Die Mutter aller Bomben


Sie wiegt fast zehn Tonnen, diese „Mutter aller Bomben“.

Als „Mutter“ trägt diese Waffe fast sechs Tonnen Sprengstoff in sich, der knapp über der Erde zur Zündung kommt.
Nicht die Sprengkraft an sich ist das Tödliche, sondern die Druckwelle, genannt „Machwelle“.

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Dieser Machwelle kann sich in einem großen Umkreis kein Lebewesen entziehen und haucht auf der Stelle das Leben aus.
Neben dem danach von den Russen entwickelten „Vater aller Bomben“, womit sich der perverse Euphemismus erfüllt hat, ist die GBU-43/B die heftigste nicht-nukleare Waffe.

Und gestern, am 13. April 2017, erlangte dieses Mordstück zum ersten Mal traurige Berühmtheit, weil die USA unter Donald Trump sie auf afghanischem Gebiet niederfallen ließ.

Man erinnere sich:

Der Krieg in Afghanistan wurde von den USA als „beendet“ erklärt.

Noch vor einer Woche wurde Syrien bebombt, zuerst vermutlich von Assad, danach von den USA (wo ja „leider“ der eine oder andere Zivilist auch am falschen Ort zur falschen Zeit war).

Von der USA, deren Präsident noch im Wahlkampf vollmundig vom Ende der Einmischung im Ausland und Konzentration auf innerpolitische Angelegenheiten sprach.
Einem Präsidenten, der den WählerInnen Isolation versprach.

Dieser Präsident schaffte es in drei Monaten, China, Australien, Japan, Deutschland und Russland vor den Kopf zu stoßen.

Er versprach vollmundig Frieden, um kurz nach seinem Amtsantritt durch eine spontane „Strafaktion“im Jemen (mit dem sich die USA natürlich nicht im Krieg befindet und dessen Menschen zur Zeit Hunger leiden), die natürlich schiefging, Soldaten- und noch viel wichtiger, Zivilistenleben kostete.

Erhöhte das Militärbudget der USA massivst, nur um Obamacare und andere soziale Projekte zu attackieren.
Zugleich startete er ein massives Programm zur Förderung von Kohle in seinem Land, die Klimaerwärmung bewusst befeuernd.

Er provoziert den wahnsinnigen Machthaber Nordkoreas, Kim Jong-Un, indem er eine Flotte mit fünf Zerstörern vor der koreanischen Küste auffahren lässt.

Spricht inzwischen von „Präventivschlägen“.

Die rechten Parteien dieser Welt jubeln ihm zu, da er ja „gegen Terroristen“ vorgeht.

Mir erschließt sich der Unterschied von einem LKW, der in eine Menge rast, zu einem Bomber-Angriff nicht, wenn es um den Begriff „Terror“ geht.

Unsere Welt steht dank solcher Monster wie Trump vor dem Scheideweg.

Nur stellt sich langsam die Frage: Lässt sie sich das gefallen?

Will eine klare Mehrheit der Menschen sich wirklich unter das Kuratel all der Rechten stehen, die für Selbstbedienung, Ausgrenzung und Krieg auf der ganzen Welt stehen?

Wieso wehrt sich der Planet eigentlich niemals gegen diese Wahnsinnigen?

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Eine Antwort zu Die Mutter aller Bomben

  1. Michele Bachmeier schreibt:

    Werter Herr Kitzmüller,
    lieben Dank für diesen höchst interessanten und so sehr der Wahrheit entsprechenden Artikel. Ich bin pensionierter Berufssoldat und war lange Zeit in der ABC-Abwehr (Atomare, Biologische und Chemische Kampfführung/Abwehr) des Heeres und beim Wiener Zivilschutzverband (Die Helfer Wiens) tätig, zudem in ich heute noch politisch sehr aktiv. Also weiß ich genau, wie sehr recht Sie haben und was ich hier schreibe. Ich lese Ihre Artikel stets mit höchstem Interesse und kann nur zu jedem Buchstaben, den Sie schreiben bejahend mit dem Kopf nicken.
    Ihr Fan
    Michele Bachmeier

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