Alte Nazis, neue Nazis, Unterwanderung…und die FPÖ


Seit dem ersten Tag von Schwarz…pardon, Türkis-blau kann man gewisse Verbindungen der FPÖ zu bedenklichem Gedankengut nicht mehr ohne Schwierigkeiten leugnen.

Die Zahl offener und verschlüsselter Aussagen („konzentriert“ von Kickl) wächst ins Unermessliche, nicht ein einziger FPÖ-Mandatar wirkt, als wäre er liberal.

Schon Hans-Henning Scharsach hat mit seinen zwei sensationell ausrecherchierten Büchern die Netzwerke dieser Partei schonungslos und mit Fakten belegt aufhorchen lassen.

Hier kann man die Bücher übrigens bestellen: „Strache – im braunen Sumpf“ „Stille Machtergreifung – Hofer, Strache und die Burschenschaften“

Beide Bände sind als Lektüre unbedingt zu empfehlen, will man sich ein objektives Bild dieser Partei inklusive ihrer Verflechtungen machen.

Besonders das zweite Buch von Scharsach zeigt unverblümt, welche Pläne diese Partei im Geheimen pflegt: Man unterwandert den Staat, sodass beim Aufpoppen der wahren Absichten Gegenwehr der Zivilgesellschaft kaum noch in Betracht gezogen werden kann.
Widerstand gegen die perfiden Absichten könnte in Kürze strafbar sein, aber dazu später mehr.

Das Bild dieser Regierungspartei ist sowohl national als auch international verheerend:

Seit dem 18. Dezember, der offiziellen Angelobung dieser Regierung, bewies die FPÖ mit geradezu absurd hoher Geschwindigkeit die Thesen von Scharsach: Es wurde gnadenlos umgefärbt.

Nebenbei werden die etablierten Medien mit einzigartiger Hinterlist systematisch desavouiert, um deren Objektivität mit der Zeit zu FPÖ-naher Berichterstattung zu zwingen.
Entweder, indem man Druck erzeugt, oder indem auch diese umgefärbt werden.

Gipfel dessen dieser Tweet von Helmut Brandstätter, Chefredakteur des „Kurier“:

Ursache dessen war eine Entgleisung von Martin Glier, seines Zeichens Pressesprecher des Vizekanzlers, HC Strache.
Dieser attackierte Brandstätter als „Blutzeugen“ (glasklare Nazi-Diktion) und verlinkte dazu einen Eintrag der Holocaust-leugnenden und unverblümt Nazi-Ideologien verbreitenden „Metapedia“, einer rechtsextremen Wiki, die Geschichtsrevision betreibt, nicht nur den Holocaust leugnet, sondern auch deren Protagonisten Himmler, Heydrich, Eichmann und Co. in Schutz nimmt.

So eine Seite betritt man nicht per Zufall.
Wenn doch, ist man für eine hochdotierte Position als Pressesprecher des Vizekanzlers schlicht nicht geeignet.
Beides bedenklich.

Natürlich kam von Seiten der FPÖ kein „Entschuldigung“, wobei ein „mea culpa“ fast schon zuwenig ist.
Freilich empörten sich sofort namhafte FPÖ-Politiker über die „linke Hetze“, ein Kniefall vor den AnhängerInnen.

Gut, ich für meine Person zeigte Glier für die Verbreitung von neonazistischen Schriften an und bekam bestätigt, dass diese Anzeige an den Verfassungsschutz weitergeleitet wurde.
Man darf gespannt sein.

Heute, am 11. des Monats, häuften sich schon wieder unzählige Indizien zu gefährlichen Netzwerken und Ideologien an.
Nachdem im Januar schon etliche „Einzelfälle“ publik wurden, scheint es, als würde die FPÖ nun völlig ungeniert ihrem brandgefährlichen Tagewerk nachgehen.

Die Landbauer-Affäre war noch nicht mal verdaut, der „Asylwerber konzentrieren“-Sager von Kickl kaum geschluckt, werden im Stakkato weitere Merkmale einer eindeutig der Wiederbetätigung nahen Partei offenbart.

Darunter die Angelobung von Heinrich Sickl als Gemeinderat in Graz.
Sickl ist Freund des mehrfach wegen Wiederbetätigung in Haft gewesenen Franz Radl, seines Zeichens enger Kamerad des berüchtigten Gottfried Küssel und Freund von Gerd Honsik.
Ein Abgeordneter mit eindeutigen Referenzen zur staatsfeindlichen Küssel-Clique sitzt nun also in Graz im Gemeinderat.
Die Fans sind noch immer nicht besorgt…

Unrühmlicher Höhepunkt im bisher noch kurzen Monat ist die Causa „Abwerzger“.

Markus Abwerzger, seines Zeichens Spitzenkandidat der FPÖ bei der Tiroler Landtagswahl, wurde vom ORF Tirol beim Wahlkampf begleitet.

Dieses Video löste Empörung auf allen Seiten aus:

http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1300/71280/ZIB-1300/13964759/Eklat-um-FPOe-Politiker/14238165

Wie völlig zu Recht das Verhalten des ORF-Tirol kritisiert wird, lässt sich ein Fakt jedoch nicht aus der Welt schaffen.
Es ist leicht in den sozialen Medien nachzulesen, wie sich etliche FPÖ-Politiker über den ORF echauffieren.

Kein Einziger aber distanziert sich von den Aussagen des 86-jährigen Nazis!

Nun denn, das überrascht jetzt nicht sehr.

Vielmehr überrascht es noch immer, wie schnell gewisse Causen vergessen werden ob der Unzahl der FPÖ-Skandale: Es wurde der Fokus von den Burschenschaften genommen.

Christian Höbart, seines Zeichens fragwürdig durch den „Höhlenmenschen“-Sager berühmt geworden, ist sich selten zu schade, meine Tweets zu beantworten.
Auch bei der ORF-Causa bemüßigte er sich, als Antwort meiner Aussage auf Facebook, dass ich nur ein paar Tage auf Abwerzgers glaubwürdige Distanzierung warte – hier nachzulesen – nur den ORF (Originalzitat: „Rotfunk“ – der ORF Tirol ist jedoch tiefschwarz) anzuprangern.

Jetzt wurde ich dann doch neugierig ob Höbarts Burschenschafts-Hintergrund.

Christian Höbart ist Mitglied der Burschenschaft „Tauriska zu Baden“.

Wie so ziemlich jede deutschnationale Burschenschaft des Deutschen Burschenschaft (der die F-Burschis ausnahmslos angehören) trommelt auch diese in hübscher Regelmäßigkeit im Internet für seltsame Agenden.

Interessant wurde es dann jedoch, als ich mir den Instagram-Account der „Tauriska zu Baden“ ansah.
Ab da hatte diese Burschenschaft, wie auch alle Anderen, meine Aufmerksamkeit gewonnen:

 

Das erste Bild ist besonders interessant, da es von einem glasklaren Wiederbetätigungs-Account namens „Deutsche Weltanschauung“ gepostet wurde.
Dieser Account postet auf Instagram weitaus ärgere Bilder, aber jenes hier wurde von der Tauriska sogar geliked.
Die Burschenschaft ist aber nicht passiv gefolgt von „Deutsche Weltanschauung“, sondern aktiver Follower dieses Users.

Nebenbei folgt diese Burschenschaft einigen bedenklichen Leuten, denen man wahrscheinlich recht einfach Wiederbetätigung nachweisen könnte.

Aber nicht nur die „Tauriska“, auch die „Marko Germania Graz“, die Schwesterburschenschaft von Norbert Hofers Pinkafelder Filliale, „glänzt“ mit eindeutigen Botschaften:

 

„Die Kunst des Krieges“ in einem Lesekreis macht stutzig, ist das Buch doch ein recht bekannter militärischer Taktik-Guide.
Die „Finis Germania“ ist ein äußerst interessantes Buch, um Relativierung des Holocaust und totalitärer Gedankenwelt zu betreiben.

Darunter finden sich Zitate wie: „Auschwitz […] zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“ – https://de.wikipedia.org/wiki/Finis_Germania

Daneben gibt es noch zwei interessante Web-Sümpfe, in denen sich FPÖ-Politiker und Anhänger gerne bewegen: „VK.com“, ein russisches Social-Media-Portal, wo oft ungeniert Nazi-Tum verherrlicht wird.
Und natürlich das Darknet, worüber ich mich ein anderes Mal äußere.

Ein Beispiel ist Werner Königshofer.
Wegen nationalsozialistischer Umtriebe schon einmal von der FPÖ ausgeschlossen, nicht als einziger.

Das ist sein Umgang auf „VK.com“, Gruppe „Steirische Patrioten“

Steirische Patrioten VK.jpg

Ich fordere daher, trotz all der Unterwanderung der FPÖ in alle Institutionen des Staates, ultimativ den Verfassungsschutz auf, die FPÖ und die Burschenschaften gründlichst zu durchleuchten.

Ohne Hausdurchsuchungen und PC-Beschlagnahmungen wird es nicht mehr gehen, das Netzwerk ist eindeutig feststellbar.

Wenn der Verfassungsschutz nicht sofort aktiv wird, kann es zu spät sein, denn vergessen wir nicht: Auch die Nominierungen der FPÖ als Verfassungsrichter sind eindeutig dem rechten Rand zuzuordnen, siehe Andreas Hauer.

Österreich steht mittlerweile an der Schwelle zum deutschnationalen Unrechtsstaat.
Schon wieder! Und diesmal von einer von begünstigten Medien wie der „Kronen-Zeitung“, „Österreich“, „unzensuriert“ etc. vergifteten Gesellschaft freiwillig gewählt.

 

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2 Antworten zu Alte Nazis, neue Nazis, Unterwanderung…und die FPÖ

  1. Bruno Mangweth schreibt:

    Von diesem unterwandernden Treiben dieser blauen Braunhemden warnte ich schon immer. So langsam besetzten sie die Schlüsselrecourcen im Staate, somit ist dem rechten Treiben Tür und Tor geöffnet!

  2. Gerald Kitzmüller schreibt:

    Sehr geehrter Herr Hauser,

    noch vor einer Woche entnahm ich Königshofer aus der offiziellen Landesliste der FPÖ Tirol.
    Jetzt nochmal nachgesehen, stelle ich fest, dass Königshofer tatsächlich nicht mehr aufscheint.
    Ist mir ehrlich ein Rätsel, dem ich morgen gleich nachgehen werde.

    Danke für die Information und gute Nacht!

    Gerald Kitzmüller

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