1. Advent


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Heute ist erster Adventsonntag, hüben wie drüben wird Besinnlichkeit vorgegaukelt.

Wenn aber alle Menschen im westlichen Kulturkreis meinen, plötzlich auf „Entspannung“ und „Besinnlichkeit“ drosseln zu wollen, und dies mit Adventkränzen o.ä. feiern, will ich mich anschließen.

Was ich mir wünsche für Weihnachten:

Ich wünsche mir zu Weihnachten, dass all die Flüchtlinge und Opfer von Gewalt auf der ganzen Welt alsbald Ruhe finden können.
Ob in Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan, dem Jemen, Libanon, Somalia, Ruanda, Nigeria, Myanmar, Nordkorea, Guantanamo, Mexiko oder sonstwo, wo die Möglichkeit groß ist, unschuldig der Gewalt ausgeliefert zu sein.

Ich wünsche mir, dass die Menschheit endlich aufhört, andere zu klassifizieren nach Kriterien, die sie nicht wählen konnten.
Klassifiziert doch zur Abwechslung mal Menschen nach ihren Taten!

Ich wünsche mir, dass all die bigotten Neochristen, die plötzlich aus Gründen der Ausländerfeindlichkeit und Gier das Christentum für sich beanspruchen, dessen Gleichnisse auch anwenden.

Ich wünsche mir, dass all die monotheistischen Fanatiker auf der Welt endlich kapieren, dass sie alle an den selben Gott glauben und sich instrumentalieren lassen.

Ich wünsche mir, dass diejenigen, die vor Streß vergehen in dieser „besinnlichen“ Zeit, nämlich die Handelsangestellten, auch die Anerkennung in Form von adäquater Entlohnung ihrer Arbeitgeber bekommen, anstatt dass sie speziell in der Weihnachtszeit für einen Mindestlohn ausgequetscht werden, nur um ihre Vorstände reicher zu machen. (Welche sich dann auch jährlich beschweren, dass die Umsätze zu „schwach“ wären)

Ich wünsche mir, dass jedes Weihnachtsgeschenk mit dem Herzen ausgewählt wird.
Geschenke sollen nicht teuer sein, der Beschenkte sollte einem teuer sein.
Während die westliche Welt im weihnachtlichen Klimbim erstickt, würde sich eine Milliardenzahl an Menschen nur Trinkwasser wünschen.

Ich wünsche mir, dass das Märchen „Weltfrieden“ real werden könnte.
Das Rezept wäre vorhanden: Eine UNO, genannt „Vereinte Nationen“, die jede Möglichkeit besäße, militärische Mittel zur Einbremsung von Gewaltherrschern anzuwenden…wenn die Staaten aufhören würden, persönliche Interessen über die gemeinsamen zu stellen.

Ich wünsche mir, dass die Menschheit endlich damit stoppt, das Tauschmittel „Geld“ über Leben zu stellen.
Unabhängig davon, ob pflanzlich, tierisch oder menschlich das Leben ist, es hat unbedingt höhere Priorität zu haben als der Mammon.

Ich wünsche mir einfach, dass die Menschheit auch weiß, was sie da feiert.
Weihnachten wird „Das Fest der Liebe“ genannt.
Im Jahre 2015 erinnert es fast nur noch an ein „Fest der Dekadenz“, die Botschaft von Weihnachten ist längst sentimentaler Schmus geworden.

Ich wünsche mir, dass der Geist von Weihnachten, der schon Wunder vollbrachte, wie einen Waffenstillstand an der Westfront des ersten Weltkriegs, wieder in die Herzen der Menschen einzieht.
Unerheblich welcher Konfession.

Ich wünsche mir, dass in der Weihnachtszeit, die in der nördlichen Hemisphäre kalt ist, niemand erfrieren, verhungern, Qualen erleiden muss.

Ich wünsche mir, dass Politiker aufhören, daran zu denken, ob ihre Entscheidungen Stimmen bringen oder kosten.
Dazu wünsche ich, dass diese langfristig agieren und nicht nur bis zur nächsten Legislaturperiode.

Ich wünsche mir, dass die Menschheit endlich mit der Verschwendung von Ressourcen auf Kosten von Klima und damit Mensch und Tier aufhört und beginnt, verantwortlich zu denken.

Ja, ich weiß, das ist von der Menschheit wahrscheinlich zuviel verlangt.

Aber wünschen darf man ja, wenn schon Weihnachten ist.

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