30.1.2015 – Akademikerball


Heute ist es wieder soweit.

Akademikerball

Die rechten und ultrarechten, insbesondere Burschenschafter, nationale und internationale Neonazis und ihre Günstlinge aus den rechten Parteien Europas, schütteln sich die arischen Hände und tanzen zynisch im repräsentativsten Haus des offiziellen Österreich.

Natürlich ist sich jeder, der nicht auf der Seite der nationalen Ich-hätte-gerne-wieder-Zustände-wie-1938-Fraktion steht, einig, dass dieser Ball in einer Hofburg völlig unangebracht ist.

Wie es inzwischen Brauch ist, wird es auch einen gewaltigen Aufmarsch von Menschen geben, die sich unwohl fühlen, wenn gefährlichen Geistern eine derartige Bühne zur Selbstdarstellung zur Verfügung gestellt wird.

Vice versa gibt es jedoch auch gefährliche Geister.
Gegner der Veranstaltung, die sich jedoch nicht zu blöd sind, auch Gewalt als Mittel zum Protest sehen, in ihrer jährlichen Selbstdarstellung nicht den Intellekt besitzen, dass sie einem friedlichen Protest gegen Ungeister aus der Vergangenheit einen Bärendienst erweisen, indem sie ihren Aggressionen freien Lauf lassen wollen.

Wenn die No-WKR-Sprecher bei einer Pressekonferenz Gewalt nicht dezidiert ausschließen können, ist dies ein Schlag ins Gesicht für jeden friedlichen Menschen, der Faschismus und seine Konsequenzen ablehnt.

Dadurch werden auf der Seite der Burschenschafter und Neonazis Märtyrer-Legenden gestrickt, die Täter-Opfer-Umkehr bei ihren Anhängern der meistens bildungsfernen Schicht mit Leichtigkeit betrieben.

Wenn tausende besorgte Bürgerinnen und Bürger auf die Straße, trotz bitterer Kälte und Schneefall, gehen, um ihrer Sorge um die Menschlichkeit eine Stimme zu verleihen, wird durch einzelne, denen es nur um Ausschreitungen geht, alles pervertiert.
Schließlich sind nur negative Schlagzeilen gute Schlagzeilen für rechtsgerichtete Medien und Menschen.

Ein Dutzend Krawallheinis zerstören das friedliche Ansinnen der Gegner des Faschismus.

Scheinbar geht es in deren Gehirn aber nicht rein, dass ihr sinnloses Tun niemandem, außer dem Gegner, etwas bringt.

So können sich Nazis wie Strache, Gudenus, Le Pen und Co. wieder daran ergötzen, dass ihre Gegner Wählerstimmen lukrieren.
Sie müssen einstweilen nur dazu tanzen und eiskalt grinsen.

Also, Ihr, die Ihr Gewalt, Sach- und Personenschäden nicht ausschließt: Wenn Ihr Euren niedersten Instinkten folgen wollt, geht doch auf eine Wiese und prügelt Euch doch Eure Wut untereinander raus, wenn Ihr unbedingt das Bedürfnis nach „Action“ verspürt.

Beschämt nicht all die friedlichen Menschen, die Zeichen setzen wollen gegen Faschismus, Unmenschlichkeit, Machtgier auf Kosten von Minderheiten und Vorurteilen.

An die Teilnehmer des Akademikerballs sei eines gesagt: Eure Ideologie sollte viel härter vom Gesetz verfolgt werden, durchleuchtet vom Verfassungsschutz, geächtet von den Massen.
Ihr seid nichts anderes als Befürworter des Bösen, oder, wenn Ihr es eigentlich nicht gutheißt, aber trotzdem im Mief des ewiggestrigen Vergnügen empfindet, Mitläufer und akzeptiert das grausame in unserer Gesellschaft.

Ich werde heute hingehen, friedlich meine Person hinzufügen zu einer Masse des Friedens.
Wenn jemand Gewalt ausüben will, hoffe ich, dass die Exekutive diese Idioten rausfischt und ihre demokratiefeindlichen Aktionen dementsprechend ahndet. (Aber auch an die Polizei habe ich eine eindringliche Bitte: Bitte zündelt auch nicht, provoziert nicht!
Richtet Euren Fokus auf die einzelnen, die unbelehrbar sind. Ohne Gewalt, wenn es Euch möglich ist. Handelt de-eskalativ!)

Es soll der letzte „Akademikerball“ in der Hofburg sein, denn diesem Gebäude und unserer mit Blutopfern erkämpfter Republik wird dadurch ordentlich ans Bein gepisst.

Mit friedlichen und positiven Zeichen sollte es auf Dauer möglich sein, die Neonazis von diesem geschichtsträchtigen Gebäude fernzuhalten.

Ich wünsche allen Teilnehmern der Demo heute eine wirklich schöne Veranstaltung!

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