Die Kino-Vorschau 2016 – Teil 1


Mit „Star Wars – Das Erwachen der Macht“ hat ein bombastisches Kinojahr einen würdigen Abschluß gefunden.
Der lange erwartete Beginn der dritten Trilogie des „Krieg der Sterne“-Universums stürmte in beispielloser Manier die Kinocharts und bricht seit 8 Tagen sämtliche Rekorde weltweit.

Der wichtigste Kinomarkt der Welt, Nordamerika, ist, wie der Rest der Welt (In China startet das Epos erst im Januar, und trotzdem schaffte es „Star Wars 7“, in 8 Tagen eine Milliarde Dollar weltweit einzuspielen und damit einen noch jungen Rekord – „Jurassic World“ hielt die alte Bestmarke – zu pulverisieren), auf einer Welle der Euphorie reitend, dabei, dem absoluten Rekord von „Avatar“ an den Kinokassen ernsthaft zu gefährden.

Zum Vergleich:

Nach 8 Tagen spielte „Avatar“ starke 212 Mio. $ ein, „Star Wars“ jedoch 544 Mio.!

„Avatar“ lief lange an der Spitze, dominierte den Winter 2009/2010, und es wird sich zeigen, ob „Star Wars“ Steherfähigkeiten besitzt.

Aktuell deutet aber alles darauf hin, als würden Luke Skywalker und Co. den alten Rekord von „Avatar“ in den USA und Kanada nicht toppen, sondern regelrecht pulverisieren.
Jüngste Schätzungen weisen auf ein Einspielergebnis von einer Milliarde Dollar alleine in Nordamerika hin.
Zum Vergleich: „Avatar“ ist mit Abstand erfolgreichster Film aller Zeiten mit 749,766,139$.

Man darf also weiterhin gespannt sein, wie sich der Kinoblockbuster von Weihnachten 2015 künftig gegen den Mitbewerb schlagen wird.
Und der ist vom Beginn des neuen Jahres an sehr, sehr stark.

Was darf sich der Film-Fan vom neuen Jahr erwarten?
Es wartet großes, soviel ist sicher.
Vielleicht folgt auf das Rekordjahr 2015 mit den Mega-Hits „Star Wars“, „Jurassic World“, „Avengers – Age of Ultron“, „Minions“, „Hunger Games – Mockingjay 2“ und „Fast & Furious 7“ ein weiteres denkwürdiges Kinojahr.

Schon im Jänner geht es äußerst interessant los…

Da die Starttermine der größeren Filme inzwischen meist zeitgleich in den USA und Europa sind, wird die Vorschau auf die Daten der US-Releases schielen.
Insbesondere, da es Usus ist, dass bis 2 Monate vor Kinostart eines Filmes immer wieder Terminänderungen vollzogen werden.

Winter 2016

Schon im Jänner, ungewöhnlich für den Kinomarkt, lauern Filme, die beinahe zu Hits verflucht sind.
Doch sind die Blockbuster des ersten Monats im Jahr eher klassischer Natur und keine Effektgewitter.

1. Jänner – Gleich am ersten Tag des Jahres erfolgt der offizielle Start des neuen Epos von Quentin Tarantino, „The Hateful Eight“.
Wie die Trailer schon versprechen, dürfte es sich um eine interessante Variante seines Erstlingswerkes „Reservoir Dogs“ im verschneiten wilden Westen handeln.
Wenn man an „Django Unchained“ denkt, weiß man, dass Tarantino bei Western wirklich weiß, was er tut.
Auch die Besetzung liest sich wie ein „Who’s who“ aus Tarantino-Filmen…Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Tim Roth, Michael Madsen und Co. geben sich die Klinke in die Hand.

Man darf sich also auf einen knalligen Start des Kinojahres freuen!

8. Jänner – Gleich eine Woche später geht es intensiv und brutal weiter, und wieder ist der Schauplatz der wilde Westen, doch diesmal im hohen Norden, ca. im Jahre 1820.
Eine laut Kritiken extrem brutal und intensive Tour de Force durch die Wälder an der Grenze zu Kanada.
Leonardo DiCaprio jagt Tom Hardy durch die Wildnis vor 200 Jahren, untermalt von (wieder werden die Kritiker zitiert) herausragender Bilderpracht und verstörender Intensität, die unter die Haut geht.
Regie bei diesem im Vorfeld als längst verdienter Oscar-Film DiCaprios führt ausgerechnet der Regisseur des Filmes, der „Best Picture 2014“ wurde, „Birdman“.

Alejandro González Iñárritu als Regisseur könnte also dafür sorgen, dass gleich am zweiten Wochenende 2016 ein künftiger Klassiker die Leinwände der Welt beglückt.

Mit „The Hateful Eight“ und „The Revenant“ kann man sich also auf glanzvolles Kino gleich zu Beginn freuen.
Besser kann das Kinojahr nicht beginnen, und wenn man bedenkt, dass „Star Wars“ weiter die Kassen klingeln lassen wird, sehe ich vor meinem geistigen Auge schon die Megaplex-Besitzer freudig ihre Hände reiben.

Wer jedoch glaubt, damit ist der Jänner eigentlich schon gelaufen, irrt.

Am 19. Jänner erreicht ein sehr vielversprechender Sci-Fi-Thriller die Lichtspielhäuser: „Die fünfte Welle“.
In dieser Variante einer Alien-Invasion kämpfen Chloe Grace Moretz (Hit-Girl aus „Kick-Ass“) und Liev Schreiver verzweifelt gegen die außerirdische Apokalypse.
Ich will hier nicht zuviel verraten, man sehe sich einfach den Trailer an. 🙂

Noch zitternd vor der Invasion Außerirdischer hat man gleich eine Woche später die Möglichkeit, die Fortsetzung des Sex-Thrillers „50 Shades of Grey“ zu besuchen.
In dieser Buch-Adaption eines weltweiten Super-Bestsellers wird die Sado-Maso-Beziehung zwischen Milliardär und junger Frau weiter und radikaler erzählt.

Der vor allem für Frauen auf der ganzen Welt programmierte Hit erreicht die USA und voraussichtlich Europa am 26. Jänner

Weiter geht’s im Februar, mit einem eigentlich traditionell schwachen Kinomonat, der diesmal ganz und gar nicht schwach zu werden scheint.

5. Februar: An diesem Tag erscheinen gleich zwei sehr interessante Filme.

Zum ersten die neue Komödie der kultigen Coen-Brüder („The Big Lebowski“, „Oh Brother! Where are thou?“, „Burn after Reading“, „Fargo“ etc.) – „Hail Caesar!“
Im Hollywood der 1940er-Jahre wird ein Filmstar, gespielt von George Clooney, entführt.
Was sich im Trailer erkennen lässt, versuchen sich die Coen-Brüder nun im Genre der Screwball-Comedies.
Der Cast ist ein Ensemble, das sich sehen lassen kann: Neben Clooney sieht man unter anderem Scarlet Johansson, Channing Tatum, Ralph Fiennes, Jonah Hill und Josh Brolin.

Ich freue mich schon drauf!

Am selben Tag kommt ein ambitioniertes Projekt, welches zwei beliebte Genres, nämlich den Zombie-Splatterfilm und die Autorenverfilmung, bunt vermischt: „Pride & Prejudice and Zombies“
Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ trifft auf menschenfressende Untote.
Splatter und Fun mit einem Buchklassiker vermischt könnte Kult-Kino bedeuten, aber lassen wir uns vom fertigen Produkt überraschen!

Wer jetzt denkt, dass der Februar damit alles geboten hat, irrt gewaltig.
Denn eine von Comic-Fans längst erwartete Kult-Figur tritt sein heiß erwünschtes Filmdebüt an -> „Deadpool“!

„Deadpool“ ist eine besondere Variante eines Superhelden.
Ursprünglich von Marvel als Parodie erfunden, wurde diese Figur in kürzester Zeit zum Kult-Antihelden des Marvel-Universums.
Deadpool wurde zwar schon in „X-Men Origins: Wolverine“ als finaler Gegner verschandelt, doch hatte dieser mißglückte Hybrid nichts mit der wirklichen Figur des „Deadpool“ gemeinsam, außer dem Schauspieler Ryan Reynolds.
Makabrer Humor, das ständige Brechen der „Fourth Wall“ (die Fourth Wall bezeichnet die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit, und ein Durchbruch ist es, wenn eine Film-, Comic-, Romanfigur plötzlich mit dem Seher oder Leser direkt spricht, sich also bewusst ist, dass er/sie nur erfunden ist) und ultrabrutale und ganz und gar nicht jugendfreie Action zeichnet den beliebtesten Antihelden von Marvel aus.

„Deadpool“ könnte, da riskiert man nicht viel, wenn man darauf tippt, der erste wirkliche Superhit 2016 sein.

Der Trailer verspricht schon jede Menge Spaß, aber vor allem ist die Darstellung des „Deadpool“ akkurat zu den Comics.

Schon die Vorschau ist alles andere als jugendfrei. 🙂

Zwei Wochen nach „Deadpool“ startet eine Wundertüte, wo von Top bis Flop alles möglich ist.

In „Gods of Egypt“ spielt Gerard Butler den altägyptischen Gott Seth, der die Erde unterwerfen will.

Man darf sich eine wilde Mixtur aus „300“, „Die Mumie“ und „Kampf der Titanen“ erwarten, doch enttäuscht der Trailer bis jetzt mit ziemlich miesen CGI-Tricks.

Hollywood hat aber oft schon gezeigt, dass Trailer nicht dem Endschnitt eines Filmes entsprechen und nicht selten werden ausgerechnet die Spezialeffekte bis zum letzten Tag verfeinert.

Warten wir mal ab, denn es könnte am Schluß doch unterhaltsames Popcorn-Kino über die Leinwände rollen.

Aktuell wird „Gods of Egypt“ für den deutschsprachigen Raum aktuell mit Ende April terminisiert, aber zumindest in den USA wird am 26. Februar gezeigt, ob der Film die hohen Erwartungen erfüllt.

Weiter geht’s im Laufe der Woche mit den Monaten März und April, wo Superman, Batman und die Avengers weitererzählt werden.

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