„Oktoberrevolution“, „Rache“ und Co.


Es ist müßg. Es ist wirklich müßig, wenn man die neuen Plakate der FPÖ so beäugt.

Von „Kuschelkurs“ der FPÖ kann keine Rede sein, sie hat nur dazugelernt.

Anstatt dass man plumpe Reime wie „Daham statt Islam“ oder „Mehr Mut für unser Wiener Blut“ publiziert, spielt man nun ein perfides Spiel mit dem eigenen Anhang.

Wissend, dass die Menschen, denen all die Widersprüche, Lügen, Hetz-Aussagen ihres Heilands immer schon egal waren, leicht beeinflußbar sind, werden nun versteckte Botschaften gesendet.

Unverehrter HC Strache, da ich im selben Bezirk aufwuchs, im selben Jahrzehnt, also kein unbeleckter in Sachen „Wien“ bin, erzähle ich Ihnen mal etwas über die schönste Millionenstadt der letzten Dekade…und zwar weltweit.

Nirgends anders als in Wien gab und gibt es derartige Vielfalt an Angeboten für Freizeit, Job, Ausbildung.
In kaum einer anderen Stadt mit vergleichbarer Größe trifft man Menschen aus allen Regionen der Welt, ohne, dass die einen ans Leder wollen.
Wien bietet keinen einzigen dunklen Winkel, wo man des nächtens nicht alleine nach Hause schlendern kann.

Sicher, Kriminalität gibt’s. Bei 2 Millionen Menschen in einem Ballungsraum wird es die aber immer geben.
Vergleicht man diese jedoch wieder mit Städten ähnlicher Größe, unerheblich auf welchem Kontinent, staunt man über die Friedlichkeit in unseren Gefilden.

Ohne schief angesehen zu werden schlendert man durch die reichhaltig vorhandenen Märkte und hat die Möglichkeit, die exotischten Waren zu ergattern.
Es gibt kaum ein Fleckerl in dieser großen, grünen Stadt, das man nicht innerhalb einer Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht.
Der Mist wird von der Müllabfuhr mindestens zweimal wöchentlich geholt, die Straßen sind sauber.
Hier kann man demonstrieren, ohne Angst haben zu müssen, dass Dinge eskalieren und die Straßen brennen.
Die Wohngegenden sind sauber, friedlich, soweit es verwaltungstechnisch möglich ist, saniert und sicher.
Wien ist nicht in einem gefährdeten Erdbebengebiet, genießt noch alle vier Jahreszeiten, bietet mitten im Zentrum großzügig angelegte Naturgebiete (Prater, Donauinsel, Lobau, die unzähligen Parks, Lainz usw.).

In dieser Stadt trifft sich geschichtlich bedingt nicht nur die gesamte Intelligenz und Kunst Österreichs, nein, auch die Wirtschaft, Wissenschaft, eigentlich das gesamte Business dieses Landes ist hier zentriert.
Damit nicht genug, ist good old Vienna Tummelplatz für Menschen aus aller Welt, bedingt durch die zentrale Lage im reichsten Kontinent der Welt.

Auch das soziale Netz ist fest gespannt.
Niemand muss hier verhungern oder Not leiden!
Auch die Obdachlosen besitzen die Möglichkeit, jederzeit Obdach in Dutzenden Schlaf- oder Aufenthaltsstellen zu bekommen, werden in vielen Versorgungsstellen vor allem Unbill gerettet.

Wir genießen in dieser Traumstadt ein unglaublich dichtes medizinisches Netzwerk, das immer am neuesten Stand der Wissenschaft fungiert.

Die Menschen fahren mit ihren Autos gemütlich nach Hause, hie und da im Stau, der in einer Stadt dieser Größe nicht zu verhindern ist (und in vergleichbaren Molochen weitaus schlimmer ist!), und wissen sich jederzeit durch die offiziellen Behörden der Exekutive, Legislative und Judikative so fair wie menschenmöglich behandelt.

Man kann Lokale aller Couleur besuchen, lukullische Spezialitäten aus aller Welt leicht zu sich nehmen, bekommt alles, was man braucht.

Im Sommer hat der Wiener/die Wienerin ein Badeangebot, das für eine Stadt dieser Größe einzigartig ist.
Das Donauinselfest ist ein einmaliges Event auf der Welt.

Wien ist einer der Hauptsitze der UNO, beherbergt viele Diplomaten, richtet beinahe täglich globale Kongresse aus.

Die Touristen aus aller Welt stürmen geradezu dieses Juwel.

Und Sie, nichtverehrter Herr Strache, pflanzen eine Idee einer „Revolution“ in die Gehirne ihrer Anhänger, wollen sich rächen…
Wissen Sie, es ist paradox, dass Sie und Ihre Kumpanen es wirklich geschafft haben, sovielen Menschen Unzufriedenheit einzureden und den Luxus dieses Ortes mieszureden.

Eigentlich ist dies ein Husarenstück, im möglicherweise ausbalanciertesten Ort der Welt die Leute aufzuwiegeln.

Das macht Sie und Ihresgleichen verdammenswert.
Menschen wie Sie gab und gibt es immer, doch hoffe ich, dass bei dem Lebensstandard, den die Menschen hier genießen, nie und nimmer Zustände aufkommen, die Sie herbeischwören.
Wahrscheinlich wären Sie der Erste, der in sicherere Gefilde abzischt, würden alles stehen und liegen lassen.

Da Sie in Erdberg, in der Keinergasse, aufwuchsen, und ich einen Zehn Minuten-Fußmarsch entfernt, kann ich mit Fug und Recht eines behaupten: Sie sollten eigentlich mit Demut und Dankbarkeit über diese Stadt und deren Verwaltung vor allen WienerInnen „Entschuldigung“ stammeln.

Wien ist ein Traum von einer Stadt.
Sicher nicht perfekt, denn Perfektion ist unmöglich.
Natürlich niemals 100%ig gerecht, denn auch das ist nicht einmal theoretisch zu schaffen.
Aber die bestmögliche Variante zur optimalen Zeit, in der man leben darf.

Seien Sie ein wenig dankbarer!

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3 Antworten zu „Oktoberrevolution“, „Rache“ und Co.

  1. Anton schreibt:

    Was ist deine Meinung zum Koran. Bitte ohne Vergleiche zum Christentum, danke.

    • Gerald Kitzmüller schreibt:

      Warum sollte man beide Machwerke nicht vergleichen?
      Sind sich ziemlich ähnlich: Gepöbel hier, Friedensappell dort.

      Gibt zum Beispiel Dinge im Qoran, von denen wir uns eine Scheibe abschneiden könnten: Die Pflicht für Muslime, Almosen zu geben zum Beispiel.
      Oder das Verbot von Zinsen.

      Da könnte sich das ach-so-tolle Christentum eine Scheibe abschneiden.

      Primär jedoch mag ich überhaupt keine Religion.
      Aber das gilt für mich. Soll jeder an das glauben, was er mag.

      Nennt man „Religionsfreiheit“.

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