Rund um die Welt – die Route (1)


Um den Planeten zu gehen kostet Zeit und Nerven, das ist gewiss.

Die Erde bietet in all ihrer Vielfalt Gebiete, denen man möglichst ausweichen oder zumindest gut präpariert begegnen sollte.

Vorteil meines Unterfangens: Ich starte am schönsten Platz des Globus, in Mitteleuropa!

Zum Vorteil gereicht mir, in der ersten Zeit, der Gewöhnungs-Phase, inmitten einer intakten Zivilisation unterwegs zu sein.
Europa ist dicht besiedelt und infrastrukturell nahezu perfekt.

Die ersten Monate werde ich also in Ruhe die neue Situation kennenlernen, weshalb das Frühjahr durch die angenehme Witterung ein zusätzliches Plus ist.

Alle paar Kilometer erreiche ich eine neue Ortschaft, die im Fall der Fälle Versorgung, Wasser und (für meine Berichte) auch WLAN bietet.
So kann ich mich getrost erstmal den Umständen widmen, die sich in meiner Psyche auftun werden.
Der Verlust der Heimatgefilde wird mir sicher zu schaffen machen, da mache ich mir nichts vor.

Wie wird die Route aber verlaufen?

Die erste Etappe, schon im Detail ausgearbeitet (Änderungen können sich spontan immer ergeben, schon alleine wegen politischen Umständen, die in zehn Jahren ständig wechseln), geht also zur kirgisischen Grenze.
Kirgisistan ist eine ehemalige Sowjetrepublik und die Ostgrenze zur Wüste Gobi und dem riesigen chinesischen Reich.

Bis dahin habe ich schon die zähe Ödnis des gigantischen Kasachstan hinter mir, sollte also schon längst auf Widrigkeiten eingestimmt sein.

Wenn ich (wahrscheinlich Ende) April losmarschiere, ist es zu Beginn recht einfach:

Von Wien marschiere ich Richtung Osten, nach Bratislava.
Diese erste kleine Etappe sollte mich eine Übernachtung im Zelt kosten, um mich einzustimmen.

1Durch die halbe Slowakei geht es bis Lucenec, wo die Richtung einen leichten Südknick Richtung Ungarn macht.
Es wird wieder ein wenig Zeit brauchen, bis ich die Stadt Gyöngyös (32.000 Einwohner) erreiche.
Von Gyöngyös geht es wieder ostwärts, durch Debrecen, bis ich die rumänische Grenze erreiche.
Rumänien wird an der Nordflanke begangen, durch Satu Mare und Radauti.

Das erste Stück befinde ich mich also in sicherem EU-Gebiet, wo kaum mit Gefahren zu rechnen ist.
Weder die Witterung noch die Natur selbst sind auf diesem Weg in irgendeiner Weise gefährlich.
Damit auch kriminelle Menschen eher keine Lust auf meine Person haben, wird die Ausrüstung stets am Minimum gehalten.

Dann jedoch wird es spannender: Moldawien, das Armenhaus Europas, wartet auf mich.
Von Rumänien an will ich verstärkt die Armut der Menschen in den Fokus meiner Dokumentation nehmen, um auf die Zustände aufmerksam zu machen.

In der Republik Moldau wird als erste Hauptstadt Chisinau anvisiert.
Bin gespannt, was mich dort wirklich erwartet. Bin auf erschreckende Bilder gefasst und hoffe, dass es mich nervlich nicht so belastet (immerhin ist dies erst der Beginn der Reise).

Das schwarze Meer ist nächstes Ziel.
Dafür dringe ich in die Ukraine ein.
Odessa, die berühmte Hafenstadt, wird eines der ersten Punkte meiner Reise sein, auf den ich mich freue.

Nördlich des schwarzen Meeres, natürlich mit Umgehung der momentan politisch brisanten Krim, geht es weiter Richtung Osten, bis ich Rostow in Russland erreiche.

Zu Bedenken: Ab Moldawien wird die Zivilisation spärlicher werden, das Land aber weiter.
Wenn ich bis dahin noch nicht routiniert genug bin, habe ich mich zu sputen, denn die Weite der Länder Russlands und Kasachstans könnten eine große Gefahr darstellen.
Es muss nur irgendetwas geschehen, mit dem man nicht rechnet.

Umknöcheln reicht völlig, um mich vor Probleme zu stellen.

Durch Kalmückien und Astrachan geht es bis zum Kaspischen Meer, von wo ich zum ersten Mal im riesigen Land Kasachstan sein werde.

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Die Weiten der kasachischen Steppen…ehrlich gesagt bin ich sehr gespannt, was mich dort erwartet!
Kasachstan mit seiner Landschaft ist eine der Gegenden, die mich am eurasischen Kontinent faszinieren.

Zuerst geht es nordöstlich nach Aktobe, bis es mich wieder nach Osten (leicht Ost-Süd-Ost) verschlägt.
Dabei passiere ich die Aralsee, eines, wenn nicht das größte Mahnmal menschlicher Umweltzerstörung.
Über diesen Ort werde ich mit größtmöglicher Detailverliebtheit berichten.

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Nach Taschkent (Hauptstadt von Usbekistan) – ich werde also an der südöstlichen Grenze Kasachstans das Land verlassen – begebe ich mich schließlich nach Kirgisien, wo das erste (gefährliche) Highlight der Reise auf mich wartet: die Westseite der Wüste Gobi, mit Temperatur-Extremen, die sich gewaschen haben…

Teil 2 folgt…

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