Cannabis-Freigabe – die Diskussion wird lauter und seriöser


Anbei der Link zu einer ZDF-Reportage vom 12. Mai 2015, wo sachlich und kompetent das „Problem“ Cannabis beleuchtet wird:

https://www.youtube.com/watch?v=KaBhF_RwHxE

Die Debatte um die Freigabe der „weichen“ Droge Cannabis ist in den letzten Jahren vollends in Europa, das sich nach wie vor vehement gegen eine Vernunftsregelung wehrt, angekommen.

Nur…warum wehren sich die Regierungen so rigoros gegen ein Mittel, das schon längst in unserer Gesellschaft angekommen ist?

Eine Antwort gibt in diesem Video die Drogenbeauftragte der CDU, Marlene Mortler -> „Alkohol ist Tradition, Cannabis ist es nicht“

Gelinde gesagt ist diese Aussage ignoranter Bullshit.

Wenn die konservativen in Europa (hierzulande „glänzen“ ja die ÖVP und die FPÖ mit ähnlichen Kommentaren) ein bisschen Interesse hätten, über ihren Tellerrand zu blicken, wüssten sie, dass ihre Aussagen in keinster Weise haltbar sind.

Ein wenig Geschichte lehrt den interessierten Menschen mehrere Details:

Hanf ist schon seit ca. 5000 Jahren eine Kulturpflanze, welche vermutlich aus kasachischen Gebieten den eurasischen Kontinent im Laufe der Jahrhunderte eroberte.

Als nächster Verwandter zum Hopfen ist die Hanfpflanze sicherlich nicht ein plötzlich auftretendes Phänomen, denn kurioserweise ist die Bier- und Metbrauerei seit vielen Jahrhunderten bekannt.
Der Hopfen wurde also genutzt (wobei die Gärung eines Hefepilzes sicherlich eine weitaus kompliziertere Art der Verarbeitung ist wie der Genuss von Blüten), der Hanf jedoch laut den „Traditionsbewahrern“ nicht.

Warum der Cannabis-Konsum verboten ist, hatte politische Gründe, ausgehend von den USA.

Hier kann man nachlesen, wie die Verteufelung dieser uralten Droge vonstatten ging:

http://www.cannabislegal.de/cannabisinfo/verbot.htm

Hanf ist bekanntlicherweise eine multitalentierte Nutzpflanze, unter den Kreationen der Fauna vielleicht eine der wenigen „Superpflanzen“.

Ob die Pflanze billiger Rohstoffgeber für Papier, Textilien, für den Hausbau etc. ist oder einfach nur billigst herzustellendes Schmerzmittel mit kaum nachweisbaren Nebenwirkungen (Ganz im Gegenteil zu jedem Medikament, das man bedenkenlos auch minderjährigen gibt. Schließlich haben die Götter in weiß ja immer recht…) – der Hanf ist so vielfältig wie kaum eine andere Pflanze.

Es ist logisch, dass mehrere Branchen mit Milliardenverlusten rechnen müssen, wäre dieses Produkt frei am Markt verfügbar.
Für einen Pharmariesen wäre eine Freigabe von Cannabis fatal: Schmerzmittel, Antidepressiva, Schlafmittel – übrigens alle hohem Potential für psychische und phyische Abhängigkeit! – wären auf der Stelle obsolet.

Auch die Alkoholindustrie müsste speziell hierzulande mit geradezu grotesk hohen Gewinneinbußen rechnen.

Deshalb erscheint es nachvollziehbar, dass deren Lobbies weiter die konservativen im Griff haben, damit dieses natürliche Konkurrenz niemals frei verfügbar wird.
Vor allem, da sich jeder zu Hause selbst sein Produkt hochziehen könnte.

Ein Bier zu brauen wird im Vergleich dazu in einer Wohnung eher unmöglich sein.

Dies mit „Tradition“, „Einstiegsdroge“ oder all den anderen abstrusen Pseudo-Argumenten zu verteufeln ist für all die skrupellosen Firmen daher nicht nur legitim, sondern Pflicht.

Nur: Die Politik sollte davon unabhängig sein!

Wenn Politiker wirklich authentisch um die Gesundheit der Bürger besorgt wären, wäre Cannabiskonsum niemals verboten worden.
Im Gegenteil: Der Alkohol wäre schon längst weit aus der Gesellschaft gedrängt, da diese „Traditions“-Droge jährlich für tausende Tote alleine im kleinen Österreich sorgt.
Nicht inkludiert all das Leid, das durch Alkohol indirekt entsteht.
Kaum ein Wochenende, wo die Polizei nicht unzählige Male wegen Wirtshausraufereien ausrücken muss, kaum ein Tag, wo alkoholisierte Menschen nicht ihre Familie in den eigenen vier Wänden terrorisieren, kaum ein Tag, wo alkoholisierte Autofahrer keinen Schaden anrichten.

Es ist wirklich überfällig, und daher ist hier in Österreich nun die Regierung gefordert, endlich Vernunft walten zu lassen.

Daher:

.) Nicht nur Entkriminalisierung, sondern Legalisierung von Cannabis jetzt!
.) Ab 18 freier Zugang in dafür zuständigen Geschäften, Anbau von bis zu 10 Pflanzen erlauben, Besitz von bis zu 30g straffrei stellen!
.) Annulierung aller vorherigen Strafen, wo nur Cannabisbesitz der Grund war. Dies inkludiert Führerscheinentzüge, Vorstrafen.
.) Die Millionen, die dadurch erspart werden, indem man nicht mehr verfolgt, Steuern einnimmt statt für sinnlose Verfolgung ausgibt, in Aufklärung ab der Volksschule investieren.
„Das Maß ist das Ziel“ sollte die Parole sein, nicht Verteufelung und der Zwang für Jugendliche als auch Erwachsene und damit mündige Personen, sich für ihre Entspannung in die Kriminalität zu begeben.

Es wird noch viel zu wenig für vernünftige Drogenpolitik getan.

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