Eine Gefahr namens „Kurz“


Die zweite österreichische Republik steht, daran besteht für mich kein Zweifel, vor ihrer härtesten Prüfung.

Sebastian Kurz, selbsternannter Heilsbringer, schickt sich an, ab dem 15. Oktober die Regierung zu leiten.

team-kurz

Man mag sich fragen, warum ich so einen reißerischen Titel wählte, wo er doch nichts mit den gefährlichen Burschenschaften und den Neonazis dahinter – allesamt Unterstützer der vermeintlich weit demokratiefeindlicheren FPÖ – zu tun hat.

Denen, die diese (verständlichen) Zweifel hegen und empört die Stirn runzeln, möchte ich erklären, warum Sebastian Kurz die größte Gefahr seit 1945 darstellt.

.) Der allgemeine Rechtsruck

Durch die „Flüchtlingskrise“ 2015 wurde verstärkt ein ausländerfeindlicherer, unmenschlicherer, besorgniserregenderer Ton wahrgenommen.
In Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien…einerlei, welches Land man hervorhebt, der Rechtsruck in den bisher stabilen Demokratien dieser Welt ist offensichtlich.

Da sich durch den Siegeszug des Internet nun Hinz und Kunz erwählt fühlen, subjektive „Wahrheiten“ in das WWW zu spülen, wächst einhellig die Verunsicherung unter den Bevölkerungen der Welt.

„Die nehmen uns alles weg“, „Die können sich nicht integrieren“, „Die wollen es sich nur in unserem Sozialsystem einnisten“, „Die sind eine Gefahr für die Frauen“ usw.
„Die“ war schon immer austauschbar, je nach Abneigung und Ära.
Waren es früher Gastarbeiter aus dem früheren Jugoslawien, sind es heute TürkInnen oder Muslime.

Menschen lassen sich leicht ängstigen, wie wir wissen.
Das Internet und die sozialen Medien dienen als Trigger für Angst und Abscheu anderen gegenüber, man wähnt sich als letztes Bollwerk von Anständigkeit und Güte, nichts ahnend, dass man mit jedem Teilen und Kommentieren nur willfähriges Werkzeug derer ist, die sich durch die Hysterie etwas versprechen.

Meist ist es Macht.

Sebastian Kurz weiß das, weshalb er seinen Schwenk von vor einigen Jahren vollzog und plötzlich nur noch von „Mittelmeer-Route sperren“, „Balkan-Route sperren“, „härtere Strafen“ etc. schwabuliert.

Diese Verhaltensmuster kennt man von Opportunisten und Populisten.
Alles nicht neu.

Es summieren sich jedoch Faktoren, die weitaus mehr Gefahrenpotential besitzen als der durchschnittliche Populist á la Strache.

.) Sein Team

Nein, ich meine nicht die Grünbergs, Taschners dieser Welt, neu rekrutiert und eigentlich nur populistisches Mittel zum Zweck.

Gemeint sind Justizminister Wolfgang Brandstetter, Innenminister Wolfgang Sobotka, Finanzminister Hans Jörg Schelling, Mastermind Wolfgang Schüssel etc.

Befürworter einer Orwell’schen Gesellschaft, hysterisch von „Sicherheit“ faselnd, und doch nur mit einem (offensichtlichen) Ziel ausgestattet: Generalüberwachung der Bevölkerung inklusive dem passenden Generalverdacht.

Diese MANNschaft giert nach all unseren Konversationen, denn schließlich könnten wir ja früher oder später etwas Kritisches gegen diese Mitglieder der Regierung über den Äther schicken.
Da der Begriff des „Gefährders“ ein dehnbarer ist, könnte man sich schnell auf einer derartigen Begrifflichkeit wiederfinden, ginge der Plan dieser Verächter der Verfassung auf.

Psychopathen wie Wolfgang Sobotka, wundersamerweise nicht auf dem Sitz einer Anklagebank durch vergessene Skandale wie der Tullner Gartenmesse oder der verspekulierten Wohnbaumilliarde, würden gerne ÖVP-kritische Stimmen verstummen lassen.

Anders ist dieser Wahn nach Generalüberwachung kaum zu bewerten.

Aber der dritte Punkt zeigt mir die Gefahr von Sebastian Kurz in persona:

.) Seine Rücksichtslosigkeit

Betrachten wir mal die Mannen und Frauen der ÖVP-Abgeordneten.

Ob Bauernbündler, IV-Vertreter, allesamt sind sie die Repräsentanten einer Partei, die sich stets durch Machthunger und gnadenloser Interessensvertretung verdingte.

Allesamt Alpha-Tiere, sonst würden sie nicht in den Parlamenten oder Landtägen sitzen.
Menschen, die nach oben wollen.
Menschen, die etwas zu sagen haben wollen.

Selbstverständlich findet sich diese Gattung unter uns Menschen in jeder Fraktion, in jedem Verein, in jeder größeren Firma.
Die Emporkömmlinge dieser Welt sind meist nur eine pickelharte Hülle, während der eigentliche Inhalt dünn ausfällt.

Sebastian Kurz kam quasi aus dem Nichts.

Mit siebenundzwanzig Jahren wurde er Außenminister, ohne fertigem Studium, als einzig für die Öffentlichkeit wahrnehmbare „Leistung“ konnte man das unsägliche „Geilomobil“ im Wiener Gemeinderats-Wahlkampf 2010 mitbekommen.

Glaubt einer der LeserInnen hier (hierfür ist es unerheblich, welcher Fraktion man zugetan ist), dass jemand mit derartiger Vita einfach so zu einem Posten wie dem Außenminister kommt?

Nein, natürlich nicht.

Otto Normalverbraucher würde keinen Sekretariats-Job finden, würde er einen Weg wie Kurz bei einem Vorstellungsgespräch vorweisen.

Die besondere Leistung, oder das spezielle Vermögen dafür, sie sind nicht vorhanden.

Manches jedoch muss man mitbringen, will man einen hohen Posten in der Politik bekleiden: Machthunger, Egomanie, Rücksichtslosigkeit.

Um mit 27 Jahren Außenminister in einer Partei von straffen Strukturen zu werden, bedarf es höchstwahrscheinlich nur einer Eigenschaft: stahlharte Ellenbogen, trainiert durch rücksichts- und gnadenloses Verhalten gegenüber den Konkurrenten.

Anders schafft man diesen Sprung nach vorne, trotz mangelnder Ausbildung und Erfahrung, nicht.

Deshalb wundert es nicht, dass er sich heuer anschickte, die ganze ÖVP zu übernehmen und ihr den „Meine Meinung ist alles, was zählt“-Anstrich zu verpassen – in diesem Fall eben türkis gehalten.

Es wundert auch nicht, dass er keine Konfrontationen annimmt, nie bei Ministerräten war, immer Strohmänner wie Sobotka vorschickt, oder gar Putsche über Parteifreunde (in dem Fall Reinhold Mitterlehner) anführt.

Stets unangreifbar im Hintergrund, das unschuldige Lächeln aufsetzend, den Sonnyboy mimend.

Wer „Game of Thrones“ mag, kennt diese Verhaltensweise von Petyr Baelish, genannt „Kleinfinger“.

Glaubt einer der AnhängerInnen von Kurz denn wirklich, dass dieser Mann nur, weil er so lieb schaut, das wurde, was er jetzt ist?

Und wenn Generalüberwachung, Spionagesoftware, Bundestrojaner etc. (wenn überhaupt möglich) als Mittel zum Machterhalt vorhanden sind, wird er andere Meinungen tolerieren, wenn er schon in der Partei die entfernen lässt, die ihm im Weg stehen?

Nein, sicher nicht.

Psychopathen mit Machthunger wie Kurz oder Trump scheren sich nicht um Menschen.
Wenn sie ihnen im Weg sind, werden sie zerstört.

Wir nähern uns einer brandgefährlichen Ära „Dollfuss 2“, wenn dieser Mann nicht an der Machtergreifung gehindert wird.
Mark my words!

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11 Antworten zu Eine Gefahr namens „Kurz“

  1. Josef Preyer schreibt:

    Schlecht geschrieben und dumm argumentiert. Den politischen Gegner Kurz als Psychopathen zu bezeichnen ist faschistoid. Ich mag ihn auch nicht, aber so stumpfsinnig kann man nicht argumentieren.

    • Gerald Kitzmüller schreibt:

      Wikipedia: Psychopathie

      Lernen Sie bitte die Definition eines Psyxhopathen.
      Und vergleichen Sie.

      LG

      • Bill schreibt:

        Mit dem „Geilomobil“ beeindruckte Er die Mädchen der Maturaklassen, Jetzt hat Er den Intregantenstadel ÖVP ausgemistet, aber als Kandesbunzler könnte Er sich nur an den, über seine Tränensäcke auf diem grosse Nase fallenden, HC klammern. Da sehe ich das ganze Konsortium bald fallen!

    • Herwig schreibt:

      Sie wissen scheinbar nicht was ein Psychopath ist. Sie wissen auch nicht was ein Faschist ist. Oder nein: Sie wissen es vermutlich ganz genau.

  2. Hermann schreibt:

    Also, es mag schon einiges an dem dran sein, was Sie da über Kurz schreiben, aber ihn als Psychopathen mit Machthunger mit Trump gleichzusetzen, finde ich, ist doch reichlich übertrieben.

  3. B.Ötsch schreibt:

    Es ist schon bemerkenswert, wie tief man in die Verleumdungskiste greifen müssen, um Kurz etwas entgegensetzen zu können:

    – Machthunger: Haha, einen Politiker ohne Machthunger, wo finde ich den: Kern etwa? der alle sozialistischen Prinzipien über den Haufen wirft, sich mit kriminellen Beratern umgibt, um Fakten zu verdrehen,,,

    – Außenminister ohne fertiges Studium: Ja klar, das ist schon ein gewaltiger Vorwurf. In die Politik dürfen doch nur Studierte, wir brauchen die akademische Elite in der Politik, alles Andere ist suspekt.

    – Kurz hat in der Flüchtlingskrise die richtigen Maßnahmen getroffen: Unter Anderem die Schließung der Balkanrute. Wenn das nicht passiert wäre, hätten wir noch um eine Million mehr Flüchtlinge im Land. Vielleicht wären sie nach Deutschland weitergewandert. Sicher ist das aber nicht. Was wäre denn die sozialistische Alternative gewesen? Alle unregistriert hereinwinken?

    Zum Abschluss den Satz, der wohl alles entlarvt :
    Psychopathen mit Machthunger wie Kurz oder Trump scheren sich nicht um Menschen.
    Wenn sie ihnen im Weg sind, werden sie zerstört

    Kurz mit Trump zu vergleichen ist schon eine ziemlich absurde Behauptung.

    • Katharina U. schreibt:

      Welche Überschätzung , sie glauben allen ernstes dass der Kurz die Balkanroute geschlossen hat!? 😂
      Und ja-irgendeine Ausbildung wäre schon nicht schlecht, irgend eine Leistung, bevor man über die Zukunft anderer entscheiden möchte!
      Welche Anmaßung dieses „rotzbuam“ 😤

    • Pipa schreibt:

      Stimmt – jeder maturant oder schulabgänger , der keine ausbildung hat, bekommt jobs in hülle und fülle. kurz fordert ausbildungspflucht … und er selber ?

  4. Gerald Hofer schreibt:

    Voll und ganz Ihrer Meinung, sehr klug und konsequent durchdacht. Eine schonungslose Betrachtung des „Wunderwuzzi“ Kurz, der brandgefährlich seine Thesen von Erneuerung immer wieder unter’s Volk streut. Was ist denn so schlecht gewesen all die letzten Jahre, in denen die ÖVP alle Bundesentscheidungen mitgetragen hat!
    Er hat die Frechheit sich hinzustellen und zu behaupten, daß nur ER wüßte wie alles besser würde, weil die bösen Flüchtlinge am Elend in Österreich schuld sind. Das ist Populismus par excellance und die Össis fallen darauf herein. Siehe Trump in US, was der aus dem Land gemacht hat? Für mich klar, Kurz = Nein danke

  5. Pingback: Dirty-Campaigning, made by ÖVP | Gerald Kitzmüller

  6. Pingback: Der Frosch im Wasserbad | Gerald Kitzmüller

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