BMGF – Ministry of silly reasons


ZUInzwischen ist hinlänglich bekannt, dass immer mehr Staaten (darunter Riesen wie Kanada oder die fünftstärkste Wirtschaftskraft der Welt, Kalifornien) Cannabis legalisieren.

Selbst die UNO gibt den „War on drugs“ wegen stursinniger Unsinnigkeit verloren.

Deutschland, regiert von einer repressiven CDU, gibt auch schon langsam klein bei und erlaubt Cannabis für medizinische Zwecke.

Hier in Österreich allerdings laufen die Uhren anders.

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Wie hierzulande gewöhnlich, knickt die Politik stets ein, wenn es um Interessen geht und produziert einen faulen Kompromiss für Lobbies nach dem Anderen.

Bei der Cannabis-Legalisierung ist unsere Politik schon seit Jahren auf einem Weg, der lächerlicher nicht sein kann.

Ein Beispiel sind die hiesigen Grow-Shops, die Hanfstecklinge und -samen verkaufen dürfen.
Ebenso alle möglichen Utensilien zur Cannabis-Zucht für zu Hause.

Warum?
Weil ein klassisches Larifari-Gesetz einen Graubereich an Markt zulässt, um wenigstens ein wenig Steuern einzusacken.
Schließlich darf man Cannabis-Pflanzen züchten, aber man darf sie nicht zum Blühen bringen…so wird zwar jedem im Lande die Zucht erlaubt, aber (wer wirklich glaubt, Menschen kaufen sich die Cannabis-Pflanze als Zierpflanze, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten) jeder Mensch, der dies macht, fällt in einen rechtlichen Graubereich und liefert sich der staatlichen Willkür aus.

Und so wurden die Growshops in der Anfangsphase regelmäßig durch Razzien belästigt und deren Kunden von den gegenüberliegenden Straßenseiten von den Behörden fotografiert.

„1984“ lässt grüßen…

Auf einem weiteren Schauplatz verdient der Staat durch die AGES Millionen, indem sie dieser das Quasi-Monopol für THC-haltigen Hanf vergab.
Die AGES exportiert die Ernten nach Deutschland, wo aus den Buds synthetisches Cannabis-Extrakt (so zum Beispiel „Dronabinol“) produziert wird.

Unzählige Schmerz-, Parkinson-, Depression- und sonstige PatientInnen, die Cannabis dringend nötig hätten, müssen danach bis zu 400 Euro für ein kleines Fläschchen bezahlen.
Und die Krankenkassen verweigern die Kassenleistung.

Nicht leistbar bleibt Dronabinol für viele ein unerreichbares Ideal, weil der Staat mitsamt seinen Vasallen in den Kassen dafür sorgt, dass man Arzneien mit unzähligen Nebenwirkungen verkaufen kann, indem man Cannabis verweigert.

Das geht dem Staat, der im Hintergrund von der Raiffeisen-Group mit all den Pharmakonzernen, unterstützt von der AGES, aber noch nicht weit genug.
Kaum wird THC-armes Cannabis, dessen THC-Wert unterhalb der erlaubten Grenze ist, produziert und verkauft, wird auch hier versucht, den Riegel vorzuschieben.
CBD-Hanf, in zahllosen Studien als multiples Heilmittel mit kaum Nebenwirkungen geadelt, soll nun auch für den freien Handel verboten werden.

Ein Schelm, wer an Lobbying und Freunderlwirtschaft denkt, oder?
Denn schließlich ist es ja das „böse“ THC, das die Welt ins Chaos stürzt, schenkt man den konservativen Medien und Parteien Glauben.

Nein, nicht nur, dass Österreich weiterhin stur an alten und schon längst widerlegten Vorurteilen festhält, wider allen Erkenntnissen und einem sattsam existierenden Markt zum Trotz…man könnte ja jährlich Milliarden an Steuergeld einnehmen, die Exekutive in Milliardenhöhe entlasten, und das eingenommene Geld ähnlich wie in Colorado zweckgebunden in Bildung und Prävention stecken.

Jetzt soll auch CBD der Garaus gemacht werden.

Die Begründung, die ich mir vom Gesundheitsministerium holte (weitere Antworten bleibt es mir schuldig), „jumps the shark“ (Synonym für „sprengt alle Grenzen der Lächerlichkeit“).

Hier die bisherige Konversation:

Messenger

Messenger 2

Meine Antwort darauf:
Messenger 3

Seit drei Tagen bleibt mir das BMGF eine Antwort schuldig.

Man halte also fest: Um CBD zu verbieten und befreundeten Unternehmen damit den weiteren Profit zu sichern, versteckt man sich hinter der UNO-Resolution, die schon längst von einigen Staaten (Tendenz stark steigend) wie in 23 Staaten der USA, Kanada, Niederlande, Portugal, Tschechien, Uruguay, Jamaika etc. umgangen wird.

Ein gesellschaftlicher Fortschritt und ein Stopp der Gefährdung von tausenden Existenzen durch den Staat jährlich wird also weiterhin mit fadenscheinigen Begründungen (Gesundheitsgefährdung ist dezidiert ausgeschlossen) abgelehnt.
Nein, das Gesetz soll noch strenger werden…

Skandal?
Ja und nein.

„Ja“ aus nachvollziehbaren Gründen.
„Nein“, weil wir das Herumwurschtln der feigen Politik hierzulande schon längst kennen.

Gebt Cannabis endlich frei!
Jeder Tag, der vergeht, ruiniert Existenzen und verhindert ein Ende der Qual tausender PatientInnen in Österreich!
Im Grunde gehören die verantwortlichen PolitikerInnen schon längst wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht.

Update vom 29.Mai:

Messenger 4

„Die Evidenzlage“ ist also „mäßig“, aha.

Meine Antwort:

Messenger 5

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