2018 – Eine Gedankenspielerei


Aktuell sorgt die Amazon Prime-Serie „The Man in the High Castle“ für Furore, zuerst durch die kontroverse Werbungsmaschinerie, später durch die Handlung selbst.

Was, wenn die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten?

In der Serie ist die USA im Osten von Deutschland und im Westen von Japan kontrolliert, Nazionalsozialismus terrorisiert die Vereinigten Staaten von Amerika.

Theoretische Geschichtsmodelle kann man auch auf zukünftige Szenarien ausweiten, in diesem Fall will ich dies auf Österreich im Jahre 2018, dem geplanten Jahr der nächsten Nationalratswahlen, ausweiten.

Also: Was, wenn die FPÖ, bedingt durch Flüchtlingskrise, EU-Krise und weiter wachsende Finanzschieflage gar die absolute Mehrheit erreichen würde?
Spielen wir das mal durch.

strache

2018, das Jahr, in dem kein Stein auf dem anderen mehr bleibt, das Jahr, in dem Österreichs Demokratie und zugleich dessen Gesellschaft eine Zäsur erlebt.

Die Europäische Union musste 2017 von Schengen abweichen, nachdem der Syrien-Krieg sich durch den Eingriff der NATO, gemeinsam mit Russland, in den Irak, den Libanon, Afghanistan und auch an die Grenzen der Atommacht Pakistan und den mächtigen Regions-Riesen Iran erweitert hat.

Das Chaos im nahen und mittleren Osten ist unüberschaubar.

Syrien befindet sich in Endzeitstimmung, von ursprünglich beinahe 21 Millionen Menschen (Stand 2010) befinden sich nur noch 7 Millionen im Staatsgebiet.
Die Mehrheit wurde getötet, befindet sich im Kampf oder ist auf der Flucht.

Unüberschaubares Chaos in den Großstädten Aleppo und Damaskus zwangen Horden von Flüchtlingen, so schnell wie möglich vor den immer grausamer wütenden Massen von IS-Kämpfern zu fliehen.

Der IS massakriert inzwischen nach Belieben, einem wundwaiden Tier gleich tötet sie alles, was nicht spontan zum solidarischen Krieg-führen bereit ist, inzwischen egal ob männlich oder weiblich.

Die Folgen sind katastrophal.
Einem Bienenschwarm gleich schlägt der IS wütend und fast wöchentlich in vielen Städten Europas mit Terroranschlägen zu und erreicht, dass die europäische Bevölkerung nur noch durch Überwachungs-Methoden gegängelt wird und die innere Sicherheit mit absolut überzogenen Mitteln kontrolliert wird.

Europa wird zu einem monströsen Polizeistaat.

In diesem Klima der Angst und den ständigen Absagen von Events und Massen-Veranstaltungen – auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wird wegen mehrerer Terroranschläge in Moskau, St. Petersburg, Sotchi und Wolgograd kurzfristig abgesagt – steigt die Verunsicherung der Menschen irrational an.

Gewaltexzesse gegen Muslime werden überall in Europa Usus, Muslime schließen sich zur Verteidigung auch in Gruppen zusammen, es herrscht offene Feindschaft zwischen Kontinental-Europäern und immigrierten Muslimen, die, zuvor auf der Flucht, vom Regen in die Traufe gekommen sind und durch die selbst erlebten Kriegsgräuel ebenso niedrige Hemmungsschwellen Richtung Gewalt besitzen.

Als in Österreich Nationalratswahlen angesetzt werden, bricht Schengen zusammen, die Grenzen werden auf Grund der unüberschaubaren Wirren der Flüchtlingsströme zwischen den Staaten wieder hochgezogen.

Die Europäische Union droht auseinanderzubrechen, weil rechte Kräfte penibel den Nationalismus schüren, wofür die Massen inzwischen empfänglich sind.

SPÖ, ÖVP und Grüne versuchen, wie die gemäßigten Kräfte quer über dem Kontinent, die Ruhe zu bewahren und halbwegs die Ordnung noch intakt zu halten, doch es scheitert bei den Wahlen, denn die FPÖ schürt das Feuer und holt 54% der Wählerstimmen durch einen aggressiven Wahlkampf, der rein auf Ausländer aus südlichen Staaten zielt.

Erster Akt der FPÖ im Parlament ist, bedingt durch die Lähmung der EU, gewisse moralische Grenzen noch einfordern zu können, eine Gleichschaltung von Legislative und Exekutive.
Das Innenministerium und die Polizei arbeiten ab nun auf Weisung des Ministers Johann Gudenus, der sich sofort anschickt, Muslime abzuschieben, unabhängig von Zeit und Generation des Einwanderers.

Jeder Muslime, ob österreichischer Staatsbürger oder nicht, wird von der FPÖ des Landes verwiesen, so er nur eine Verwaltungsstrafe begeht.
Da Ungarn ähnlich strikte Methoden anwendet, werden die Ausgewiesenen an die Grenze zwischen Rumänien und Moldawien verschickt, wo sie sich selbst überlassen werden.

Viele Muslime wandern in den Untergrund, unterstützt von jenen, denen die Gleichheit der Individuen noch heilig ist.
Jene werden aber auch schon offen von Anhängern der FPÖ gejagt, erschlagene Sozialdemokraten und Grüne auf den Straßen werden zur Tagesordnung.

Um den Schein zu bewahren, werden die Täter zwar in Gewahrsam genommen, aber beim geringsten Mangel an Beweisen sofort wieder freigelassen.

Das Steuermodell wird komplett umgekrempelt, eine Art „Flat-Tax“ wird eingehoben, aber zugleich werden einige soziale Hilfen wie die Mindestsicherung, als auch das Arbeitslosengeld, an für viele unerreichbare Hürden geknüpft.

Fehlende Steuergelder werden durch Verkäufe staatlicher Betriebe kurzfristig gestopft, die ÖBB, Wiener Linien, OMV, und viele andere Verstaatlichte werden entweder verkauft oder für einige Jahre an private Investoren verpachtet.

Durch die rigorosen Sparmaßnahmen der Investoren durch den internationalen Markt, welcher durch die Wirren Europas beinahe am Zusammenbrechen ist, gibt es ein Jahr später die ersten Versorgungsprobleme.
Auch, weil Europa selbst ein massives infrastrukturelles Problem bekommen hat, denn in anderen Staaten (Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei etc.) ist das System auch durch rechte Wahlgewinne und schnelle Verkäufe im kompletten Umbruch.

Die Staatsschulden werden durch, die meisten erinnern sich noch an die Geschichtsbücher, Annexionen muslimischen Besitzes halbwegs kompensiert.

Wer sich gegen die Annexion von Bankkonten, Wertpapieren, Immobilien und Wertgegenstände zur Wehr setzt, kommt ins Gefängnis.

Heinz-Christian Strache übernimmt das längst erhoffte Super-Kanzleramt, das den Staatspräsidenten mit dem Bundeskanzler vereint, und übernimmt damit auch das Oberkommando des Bundesheeres.

Die Gewerkschaften, meist sozialdemokratisch, werden in maximal möglicher Weise entmachtet und zum Teil auch ersatzlos gestrichen.

Somit entfällt auch der Arbeitnehmerschutz.

Die Anhänger der FPÖ zelebrieren Gewalt, sowie sich ein selbsternannter „Staatsfeind“ und „Nestbeschmutzer“, also jemand, der nicht mit der Politik der Freiheitlichen Partei einverstanden ist, zu erkennen gibt.

Parallelen zur Machtergreifung der NSDAP im Jahre 1933 in Deutschland und 1938 in Österreich sind gewollt.
Nicht aus „Hetze“, wie ein rechter Anhänger sofort wieder schreien würde, sondern auf Grund der exakt gleichen Trends, die sich derzeit in Europa in vielen Ländern abzeichnen.

Wahrscheinlich wird alles halb so schlimm, aber zuzutrauen ist in unsicheren Zeiten wie diesen den radikalen Geistern unter uns alles.

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