt dass man beharrlich an einem gesellschaftlichen Ziel, nämlich den Frieden und maximal möglichen Wohlstand für eine maximal mögliche Menge an Menschen zu erhalten, arbeitet, zählt plötzlich die eigene Person mehr als alles andere.

All die Ideologie, mit der man aufwuchs, zerbricht an den Strukturen festgefahrener Positionen.

Auch, wenn ein Projekt noch so wichtig wäre -> passt es den oberen FunktionärInnen nicht, wird es abgewürgt.
Kann jemand, der an Hebeln sitzt, nicht damit glänzen, wird es unter den Teppich gekehrt…

In Österreich ist das Malheur mehr als transparent.

Menschen, die im Zivilleben, und vor allem im Druck der Privatwirtschaft kaum überleben würden, weil sie intellektuell oft gar nicht in der Lage sind, in dieser ein produktives Mitglied zu sein, erdreisten sich, Macht auszuüben.

Ich denke da an Individuen wie das ewige Protektionsburscherl Sebastian Kurz, den völlig enthemmten gescheiterten Musiklehrer Wolfgang Sobotka, einen sein Leben lang nach Diensträngen und Einfluss gierenden Hans-Peter Doskozil, einem Millionär wie Schelling, der sicher noch nie einen Gemeindebau von innen gesehen hat, und und und…

Solche Menschen erklären die Welt und spielen mit den Hebeln der Macht.
Schon längst enthoben von irdischen Problemen wie Geldsorgen, Existenzängsten oder täglichen Überlegungen, was man sich am Monatsende noch leisten kann, werken sie, als wären sie von einem Gott auserkoren, die Macht zu missbrauchen.

Ein Kern, der eigentlich eine Sozialdemokratie mit all ihren menschlichen Herausforderungen strikt verteidigen sollte, sieht in seinem politischen Dasein augenscheinlich auch nur eine PR-Tour mit regelmäßigem Verrat an sozialdemokratischen Idealen.

In Oppositionen sieht es nicht besser aus.

Megalomanische „Ich wäre gern Diktator und würde so gerne missliebige Menschen eliminieren“ Gefahrenherde wie Strache, Hofer, Kickl, Gudenus und Co. treiben die Gesellschaft durch ständige Lügen vor sich hin, schüren Hass und Missgunst unter den Menschen und schielen auf Macht.

Meistens mit weniger Intellekt gesegnet als durchschnittliche Angestellte in irgendwelchen Betrieben, sehen sie sich als Nabel der Welt.

Sie hören sich gerne vor Publikum reden, werden bei regelmäßigen Veranstaltungen bewundert, als würden sie Weltenretter sein (völlig egal, wer und wo), werden hofiert, bemuttert, wie Stars behandelt.
Dies steigt zu Kopf.

Dabei üben sie nur einen Job aus.
Eine Beschäftigung, deren Grenzen klar ausgelotet und die der Bevölkerung geschuldet ist, nicht der eigenen Person.
Nicht besser oder schlechter als der einer Kassakraft beim BILLA oder eines Bauarbeiters.
PolitikerIn-sein ist Job, nicht Berufung!

Wo sind die PolitikerInnen mit sozialem Gewissen?

Gibt es in Österreich keine Mujicas, bescheiden der Sache (der Bevölkerung) dienend, keine Steuergelder für Werbung aus dem Fenster werfend, sondern demütig ihre Arbeit machend?

Ja, es gibt sie.

Nur werden sie von denen, die selbstherrlich nach Macht streben, am Weg nach oben komplett zerrieben.

Am Ende kommen nur die rücksichtslosesten ganz oben an.

Zuvor gilt es nur, nichts falsch zu machen und die richtigen Zugpferde zu finden, die einen nach oben hieven.

Die Liste der Namen ist beliebig erweiterbar, egal in welchem Land der Welt, unerheblich, in welcher Partei.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass sich die Herausforderungen der Zukunft, inzwischen ein turmhoher Stapel an schwierigsten Aufgaben, nicht mit Emotionen, sondern mit Ruhe und Logik, Sachlichkeit, Menschlichkeit und Weitsicht lösen lassen.

Hier eine Liste an Eigenschaften, die ein/e gute/r PolitikerIn mitbringen muss:

.) Sachlichkeit
.) Empathie
.) Menschenkenntnis
.) Bildung
.) logisches und kausales Denkvermögen
.) ein gesundes, demütiges Ego
.) Weitsicht über eine Legislaturperiode hinaus
.) Beharrlichkeit
.) Besonnenheit

Kaum ein Punkt wird von heutigen SpitzenpolitikerInnen auf der Welt erfüllt.

Was läuft nur falsch?

Mittlerweile verliere ich den Glauben an Verbesserung, glaube an ewiges Weiterwursteln und harre der grausamen Dinge, die uns durch globale politische Inkompetenz blühen.

Insgeheim hoffe ich jedoch auf ein weltweites Revival von 1789.

Zurück zum Beginn des Textes: Als Kind erträumte ich mir eine moderne Welt.
Technisch ist sie es geworden. Menschlich und politisch wandern wir jedoch wieder Richtung Steinzeit…

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SPÖ? Ja! Aber… (Teil 2)


Hier geht’s zu Teil 1: https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2017/03/01/spoe-ja-aber-teil-1/

SPÖ OÖ Landesparteitag 2016

Vergangenheitsbewältigung…ein massives Problem alter Parteien wie der Sozialdemokratie.

Auf längst vergilbten Lorbeeren ausruhend vergaß man viel zu lange, sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen.

Diese gehen weit über kurzfristige Ereignisse wie die sogenannte „Flüchtlingskrise“, entstanden nur durch ein globales soziales Gefälle, in dessen Honigpott sich Europa sonnt, während in Regionen wie dem nahen Osten die Zeche gezahlt wird, sondern über gänzlich andere, weitaus grimmigere Probleme, die ante portas stehen, hinaus.

Während sich viele Sozialdemokraten noch immer als Vertreter einer „Arbeiterklasse“ – schon längst ein virtueller Begriff – sehen, bröckelt die soziale Schere immer mehr auseinander und hinterlässt immer mehr eine Spur der Armut.

Eine Mittelschicht schrumpft zusehends, die Menge der „Working poor“ wächst unaufhörlich, während die großen Vermögen immer rapider in den Börsen von immer weniger Menschen exponentiell wachsen.

Das Modell „Sozialdemokratie“ hätte in Zukunft eine kolossale Aufgabe: Die wirtschaftliche und soziale Balance in der Gesellschaft aufrechterhalten.

Dazu braucht es aber den Fokus auf zukünftiges, nicht auf vergangenes, denn Geschichte wiederholt sich zwar meist, aber niemals mit denselben Voraussetzungen.

Die kommenden Hürden der Zukunft sind fataler Natur: eine globale Wirtschaftskrise bahnt sich an.
Mit einer Dimension, die 2008 und wahrscheinlich sogar 1929 weit in den Schatten stellt.

Als Trigger könnte nun Trumps Revidierung des Obama-Gesetzes der Bankenregulierung nach dem Immobiliencrash 2008 dienen.

Inzwischen steigt der Dow Jones wieder in lichte Rekordhöhen, eine brandgefährliche Blase scheint sich zu bilden.
Diese beschränkt sich jedoch nicht mehr auf Immobilien alleine, sondern auf viele Wirtschaftszweige.

Der europäische Leitzins ist so gut wie auf „0“, der Plafond scheint erreicht.

Aber auch, wenn der Crash noch lange nicht passiert, wird sich die soziale Schere weiter verschärfen.
All die möglichen Folgen in unseren Breiten sind nicht absehbar.
Weit klügere Menschen haben schon längst den Überblick verloren, die Prognosen der sogenannten „Experten“ erweisen sich immer mehr als Kaffeesudleserei.

Weitab der Wirtschaft poppen immer mehr Nationen auf, die ständig zerrissener durch eine gesellschaftliche Spaltung und Feindseligkeit der Menschen untereinander werden.

Prekär erscheinen inzwischen die Pulverfässer zwischen mehreren radikalisierenden Fronten: „links“, „rechts“, fundamentale Religion, Armut…es köchelt vermehrt in bisher stabil geglaubten Ländern.

So auch in Österreich.

Es heißt daher „Ärmel hochkrempeln“.
Wer jedoch glaubt, dies beschränke sich auf politische Maßnahmen, würde in Kürze eines Besseren belehrt, denn schon längst sollte JEDE/R SozialdemokratIn Selbstreflexion betreiben und endlich beginnen, mittels den Methoden der sachlichen Aufklärung mit AnhängerInnen der politischen Mitbewerber wieder den friedlichen und einigenden Dialog zu suchen.

Ansonsten wird sich die Kluft zwischen den Parteien verstärken.
Keine gute Perspektive…

Im worst case gewinnt Le Pen in Frankreich, die EU zerbröselt, allerorts bekommen die Rechten Oberhand, so auch hier, und SozialdemokratInnen werden wieder zu Verfolgten.

Sieht man zum Bosporus, ist dieses längst vergangen geglaubte Szenario realer als man zu befürchten glaubte.

Teil 3 befasst sich mit dem eigentlichen Problem.

Ein Dilemma, von dem alle Parteien und großen Betriebe auf der Welt betroffen sind, die der SPÖ aber mittlerweile ernsthafte Probleme bereitet und deswegen ich einstweilen den Hut drauf haute.

Ich würde mir wünschen, dass die Menschen in der Sozialdemokratie, oft von positiver Natur und Gutes wollend, endlich beginnen, die Realität des 21. Jahrhunderts als gegeben zu nehmen und vergangenes zu den Akten zu legen.

Von der Vergangenheit kann sich niemand etwas kaufen.
Schon gar nicht die SPÖ…

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SPÖ? Ja! Aber…(Teil 1)


Es ist erst eine Woche her, als ich mich entschloss, aus der SPÖ auszutreten.

Grund dafür ist die Symbolik dahinter, die mich dazu anregte, nicht mehr mittragen zu wollen, dass Dinge geschehen, die ich nicht teilen kann.

Natürlich ist es ein Schritt, der wohlüberlegt war, weil ich sehr viele liebe Menschen in diesem Konstrukt an Organisationen kennen- und schätzen-lernte.

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Dieser Artikel soll kein SPÖ-Bashing sein, im Gegenteil, eher lasse ich mich dazu herab, mich mental zu dieser Fraktion gebunden zu sehen, weil sie eigentlich der einzige Hoffnungsschimmer für eine empathische und solidarische Gesellschaft der Zukunft zu sein scheint.

In Zeiten, die zunehmends rauer werden, werden wir alle, egal in welchem Land, eine sozialdemokratische Kultur benötigen, wollen wir nicht in die Untiefen schon längst vergessen geglaubter Barbarei zurückfallen.

In der SPÖ werkeln so viele gute Menschen, dass eine Liste all derer, die redlich auf Menschlichkeit erpicht sind, mehr Zeichen als alles, was ich in über drei Jahren im Blog verfasste, verschlingen würde.

Doch nun kommt das „Aber“.

Die Partei hat tiefe Probleme, und ich zweifle mittlerweile bis in die tiefsten Punkte meines Ich’s darüber, ob sie im Stande ist, diese zu beheben.

.) Vergangenheitsglorifizierung

Ja, die Vergangenheit, insbesondere die jüngere (seit dem Fall des dritten Reiches), war zeitweise richtig glorios.

Unter Bruno Kreisky erlebte die Sozialdemokratie einen Höhenflug, der schon damals realistischerweise von vielen als unwiederholbar angesehen wurde.

Die Zeit für den Sozialstaat war einfach gekommen!

Allen waren die Gräuel von Krieg und Holocaust noch in lebhafter Erinnerung, das Trauma von unfassbaren Grauentaten noch tief in den Menschen verwurzelt.

SO wollte niemand mehr leben, und deshalb konnte sich – mithilfe des Wirtschaftsaufschwungs in Westeuropa – der solidarische Staat unter der Obhut der Sozialdemokratie (damals Sozialistische Partei) positiv entfalten.

Den Menschen ging es so gut wie nie zuvor, Schulbildung wurde zur obersten Maxime, Mutter-Kind-Pass, Anti-Baby-Pille, Renten- und Arbeitslosenversicherung schufen ein Fangnetz für alle Menschen.

Bis der Höhepunkt erreicht wurde.

Ungefähr Mitte der 1990er-Jahre begann die Gesellschaft langsam, die Spitze des möglichen zu erreichen und im maximal vorstellbaren Wohlstand zu leben.

Warum maximal vorstellbar?
Weil Österreich, wie auch jedes andere Land der Welt, nicht alleine auf diesem Globus ist.

Wohlstand ist zumeist nach dem kausalen Prinzip von Ursache und Wirkung erreichbar.
Wenn Arbeits- und Sozialbedingungen gut sind, kann der Mensch beginnen, Entfaltung zu leben.

Um aber nur in die Nähe dieses Wohlstands zu kommen, benötigt es eine der grundlegenden Übel (und similar dazu Vorzüge) der Gier.

In grenzenloser Gier glaubte Europa, beschwingt durch das Ende des kalten Krieges, dass eine Friedensära über den Kontinent brach, die ewig so weitergehen könnte.

Nun, währenddessen wuchsen, als natürliche Wirkung von Gewinnen und entfesselter Produktion, die Konzerne auf ein ungesundes Maß.

Der neue Geldadel erhob sein Antlitz, die Kluft zwischen „arm“ und „reich“ begann zu wachsen.

Eine Dot.Com- und Immobilienkrise später, im Jahr 2017, steht die westliche Gesellschaft vor einem Scheidepunkt: Frönen wir weiterhin der Jagd nach Gewinnen und (un)endlichem Wirtschaftswachstum, wohlwissend, dass ein Plafond irgendwann erreicht sein muss?
Oder zügeln wir uns und beginnen, all die Güter und die Unmengen an Überproduktion besser auf eine maximale Zahl von Menschen zu verteilen.

Mit der Prämisse, dass Menschen, denen es nicht an elementarem fehlt, friedlich und konstruktiv eine gemeinsame Zukunft bauen.

Die Sozialdemokratie von heute ist noch viel zu sehr in der Vergangenheit gefangen.

Kreisky, Adler, Renner und Konsorten waren Kinder ihrer Zeit.
Diese Polit-Idole würden heute nicht mehr reüssieren, sie wären belächelte Sonderlinge.

Heute gilt der Ellenbogen, Social-medias geben den Takt an, der Lauteste bekommt oft die meisten Stimmen.

Unzählige Parameter der Globalisierung, von der wir uns in der Prä-Internet-Ära noch gar keine Gedanken mangels Vision machen konnten, sind neu.

Einer der Gründe, warum ich mit dem Apparat SPÖ, so wie er jetzt läuft, nicht kann, ist diese Sucht nach vergangenem und dem korrelierendem Mangel an Ansichten für eine Zukunft unter Berücksichtigung heutiger Aspekte.

Unter uns: Ich kann keine „Internationale“ mehr hören. Keine hochgereckten Fäuste mehr sehen.
Das sind Kampfsymbole einer anderen Zeit, als „Arbeiter“ noch in einer kleingehaltenen Klasse existierten.

Das Klassenprinzip existiert nicht mehr.
Ein bisschen von allem steckt inzwischen in jedem von uns.

 

Fortsetzung morgen, sonst wirds zu lang. 🙂

Aber ich bleibe bei der Betonung: eine SPÖ ist nötig! Es soll ein Aufruf sein.
Ein Aufruf, all diese Krusten, die ein alter Apparat entwickelt hat, aufzubrechen, um ihn wieder intakt zu bekommen.
Denn wir brauchen die Sozialdemokratie!

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Cannabis-Legalisierung – aber ganz flott!


US-Präsidentenwahl im November 2016.

Während Donald Trump designierter 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird, werden in zwölf Bundesstaaten zusätzlich Abstimmungen für die zumindest medizinisch bedingte Legalisierung von Cannabis abgehalten.

Das Ergebnis spricht für sich und sollte viele regressive Geister zum Nachdenken anregen:

Results of the Cannabis-Vote 2016

Im fünftgrößten Markt der Welt, Kalifornien, ist Cannabis ab 2017 für Erwerb und Konsum legal.

Jetzt erlebt die Welt bei diesem Thema einen Effekt, den man beim Popcorn-Machen in der Mikrowelle kennt – zuerst poppen nur ein paar Popcorn auf, dann geht’s rund.

Die nächste Legalisierung zeigt vielleicht einen noch größeren Effekt auf den weltweiten Trend, ein altes Unrecht, nämlich den der Prohibition von Hanf mit dem Resultat unzähliger Toter und zerstörter Existenzen, verursacht durch diese, wiedergutzumachen.

APA vom 17.12.2016

Im APA-Artikel steht jedoch noch weitaus Interessanteres: Der VfGH lehnt eine Liberalisierung von medizinischem Hanf in Österreich ab, ermöglicht der AGES damit ein Monopol auf eine Pflanze, um pharmazeutischen Reibach zu machen.

Kurioserweise wird dieser Hanf nach Deutschland geschickt und das THC synthetisch ausgefiltert, nur um dann als sündteure Medikamente wieder importiert zu werden.

Ein Schelm, wer da an „Lobbying“ denkt…

Jetzt ist langsam der Gesetzgeber gefragt, denn wider jeglicher Vernunft hält Österreich (im Bunde mit vielen Ländern Europas) am schon längst jeglicher Vernunft widersprechenden Cannabis-Verbot fest.

Meine Person nahm aber einen anderen Anlauf und widmete sich dem Problem politisch.

Deshalb stellte ich einen Antrag für den Landesparteitag der SPÖ im Frühjahr 2016.
Dieser Antrag spricht sich für die sachliche Prüfung zur Legalisierung von Cannabis aus.

Erwartungsgemäß erntete er grosse Zustimmung und wurde beim Landesparteitag auch auf breiter Front angenommen.

Hier der Antrag zum freien Download und zur Verbreitung, denn es wird nun endgültig Zeit für eine öffentliche Diskussion:

legalisierung

Nachzulesen hier: http://www.spoe.wien/landesparteitag16/#antraege16 , Antrag 4.27 unter „Soziales & Gesundheit“, der Antrag ist also öffentlich ersichtlich.

Eine Strafverfolgung von Cannabis-Konsumenten kostet Steuergeld.
Die Förderung des Schwarzmarktes durch das Verbot verhindert Einnahmen in eklatanter Millionenhöhe per anno.
Auch wird am Schwarzmarkt verunreinigtes und mit giftigen Mitteln (Sand, Blei, etc.) gestrecktes Cannabis verkauft, was wiederum die Gesundheit vieler junger Menschen aufs Spiel setzt und den Staat damit noch mehr Kosten aufbürdet.

Das Verbot ist nicht mehr zu halten, deshalb fordere ich nun vehement eine Beschleunigung eines Prozesses, der hierzulande von einigen aus Profitgründen verhindert wird.

Damit muss Schluss sein, denn Politik soll für Menschen, nicht für Märkte da sein!

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Bei allem Respekt, ihr Rechtswähler!


Die Wahl ist geschlagen, Alexander Van der Bellen wurde zum Glück für Österreich als Bundespräsident von Österreich prolongiert.

Zum Glück? Natürlich.

Deshalb bitte ich jeden FPÖ- und speziell Hofer-Fan um ein paar Minuten, damit er oder sie diese Zeilen geistig inhaliert.

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Warum ist ein Rechtsdemagoge (außer dem mehr als fragwürdigen ideologischen Hintergrund der Protagonisten) schlecht für die Zukunft?

.) Wirtschaftspolitik

Beim Beispiel „FPÖ“ kann man sich festlegen.
In den letzten Jahren, und auch 2000-2006 bewiesen, stellt man ausnahmslos ein Stimmverhalten fest, dass den Reichen half.

Ob im EU-Parlament, im Nationalrat und auch in den Landtagen, wie vor zwei Wochen in Niederösterreich wieder: Als deklariert Wirtschafts-liberale Partei stimmte die FPÖ ausnahmslos gegen Anträge für Reichensteuern, transparentere Steuergerechtigkeit und Verteilung von oben nach unten.
Auch war sie sehr flott, mit der ÖVP zusammen (gut, diese IST ja als Unternehmerfraktion bekannt) die Mindestsicherung für alle in Niederösterreich auf ein unzumutbares Maß zu kürzen.

Ausreden, man „hätte ein anderes, besseres Modell im Visier“, sind mehr als zynisch.

Schließlich haben MindestsicherungsbezieherInnen bis zu den ominösen „Verbesserungen“ nichts davon, müssen noch mehr von der Hand im Mund leben.

Und konkrete Vorschläge zur Verbesserung waren noch keine zu hören.

Die FPÖ (als auch die Republikaner, Front National etc.) denkt, nimmt man die psychologischen Parameter zur Hand, egoistisch.

Wie in anderen Parteien zwar auch, sitzen gerade bei den Rechten in den Parlamenten, ausgeprägte Egomanen (-Innen sucht man mit Mühe), denen es um Profit geht.
Optimalerweise persönlicher Profit.

Wundert es eigentlich keinen FPÖ-Fan, dass die Blauen den höchsten Anteil an Unternehmern in den eigenen Reihen der Abgeordneten stellt?
Na sicher werden diese für „den kleinen Mann“ arbeiten, ganz bestimmt…

.) Umwelt

Die ganze Welt hat ein dickes Problem, den Klimawandel und den damit einhergehenden galoppierenden Treibhauseffekt.

Nicht nur, dass Stoffe wie CO2, Ammoniak, Methan und viele andere Treibhausgase sukzessive stärker in die Atmosphäre geblasen werden und die Heizung in einem kaum mehr rückgängig machbaren Prozess für den Planeten weiter aufdrehen, ist die Mär vom ewigen Wirtschaftswachstum und dem schnellen Geld das Letzte, was wir alle brauchen.

Natürlich sprechen sich Rechte am Globus gegen einen Klimawandel aus (der in unzähligen Studien schon bestätigt ist und sich, nimmt man Prognosen aus der Jahrtausendwende her, schlimmer als befürchtet darstellt), denn es gibt natürlich mit Reduzierung von Brennstoffen, Umsätzen, Gewinnen und Verarbeitung von Ressourcen weniger Geld zu verdienen.

Nur hilft es nichts, wenn der oben beschriebene Egoismus nationaler Natur eine Abschottung will: Das Klima kennt keine Grenzen, die fürchterlichen Auswirkungen der Zukunft werden vor keiner Region der Welt Halt machen.

Zukunft kann nur globales Miteinander heißen und kein „Sollen doch die Anderen damit beginnen“.

Ansonsten gibt es als Konsequenz schon in nächster Zukunft eine Flüchtlingswelle, deren Ausmaß alles bisherige zusammengezählt in den Schatten stellt.

Wenn die Menschen keine Heimat mehr haben, weil diese überschwemmt ist, werden sie das Wirtschaftswachstum nicht essen können.

.) Nationalismus

Wir alle, ausnahmslos, sind Globalisierung!

Während wir vielleicht zetern, dass wir höhere GIS-Gebühren oder Steuern zu berappen haben, quetschen wir für niedrige Preise die dritte Welt aus.

Während sich viele neidisch ärgern, warum denn der Nachbar Geld für einen Urlaub hat, man selbst aber nicht, verdursten wiederum viele Menschen auf der Welt oder sterben an Cholera, weil sie keinen Zugang zum Trinkwasser haben.

In unserem kleinbürgerlichen Etwas glauben wir, doch vorbildhaft zu handeln, während wir beim H&M, Kik, C&A etc. billige Fetzen kaufen, von Kinderhänden in Sklavenarbeit gefertigt.

Wir spielen auf Konsolen, deren Innenteile Ressourcen aus armen Ländern sind.

Fahren in ärmere Länder auf Badeurlaub und spielen die Götter der Welt.

Mittlerweile wird die Situation in riesigen Bereichen der Erde immer prekärer.

Dass dort Menschen leben, die nichts Anderes als ein menschenwürdiges Leben, vielleicht auf unserem Niveau, führen wollen, ist uns egal.

Mia san mia!

Nur funktioniert das nicht auf Dauer.

Heute ist man in 24 Stunden auf beinahe jedem Fleck des Planeten, konsumiert Waren, die um die Welt gereist sind, sieht Nachrichten auf Mausklick, die Sekunden vorher auf der anderen Seite der Erde geschrieben wurden, erzielt Dividenden auf Grund von Firmenpleiten in Übersee etc.

Wir alle sind längst schon Globalisierung!

Sich also „wir brauchen keine Ausländer“ oder „Grenzen dicht, wir bleiben unter uns“ denken…Leute, das ist so kurzsichtig, dass einem die Worte fehlen.

Die Menschheit vermischt sich, in jedem Land der Erde!

Sich davon ausschließen würde Isolation auf allen Ebenen bedeuten!

Triviales Beispiel: Wenn ihr Rechtswähler doch so bewusst national denkt, verzichtet bitte in Zukunft auf Bananen, Zitrusfrüchte, Kokosdrinks, Vodka, Whisky, viele Biersorten, Fleisch in Übermengen, Fernseher, Kleidung, Wohnung (wurden meistens von Migranten erbaut), kurz das Leben.

Ob ihr wollt oder nicht: Eure naiven Träumereien von wegen „Jeder bleibt unter sich“ sind Vergangenheit und nicht mehr wiederkehrend!

.) Das Hauptproblem – eure Unzufriedenheit

„Rot/Grün ruiniert uns“
„Asylinvasoren“
„Warum haben Flüchtlinge Handies?“
„Linke Meinungsdiktatur“
„Das Establishment“

Es gibt derartig viele widersinnige Schlagworte und -sätze im rechten politischen Spektrum, dass es alle Rahmen eines Artikels sprengen würde, auf alles einzugehen.

Nur: JEDE Regierung auf der Welt lebt vom Kompromiss, außer es ist eine Alleinregierung.
Eine Koalition bedeutet auch, faule Kompromisse eingehen zu MÜSSEN!

Dazu kommt, dass es bei jeder politischen Entscheidung, ob im kleinen Rahmen der Familie, als auch im großen, bei Entscheidungen des Bundes, Profiteure und Leidtragende gibt.

Wenn ihr nicht zufrieden seid, reflektiert euch doch mal selbst: Seid ihr sozial genug, dass ihr zumindest in eurem Umfeld helfend tätig seid?

Natürlich wird jetzt jeder „ich schon, denn ich mach …“ darauf antworten, wo wir zum nächsten kontraproduktiven Phänomen kommen: Neben dem ausgeprägten Egoismus (der nicht funktionieren kann), der Unzufriedenheit inklusive des korrelierenden Neides („warum hat der ***, während ich mir das nicht leisten kann?“) kommt zwingend die mangelnde Selbstreflexion.

Fiel euch noch nie auf, dass bei der FPÖ stets und ohne Ausnahme „die Anderen“ schuld sind an der eigenen Unzufriedenheit?

Wenn euch euer Job nicht gefällt, und ihr ihn nur macht, damit ihr Geld verdient: Bildet euch weiter!
Wenn euch euer Besitz zuwenig ist, weil andere etwas haben, was man selbst gerne kaufen würde? Dann überlegt, was ihr von eurem Besitz wirklich braucht.
Wenn ihr verlassen oder geschieden wurdet: Denkt nach, was ihr selbst falsch gemacht habt.
Wenn ihr Flüchtlingen mißgünstig entgegensteht: Wollt ihr wirklich tauschen mit einem Flüchtling? Eure Familien und die Heimat für eine ungewisse Zukunft mit kaum Perspektiven verlassen?

Hört endlich auf, immer die Schuld bei anderen zu suchen.
Beendet eure Unzufriedenheit und seid doch mal einfach dankbar.
Stoppt die Empörung über andere, und konzentriert euch mal auf euch selbst.

Und werdet vernünftig.

Denn wenn alle auf der Welt „Mia san mia“ denken würden, hätte niemand etwas davon.
Es wäre nämlich wieder Kriegszeit, und zwar wesentlich grausamer und brutaler, als wir uns Kriege (trotz des Holocaust!) vorstellen können.

Liebe Menschheit, und zwar „links“ wie „rechts“: Wenn du dich nicht endlich zusammenreißt und lernst, was „Solidarität“ bedeutet, wird dir der Planet um die Ohren fliegen!
Garantiert!

Und deshalb gehören einer neonazistischen FPÖ alle Grundlagen entzogen, weil ihr Tun nicht förderlich für eine Gesellschaft der Zukunft ist, sondern schädlich.

Wir alle leben in einem Boot, wollen nur in Frieden leben.
Ich denke, da sind wir uns einig.

Also steuern wir dieses Boot doch mal gemeinsam, sodass es endlich mal in ruhige, friedliche Fahrwasser gerät!

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Aufruf zum Boykott der Demo am 3.12.!


Das rechte Spektrum der politischen Ebene hat vielerlei Gesichter.

fuck-hofer

PEGIDA, Identitäre, Burschenschaften, FPÖ, Kronen-Zeitung…eine mannigfaltige Bewegung in Richtung 1930er-Jahre des letzten Jahrhunderts (vom gesellschaftlichen Modell bis zur Aggression) hat sich dank des Dornröschenschlafs unserer Behörden in den letzten 30 Jahren etabliert.

Soweit, so schlecht.

Auch die Gegenseite hat sich inzwischen positioniert, in unzähligen Gruppierungen, die zwar meist demokratisch und humanitär denken, manchmal aber dilletantisch und kontraproduktiv ihr Ziel verfolgen und damit der Gegenseite einen Gefallen bereiten.

An dieser Stelle ist „die neue Linkswende“ zu nennen.

Ein Haufen selbsternannter Linker, die in jugendlichem Übermut vorher handeln und erst später den cerebralen Komplex zwischen ihren Schultern benutzen.

So schon bewiesen im Juli des heurigen Jahres, als die „Linkswende“ in einem Anfall größtmöglicher Naivität die Niederschlagung des (wahrscheinlich gefakten) Putsches in der Türkei mittels einer Demo bejubelte.

Wäre ja nicht so schlimm gewesen, hätten sie nicht zusammen mit den „grauen Wölfen“, ihres Zeichens die Verteidiger Erdogans und damit Vertreter eines diktatorischen Regimes, diese Demonstration abgehalten.

Durch ihre Naivität – ich behaupte jetzt mal „Dummheit“ – wurde die „Linkswende“ so zur Marionette von Ultrarechten und erzielte das genaue Gegenteil ihrer Ambition.

http://wien.orf.at/news/stories/2786456/

Es geht aber noch „besser“.

Diesen Samstag, am 3. Dezember 2016, also am Vortag der Wahl zum Bundespräsidenten, ruft die „Linkswende“ die Menschen auf, „Fuck Hofer“ durch die Gassen zu schreien.
Durch die Gassen der Innenstadt, mit größtmöglichem Lärmpotential.

Tausende Aufrufe roter, grüner, liberaler Menschen, auch die Distanzierung Alexander Van der Bellens…nichts nutzt, sie halten stur an dieser Demonstration fest.

Dass diese Demo maximalst ausgeschlachtet werden kann und im worst case sogar die Wahl zu Ungunsten Van der Bellens entscheiden könnte?
Scheiß drauf, sie wird trotzdem veranstaltet…

Und so rechtfertigt sich diese in allen Belangen strunzdumme Gruppierung für diese Demo, die sie dem Widerstand zum Trotz erst recht veranstalten will:

http://linkswende.org/fck-hofer-protest-vor-der-wahl-was-wir-damit-erreichen-wollen/

Deshalb der Aufruf an alle Unterstützer Van der Bellens, echte Linke, Gegner des rechten Faschismus:

Boykottiert diese Demo!

Wenn die Krawallskis der „Linkswende“ alleine dort stehen, haben wir, die wir demokratisch Hofer und seine Nazifreunde verhindern wollen, ein Zeichen der Vernunft gesetzt.

Ansonsten könnte sich die „Linkswende“ als Zünglein an der Waage etablieren, und entscheidend FÜR Hofer demonstrieren, indem sie ins offensichtlichste Fettnäpfchen der zweiten Republik nicht treten, sondern mit Bauchfleck reinspringen.

Also, „Linkswende“, macht der humanistischen Welt einen Gefallen: Sagt diese Demo ab!
WIR werden auf jeden Fall diese vertrottelte Veranstaltung nicht einmal ignorieren.

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4. Dezember – Österreich ein Nazi-Land oder nicht?


Das hier, verehrte LeserInnen, ist das berühmte Stück „Der Herr Karl“.

Helmut Qualtinger persiflierte den klassischen Österreicher damaliger Zeiten, unverändert zu heute.

Mit ein paar „klitzekleinen“ Unterschieden: Im Gegensatz zu früher gibt es keine Hyperinflation, keinen Hunger, keine Not in diesem Land.

Trotzdem herrscht mieselsüchtiges Verhalten allem Fremden und Widersprechendem, allerorts.

Menschen, die heute meist mit Autos, gut eingerichteten Wohnungen oder Häusern, Jobs, Freizeitgestaltung, Handies, Fernsehern, Internet, Konsolen usw. ausgerüstet sind, also eigentlich viel mehr besitzen, als man zum Leben braucht, sprechen von „linksgerichteter Diktatur“, bezeichnen liberale Menschen als „Kommunisten“, desavouieren alle seriösen Medien, benennen flüchtende Menschen als Ungeziefer, wollen wieder „einen starken Mann“.

Ignorant nur genehme Nachrichten konsumierend, oft aus untersten sozialen Schichten stammend, sogar zahlreich Mindestsicherung kassierend, mißgönnen sie allen anderen den Dreck unter den Fingernägeln.

Deren Idole leben es vor: Stellt ein/e JournalistIn eine kritische Frage, wird aggressiv attackiert.
Ob es der Gegenkandidat ist, die Presse selbst, Andersdenkende…NLP-geschulten Unmenschen ist kein Mittel zu derb, um den eigenen Heiligenschein auf Kosten anderer gewahrt zu wissen.

Sie lernen es in der Partei-eigenen Akademie.
Wie man Gespräche zerstört, den Gegner im Dialog entnervt und kaltstellt:

nlp

Kritik, auch, wenn sie noch so sachlich formuliert wird, wird entweder in den sozialen Medien gelöscht, oder (wie in unzähligen Debatten der letzten Tage) der Kritiker wird diffamiert.

Sie tragen Kornblumen, identifizieren sich also mit den Nationalsozialisten der 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts.
Sie wollen die gesamte Macht (Norbert Hofer auf einer Wahlveranstaltung im April sinngemäß: „Wenn ich Präsident bin, Heinz-Christian Strache Kanzler, und wir auch den ersten Nationalratspräsidenten stellen, wird aufgeräumt“, hetzen gegen andere Ethnien vor Publikum,

hier ist übrigens eine Anzeige von mir gegen Manfred Haimbuchner an die Staatsanwaltschaft gegangen (sowie ich News habe, informiere ich), sie beleidigen Auschwitz-Überlebende wie die viral verbreitete Frau Gertrude, ihnen ist inzwischen kein Mittel zuwider, um die Macht zu erlangen.

 

Also, Österreicherinnen und Österreicher: Am Sonntag habt ihr vielleicht zum letzten Mal für länger die Möglichkeit, die Nationalsozialisten Hofer, Strache, Kickl, Haimbuchner, Höbart, Gudenus, Abzwerger, Deimek, und wie sie alle heißen, zu verhindern.

Wird Norbert Hofer Bundespräsident, hat die zweite Republik dauerhaft Schaden genommen, unter Garantie!

Nur gegen Ausländer sein (und das oft unverblümt und hasserfüllt), „Law & Order“ für alle, die nicht mit dieser Proletenpartei mitbrüllen…das ist keine Parteilinie, das ist eine immer offener werdende Drohung gegen die demokratischen Strukturen in unserem Land.

Hofer hat schon längst die Maske des „freundlichen Menschen von nebenan“ fallen lassen, wurde immer wieder seiner NLP-Tricks entleibt und entpuppte sich dadurch auf der Stelle als aggressiver Machtmensch, dem jedes Mittel recht ist.

So jemand als oberster Repräsentant des Staates wäre der Anfang vom Ende der zweiten Republik.

Ohne Schwarzmalerei.

Also, geliebtes Österreich: Bist du ein Nazi-Land oder nicht? Entscheide dich am Sonntag!

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