Und jetzt erpressen die Blauen die Republik


Fantastisch…

Zuerst mokieren Kickl, Strache und Co. das Wahlprozedere vor der Wahl und streuen Manipulationsgerüchte unter die AnhängerInnen.

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Dann gewinnt Alexander Van der Bellen knapp die Stichwahl, und noch am selben Abend wird von „Manipulation“ und „Schiebung“ gesprochen.

Als nächstes trommeln HC Strache, Johann Gudenus, Norbert Hofer, Harald Vilimsky und allen voran Herbert Kickl permanent die Verschwörungstrommel.
So lange, bis auch der letzte Zweifler unter den blauen Minions davon überzeugt war, dass es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss.

Resultat? HC und Co. können nicht mehr zurückrudern und bringen eine Wahlanfechtung – trotz keinem einzig konkreten Fall von Wahlmanipulation! – vor die Staatsanwaltschaft.
Damit sie als „Wahrer der Demokratie“ dastehen, „schlechte Verlierer“ trifft es eher, werden sogar die eigenen Wahlbeisitzer ans Messer geliefert und dazu gedrängt, ihre eigene Unterschrift mittels eidesstattlicher Erklärung ad absurdum zu führen, was einer Urkundenfälschung gleichkommt und für diese noch ein Nachspiel bedeutet.

Was macht der Verfassungsgerichtshof? Einen riesigen Fehler.
Anstatt dass man wirklich salomonisch urteilt, und bei all den Sprengeln, wo Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind (fast zur Gänze betrifft dies übrigens blaue Wahlsprengel), eine Neuwahl durchzuführen, wird die Stichwahl in der ganzen Nation wiederholt!

Warum im ganzen Land der selbe Krempel?
Wenn es keine konkreten Hinweise auf Manipulation gab, warum muss man eine gesamte Wahl wiederholen?

Nichtsdestotrotz, jetzt standen die blauen in der Ecke.
Verlieren sie die Wahl wieder, werden ihre eigenen Anhänger auch schön langsam wach werden, welch Haufen von Schaumschlägern sogar die eigene Klientel hinters Licht führt…nur für Machtgewinn.

Gewinnen sie jedoch, wird die ganze Welt mit Argusaugen auf Norbert Hofer und die demokratisch bedenklichen Entwicklungen in Österreich beobachten.
Unser Land wäre spontan in einer gewissen Isolation.

Das wissen die blauen, deshalb reiten sie weiter auf der Opferwelle.

Gegen den „Rotfunk“ (ORF), das „Establishment“ und die „Haute Volee“ (wer auch immer das sein soll), die Sozialdemokratie und die Grünen (die sowieso an allem schuld sind, wahrscheinlich auch am vielen Regen der letzten Monate), Andersdenkende, Flüchtlinge, Ausländer (sie nennen sie hämisch „Kulturbereicherer“), Hilfsorganisationen, sprich gegen jeden, der nicht willfährig bei ihren Eskapaden zustimmt, wird Propaganda geübt.

Nun jedoch wurde eine Grenze überschritten!

Kausal denkende Menschen wissen ganz genau, warum HC Strache eine Neuwahl fordert: Sie rochen knapp an der Macht vorbei und wollen diesen Posten.

„Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist“ aus dem Munde Norbert Hofers klang bewusst nach einer gefährlichen Drohung, und die FPÖ zeigt uns zur Zeit, wie man aus purer Machtgeilheit eine Republik am Nasenring zieht.

Dass Identitäre, die bewusst Veranstaltungen von Andersdenkenden mit Gewalt stören, freigesprochen werden, zeigt, wie rechts unsere Justiz schon zersetzt ist.

Der Gipfel an allem war aber dieses Interview: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5044331/FPO_Denkbar-dass-wir-Stichwahl-wieder-anfechten

Der freiheitliche Vizeparteichef Harald Stefan erblödete sich nicht, die Taktik der FPÖ, einfach so lange wählen zu lassen, bis das Ergebnis passt, zu präsentieren.

„Denkbar, dass wir Stichwahl wieder anfechten“

OK.

Das bedeutet nun, dass ganz Österreich von der FPÖ erpresst wird.
Denn Unregelmäßigkeiten findet man, wenn man sie sucht.
Und man kann auch Gift drauf nehmen, dass viele Wahlbeisitzer der blauen auf Lücken geschult sind und bei einer Niederlage diese Sollbruchstellen aufzeigen.

Österreich wird von einer Partei, deren Tendenzen eindeutig antidemokratisch sind, erpresst und genötigt.

Ein Präzedenzfall.
Es ist auf jeden Fall zu hoffen, dass diese FPÖ unter HC Strache und all seinen Burschenschaftern niemals an die Macht kommen.

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8 Antworten zu Und jetzt erpressen die Blauen die Republik

  1. Ottaviani schreibt:

    die Stichwahl erneut an zu fechten ist der in der Verfassung vorgesehene Rechtsweg es ist Entscheidung des VfGH die Anfechtung ab zu weisen also warum sollte diese theoretische Möglichkeit nicht bestehen

  2. Pingback: Und jetzt erpressen die Blauen die Republik | Gerald Kitzmüller | nagel frank

  3. Schnadahüpfl schreibt:

    Jo genau, im Jahre 2027 wird dann unter standing ovations des abgehärteten Wahlvolk die 40. Auflage der Stichwahl gefeiert. Der Kornblumen-Inschinör war bis dahin schon 11 Jahre „part of the president“, länger als wenn er erste und zweite Amtszeit absolviert hätte.

    • mawuascht schreibt:

      40 Stichwahlen in 11 Jahren wird sich nicht ganz ausgehen, wenn man schon verarschen will dann vielleicht mit Hirn

    • Ottaviani schreibt:

      natürlich nicht da die Wahl einfach korrekt sein muß das wird man ja wohl hinbringen und das Präsidium des Nationalrates vertritt den BP nur eine gewisse Zeit lang dann der Bundeskanzler aber auch nur Beschränkt ach ja und wer sagt uns das Herr Hofer 2027 noch Nationalratspräsident ist 🙂

  4. Gerald Danner schreibt:

    Wenn ich die ganze Problematik richtig verstanden habe, war das grundsätzliche Problem bei der BP-Wahl die Wahlkartenstimmen, die aufgrund des Wahlgeheimnisses im nachhinein nicht mehr einzelnen Sprengeln zugeordnet werden konnten. Daher muss die Wahl bundesweit wiederholt werden. Anders lag der Fall bei der Wahl zur Bezirksvertretung im 2. Bezirk vom 11.10.2015. Hier genügte die Wahlwiederholung auf Bezirksebene, weil sich hier die Unregelmäßigkeiten eindeutig auf diesen Bezirk eingrenzen liesen. Aber trotzdem: Dass der VfGH so entschieden hat, war mM nach völlig überzogen, und es bleibt zu hoffen, dass das nie wieder vorkommt.

    • Ottaviani schreibt:

      Heureka doch jemand der die Problematik verstanden hat
      Ich halte due Reaktion des VfGH nicht für überzogen sondern einfach konsequent sich an der eigenen Judikatur orientierend

  5. Georg Schmidt schreibt:

    Hmmm… offensichtlich ist mit gesundem Hausverstand in Alt-Ösien nicht mehr zu rechnen…meinen Informationen zufolge wurde nicht der Ausgang der Wahl bekritelt, sprich: Es wurde sich nicht grob verzählt, sondern die „Formalitäten“ wurden nicht eingehalten…sprich „Der Pepi hat sein Jausensackerl schon vor der grossen Pause aufgemacht!“ …und das geht ja wirklich nicht… 😉 …aus einem Formalgrund eine spotbillige Wahl (die Millionen zahlt ja das Volk und nicht Strache und CO) zu wiederholen ist ja wirklich das mindeste…eigentlich sollte man ja sofort den Hofer zum Präsidenten strafverifizieren…das haben sich die dummen Briefwähler ja wirklich verdient! 😉

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