„Links“ gegen „Rechts“ Revival…was kann man tun?


FPÖ, PeGiDa, NPD und AfD bereiten Sorgen, unwiderruflich und intensiv.
Da führt kein Weg vorbei, diese Gruppierungen fördern unmenschliche und hasserfüllte Gedanken in den Menschen, lügen, übertreiben, hetzen und bringen die Menschen auf, oft nur aus Gründen des eiskalten Kalküls.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums, bei den „Gutmenschen“ (gerne verwendetes Wort zur Diskreditierung Andersdenkender, verächtlich für „gute Menschen“ angewandt), gibt es jedoch auch schon Grund zur Sorge.

Wenn man meinen Blog und auch viele meiner FB- und Twitter-Einträge verfolgt, weiß man um meine größte Sorge: Die Erhaltung des sozialen Friedens in unserer Region.

Um diesen zu gewährleisten ist es aber nötig, einen gordischen Knoten zu lösen: Den spürbaren Hass zwischen beiden Fronten, der vor allem auf „linker“ Seite zu mehreren Gewissenskonflikten und Paradoxa führt: Wie jemandem begegnen, der xenophob und verächtlich über andere denkt, sich zu Gräueltaten (noch in verbaler Form, und hoffentlich bleibt dies auch so) aufhetzen lässt, Menschen wie in finsterster Zeit kategorisiert und nach „Wertigkeit“ einteilt?

Allgemein-Lösung gibt es keine.

Wie bei fast allen Themen im Leben gibt es auch hier verschiedenste Aspekte und Zugänge, weil die Menschen naturgemäß verschieden agieren.

Als jemand, der ein Lichtermeer plant – https://www.facebook.com/Lichtermeer2.0?ref=bookmarks – welches für jeden offen sein soll, der den friedlichen Umgang miteinander dem Auseinanderdividieren vorzieht, bin ich jemand, der vielleicht naiv und gutgläubig versucht, die Menschen zueinander zu führen, auch im kleinsten Bereich des sozialen Mikrokosmos.

Mit all meinen Aussagen dazu stehend, dass mir ein MITeinander ALLER der größte (aber wahrscheinlich nie erfüllbare) Traum ist, grüble ich intensiv über Lösungen, die wirklich so gut wie jedem gerecht werden.

Dazu ist es aber zuerst nötig, das Problem zu sehen.

Wenn zwei voneinander extrem unterschiedliche politische Lager im selben sozialen Lebensbereich nicht miteinander wollen, ist es OK.
Wenn jedoch schon tiefste Feindschaft die Norm ist, wie soll man jemals einen konstruktiven Weg finden?

Ich kann nicht anderen die Existenz in meiner Nähe absprechen, mich aber als „Partei der Nächstenliebe“ aussprechen.
Soviel ist klar.

Auf der anderen Seite jedoch kann ich nicht Menschen, die anderen Menschen die Existenzberechtigung absprechen, die Existenzberechtigung absprechen.
Auch oft zu beobachten.
Läuft hier die eigene Maxime der Gleichberechtigung und -behandlung nicht ideologisch ins Absurde?

Muss ich nicht ausgerechnet dem unmenschlichen Geist menschlich entgegenkommen?
Als gutes Vorbild?

Mir ist schon klar, dass viele der rechten gar keine Lust haben auf erwachsenen Dialog, eher die Fronten verschärfen denn glätten wollen.
Aber mir ist auch bewusst, dass diese Fronten auch auf der anderen Seite des politischen Spektrums durchaus willkommen sind!

Dieses Perpetuum mobile des Hasses und der Zwietracht sucht den Unterbruch, doch wie?

Um es kurz zu fassen: Ich möchte jeden, der diese Zeilen liest, dazu aufrufen, sich und seine Aversion, egal welcher politischen Seite er angehört, zu überdenken.

Denn spätestens, wenn bei einer Demo der erste Tote zu verzeichnen ist, befindet sich die Stimmung im Lande auf einem Scheidepunkt, der überschritten wurde.
Ab dem ersten brutalen Ausbrechen der Gewalt zwischen Bürgerinnen und Bürgern des Landes (wozu eben alle gehören) ist der „Point-of-no-return“ erreicht.

Wie beim Ereignishorizont, der Entfernung zu einem schwarzen Loch, ab dem es kein Zurück mehr gibt, würde die Gewaltspirale drastisch stärker gezogen.

Deshalb bedarf es einer Lösung für alle, die präventiv der Gewalt vorbeugt.

Ich persönlich bleibe dabei: Rechten, ausländer- oder sonstigen fremdenfeindlichen Gedanken kann man nur mit dem Dialog, respektvoll, empathisch, logisch, sachlich, besonnen und argumentativ begegnen.

Nicht nur, damit Menschen, die der Fremdenfeindlichkeit schon scheinbar unterlegen sind, autonomes Denken zu ermöglichen und sie selbst dazu zu animieren, ihre Gedanken offener zu gestalten, sondern auch der Vorbildwirkung wegen.

Gewalt kann man nicht mit Gewalt begegnen.

Es ist schon klar, dass intolerantes Gedankengut nicht wirklich mit Toleranz besiegbar ist.
Aber man kann es zumindest aufweichen.

Ich selbst weigere mich, Menschen abzuurteilen, nur, weil sie es nicht besser wissen.
Meistens ist es Bildungsmangel, der radikale Gedanken in den Köpfen keimen lässt, weil man sich der Alternativen gar nicht bewusst ist.

Erweitern wir durch guten Willen zum Diskurs den Horizont, nicht durch Verschärfung des Hasses!

Ja, es verlangt mehr Überwindung als die plumpe Abneigung.
Ohne, dass man über seinen eigenen Schatten springt, wird es nicht funktionieren.

Aber das Ziel der Friedenserhaltung sollte es wert sein, Opfer zu bringen.

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