Cannabis-Legalisierung – aber ganz flott!


US-Präsidentenwahl im November 2016.

Während Donald Trump designierter 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird, werden in zwölf Bundesstaaten zusätzlich Abstimmungen für die zumindest medizinisch bedingte Legalisierung von Cannabis abgehalten.

Das Ergebnis spricht für sich und sollte viele regressive Geister zum Nachdenken anregen:

Results of the Cannabis-Vote 2016

Im fünftgrößten Markt der Welt, Kalifornien, ist Cannabis ab 2017 für Erwerb und Konsum legal.

Jetzt erlebt die Welt bei diesem Thema einen Effekt, den man beim Popcorn-Machen in der Mikrowelle kennt – zuerst poppen nur ein paar Popcorn auf, dann geht’s rund.

Die nächste Legalisierung zeigt vielleicht einen noch größeren Effekt auf den weltweiten Trend, ein altes Unrecht, nämlich den der Prohibition von Hanf mit dem Resultat unzähliger Toter und zerstörter Existenzen, verursacht durch diese, wiedergutzumachen.

APA vom 17.12.2016

Im APA-Artikel steht jedoch noch weitaus Interessanteres: Der VfGH lehnt eine Liberalisierung von medizinischem Hanf in Österreich ab, ermöglicht der AGES damit ein Monopol auf eine Pflanze, um pharmazeutischen Reibach zu machen.

Kurioserweise wird dieser Hanf nach Deutschland geschickt und das THC synthetisch ausgefiltert, nur um dann als sündteure Medikamente wieder importiert zu werden.

Ein Schelm, wer da an „Lobbying“ denkt…

Jetzt ist langsam der Gesetzgeber gefragt, denn wider jeglicher Vernunft hält Österreich (im Bunde mit vielen Ländern Europas) am schon längst jeglicher Vernunft widersprechenden Cannabis-Verbot fest.

Meine Person nahm aber einen anderen Anlauf und widmete sich dem Problem politisch.

Deshalb stellte ich einen Antrag für den Landesparteitag der SPÖ im Frühjahr 2016.
Dieser Antrag spricht sich für die sachliche Prüfung zur Legalisierung von Cannabis aus.

Erwartungsgemäß erntete er grosse Zustimmung und wurde beim Landesparteitag auch auf breiter Front angenommen.

Hier der Antrag zum freien Download und zur Verbreitung, denn es wird nun endgültig Zeit für eine öffentliche Diskussion:

legalisierung

Nachzulesen hier: http://www.spoe.wien/landesparteitag16/#antraege16 , Antrag 4.27 unter „Soziales & Gesundheit“, der Antrag ist also öffentlich ersichtlich.

Eine Strafverfolgung von Cannabis-Konsumenten kostet Steuergeld.
Die Förderung des Schwarzmarktes durch das Verbot verhindert Einnahmen in eklatanter Millionenhöhe per anno.
Auch wird am Schwarzmarkt verunreinigtes und mit giftigen Mitteln (Sand, Blei, etc.) gestrecktes Cannabis verkauft, was wiederum die Gesundheit vieler junger Menschen aufs Spiel setzt und den Staat damit noch mehr Kosten aufbürdet.

Das Verbot ist nicht mehr zu halten, deshalb fordere ich nun vehement eine Beschleunigung eines Prozesses, der hierzulande von einigen aus Profitgründen verhindert wird.

Damit muss Schluss sein, denn Politik soll für Menschen, nicht für Märkte da sein!

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2 Antworten zu Cannabis-Legalisierung – aber ganz flott!

  1. Beer schreibt:

    Sehr recht… eine Legalisierung zum wohle des Österreische Wirtschaftszweiges Hanf, und damit zum Wohle der Steuer Kassen(öffentliche Finanzgräber) ist dieser schritt schon lange überfällig….Mal davon abgesehen das sich damit Tausende von Arbeitsplätzen schaffen lassen, und die Randindustrie vom zum Maschienenbau bis hin zur verarbeitungsindustrie …. ach die ganzen Wirtschaftszweige die Langfristig davon profitieren würden kann ich hier gar nicht alle aufzählen… Aber natürlich auch die Kranken…

    LG

  2. Gerfried Schmidt schreibt:

    Seit wann sind die USA unser Vorbild?

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