Wolf Martin reloaded


Könnt Ihr Euch noch an Wolf Martin, den unsäglichen „Dichter“ der Kronen-Zeitung, erinnern?

Derjenige, der am 20. April das Wort „Heil“ verwendete? Und immer wieder mit solchen Phrasen herumspielte, damit zum Liebkind all der Hausmasta und Stammtisch-Helden wurde?

Naja, seine Künste waren bei weitem keine überragenden.
Er hatte eben mit Hans Dichand einen Förderer, dem er artig nach dem Mund reimte.

Mittlerweile ist die „Krone“ bekanntlich nach ganz rechts abgedriftet, aber das ist ein anderes Thema.

Aschermittwoch

Was Wolf Martin meinte zu können, ist jedoch Pillepalle, Durchschnitt, nicht der Rede wert.
Für solche Reime braucht es im Normalfall eine halbe Minute, wie zum Beispiel dafür:

Was Martin reimte für die Krone,
int’ressierte nicht die Bohne,
denn kokettierte er mit Nazis,
mit den vermaledeiten Bazis,
die „das Volk“ sich ständig nannten…
wir alle seine Werke kannten.
Immer an der Grenze hetzend,
und die Gegner stets verletzend,
war er nur ein rechter Dichter,
geistig aber ein ganz schlichter.

(Zeit dafür: 35 Sekunden)

Ich denke, ich opfere mal fünf Minuten meiner Zeit, und nehme aktuelles zum Anlass, um den besorgniserregenden Trend in unserer Gesellschaft mal in Reimform zu packen.

Also (Finger-geknacke):

Aschermittwoch war schon wieder,
das Niveau gewohnt sehr nieder,
wie man es kennt von Ried im Innkreis,
es roch nach Bier und Achselschweiß.
Hunderte lauschten seinen Worten,
die überall die fremden orten.
Und Falotten, Gauner, Neger,
nur er selbst, der ist integer.
Von wem ich spreche, wissen alle,
es ist die rechte Tigerkralle.
Der Chuck Norris aus dem dritten,
gerne unter Fans inmitten.
Im Büro, da hängen Bilder,
von seinem Antlitz, wild und wilder.
Selbstverliebt, versoffen, alt,
macht er so weiter, ist er kalt.
Aber nicht, weil er zu flott,
entweichen will dem Alko-Trott.
Sondern weil er durch den Wind,
täglich altert, rasend g’schwind.
Gestern noch, da war er spritzig,
heut ist er nicht mal mehr witzig.
Schreit ins Bierzelt unentwegt,
dabei die rechte Hand bewegt,
mit Dauerfeuer Schimpfereien,
die wie Gift im Zelt gedeihen.
Ob Faymann, Mikl-Leitner, Khol,
van der Bellen, Griss…obwohl,
so viele in der Politik,
er säh sie alle gern am Strick.
Denn nur ER kann alles toll,
nur ER allein, den nimmt man voll!
Er ist der Weisheit letzter Schluß,
wer das nicht glaubt, kriegt einen Schuß.
Hofer nennt sich jetzt der Lakai,
der lieber wär auf der Planai,
als in diesem Alko-Reigen.
Und er tut brav und artig schweigen.
Denn nicht der Kandidat ist laut,
dass man als Gegner deppert schaut,
nein, nur HC schwingt seine Reden,
gegen den Mitbewerb, den bleden.
Alle andern sind Falotten,
Trottel, Kasperln, Idioten.
Lassen nur die Tschuschen rein,
und „echte Inländer“ allein.
Die Gegner sind korrupt und böse,
der Faymann nur im Sessel döse.
Stöger, Hundstorfer und Lugner,
Gfraster, Mörder, Lügner.
Das Zelt erbebt, die Wampen schwappen,
Strache will nach Luft noch schnappen,
sein Gesicht färbt sich schon rot,
am liebsten wärn refugees tot.
Denn sie kommen abkassieren,
Parasiten, diese stieren.
Was bilden sich die Syrer ein,
kommens in Europa rein.
Sind die deppert? Solln doch bleiben,
in ihrem Krieg, es ist zum Speiben!
Überall nur Kopftuch, Burka,
nix hackel wollens, hurka, hurka!
Man hofft schon auf den Pausengong,
doch hört nur ständig: „Raus!“ und „Schtonk!“.
Es erinnert mich frappant,
an das schöne deutsche Land,
vor dreiundachtzig Jahren,
da musste es erfahren,
was es heißt, wenn so ein Depp,
raushaut seinen Hater-Rap.
Alle böse, schreit er versessen,
und alle grölen, ham vergessen,
dass dessen Stil frappierend ähnlich,
dem bärtigen Nicht-ganz-ein-Fähnrich,
und auch der Rest wirkt Stück für Stück,
als wär der Braunauer zurück.
Die Burschenschafter freun sich heiter,
für sie winkt die Karriere-Leiter.
Er bahnt den Weg, den wir schon kennen,
danach werden wir alle flennen.
Denn „sozial“ ist nichts daran,
an diesem selbstverliebten Mann,
der außer keppeln nicht viel kann.

So, zehn Minuten meiner Zeit für diesen Bledsinn geopfert.
War sicher erbärmlich, aber auch nicht schlechter als vom Kickl.

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