Dank der Angst vor den Rechten – das Fiasko von Traiskirchen


Vernichtend fällt er aus, der Bericht von Amnesty International über die Zustände in Traiskirchen.
Wie erwartet.

http://derstandard.at/2000020722311/Amnesty-praesentiert-Bericht-ueber-Traiskirchen

Nun haben wir es schwarz auf weiß, was die Menschen schon längst sehen und täglich erleben: Österreich verhält sich Kriegsflüchtlingen gegenüber schäbiger als jedes dritte Welt-Land.

Dies ist das Resultat einer Politik, die eine Mentalität hervorkehrt, welche noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre: Die des klassischen österreichischen Duckmäusers, der sich nirgends anecken traut und noch schlimmer – vor den Rechten fürchtet.

Weil sich niemand in den Bundesländern, Bezirken, Gemeinden und vor allem der Bundesregierung mehr traut, etwas zu tun, was der FPÖ Stimmen bringen würde und den eigenen Posten gefährden könnte, haben wir nun einen Zustand, der nur noch Nuancen von einer echten humanitären Katastrophe entfernt ist…mitten im Land, mitten in einem Staat, der so reich ist, dass er eine Bevölkerung birgt, die seit 70 Jahren keinen Konflikt oder Hunger mehr zu fürchten hat.

Um nicht anzuecken bei Ausländerfeinden und ihrem Sprachrohr, der FPÖ, sitzen sie also in ihren Büros und winken hilflos ab, wenn es um humanistisch ausreichende Unterbringung von Kriegsflüchtlingen geht.
Man könnte bei der nächsten Wahl ja verlieren.

Die Politik in diesem Lande scheint nur noch Taktik und Strategie zu sein, egal bei welcher Seite.
Geht es noch um Idealismus und ein humanistisches Weltbild? Ja sicher, wenn ein Journalist zugegen ist, und die Möglichkeit einer inhaltslosen Wortspende besteht.

Wenn jedoch Taten gefragt sind, wird zögerlich nichts getan, denn schließlich könnte man es ja persönlich bereuen…

Feigheit, das einzige Attribut, welches der Bundesregierung zuzuschreiben ist, hat nun ihren maximalen Wert erreicht.

Deshalb ist ausnahmslos jedes Mitglied dieser Regierung nicht rücktritts-, sondern entlassungsreif.
Der Bundespräsident sollte eingreifen und die Regierung auf der Stelle entlassen.

Warum? Weil wenn eine Regierung nicht einmal mehr rudimentäre Bedürfnisse von Menschen erfüllen kann oder will (HC Strache könnte dies ja sofort ausschlachten), hat sie auf imposante Weise bewiesen, dass sie für den Job nicht einmal ansatzweise geeignet ist.

Politiker sind dafür da, Menschen zu helfen.
Sie stehen dafür gerade, dass es den Menschen in ihrem Verwaltungsgebiet so gut wie möglich geht.
Und nicht dafür, dass Stimmen lukriert werden!
Na und? Kostet mehr Engagement eben Stimmen! Tut endlich etwas, anstatt dass Ihr wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrt bleibt.

Ich bin traurig, zornig und verzweifelt zugleich.

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Eine Antwort zu Dank der Angst vor den Rechten – das Fiasko von Traiskirchen

  1. pat auss schreibt:

    kein engagement kostet noch mehr stimmen – siehe spö.

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