Logik vs. Religion – ein ungleiches Duell


Religiösen Fundamentalismus findet man bekanntlich nicht nur beim aktuellen Reizthema der globalen Massen, dem Islam, sondern in jeder Weltreligion.

Gemeinsam ist den drei großen Weltreligionen, dem Christentum, dem Islam und dem Judentum die monotheistische Weltanschauung, also der Glaube an einen einzelnen Gott.

Ohne die unzähligen Widersprüche in den drei Leitfäden für die Gläubigen in diesen Religionen, der Bibel, dem Koran und dem Talmud, reicht es völlig, den Irrsinn und die Unlogik aller drei Weltreligionen logisch zu betrachten.

Religion = Mumpitz, eine spontane Aufzählung:

  • Gott (Allah, Jahwe) ist also ein allmächtiges Wesen.
    Wieso sollte ein Wesen, das Allmacht besitzt, es nötig haben, von kleinen Würstchen, die wir alle sind, angebetet zu werden?
    Ein allmächtiges Wesen würde drüberstehen über soviel Beweihräucherung, würde ich meinen.
  • Gott (Allah, Jahwe) erschien seltsamerweise nie empirisch belegt, sondern immer nur einzelnen, die fast allesamt in der Antike oder dem frühen Mittelalter beheimatet waren.
    Zieht man die Population der damaligen Welt mit den heutigen über sieben Milliarden Individuen im Vergleich, stellt sich die Frage, warum ein Gott heute niemand mehr „erscheint“, sondern meist nur noch als Energie oder Gesamtzustand beschrieben wird.
    Dieses „allmächtige Wesen“ scheint also nicht nur sehr egozentrisch, sondern gleichzeitig sehr schüchtern zu sein.
    Passt meines Erachtens überhaupt nicht zusammen.
  • Würde ein allmächtiges Wesen nicht so klug sein, ausgerechnet in heutigen Zeiten, wo Massenmedien und globale Vernetzung unser Leben durchfluten, seine Existenz beweisen wollen?
    Ein allmächtiges Wesen hätte gewusst, dass die Technik Fortschritte macht, und auf Momente wie diesen im 21. Jahrhundert gewartet, um alle zu Gläubigen und Zeugen zu machen.
    Nein, keine Spur. Nirgends.
    Scheinbar ist dieser Gott (Allah, Jahwe) nicht nur egozentrisch und zugleich schüchtern, sondern verfolgt auch eine hinterfragenswerte PR-Strategie.
  • Jesus, der christliche Messias, starb laut christlicher Glaubenslehre, um unsere Sünden zu nehmen.
    Nun, wozu gibt es dann eine Beichte?
    Weshalb wird in allen Glaubensrichtungen immer von uns „Sündern“ gesprochen?
    Eigentlich könnte jeder auf Teufel-komm-raus herumsündigen oder -huren…die Sünden sind ja präventiv von uns genommen!
  • Nach heutigen Erkenntnissen gibt es alleine in der Milchstrasse, unserer Galaxie, zwischen 100 und 200 Milliarden Sternen.
    Kumuliert werden einige Billionen große Objekte alleine in unserer Galaxie existieren, von der es wieder geschätzte 100 Milliarden im Kosmos gibt.
    Dies alles ergibt eine unbegreiflich hohe Zahl an bewohnbaren Objekten, die sicher nicht alle tot vor sich hinsiechen.Es mutet geistesgestört an, zu glauben, wir wären „Gottes Ebenbild“.
    Ebenso erscheint es völlig hirnrissig, zu glauben, wir wären die einzigen und der Rest des Universums einfach sinnlose Materie.
  • In der Antike war es relativ leicht, über Mundpropaganda alle möglichen Wundertaten zugesprochen zu bekommen, war man nur charismatisch genug, um Bewunderung auf sich zu ziehen.
    Weshalb geschahen also all diese Wunder in einer Zeit ohne Elektrizität, funktionierender Kommunikation über ein Dorf hinaus oder vernünftigem Pressesystem?
  • Die Bibel und den Koran zu lesen ist wie eine Zeitreise: Es werden Regeln und Gesetze aufgestellt, die zu damaligen Zeiten sicher für die Menschen legitim erschienen.
    Heute, wo Ereignisse empirisch nachgewiesen werden können, fehlt der aktuelle Bezug inzwischen völlig.
    Würde heute jemand auf einem Esel in Jerusalem einreiten und „das Schwert bringen“, er würde – zurecht – sofort in der Klapse landen.
  • Jemand wie Mohammed, der von sich aus behauptete, ein Erzengel hätte zu ihm gesprochen -> wo würde er heute landen? Siehe oben.
    Und es wäre durchaus angebracht, ein derartig gefährliches Individuum psychologischer Betreuung anzuvertrauen.
  • Erklärt doch, liebe Gläubige: Wer von Euren drei Göttern ist nun der beste? Wieso sprecht Ihr eigentlich alle vom selben Gott, und doch seid Ihr Euch im Grunde spinnefeind?
  • Wie kann ein Gott zulassen, der ja angeblich so gnädig und gütig ist, dass in seinem Namen straflos gemordet, geschändet und gequält wird?
    Und vor allem, dass einzelne Splittergruppen der einzelnen Glaubensrichtungen untereinander Glaubenskriege ausfechten?
    Beispiele: Katholiken vs. Protestanten oder Sunniten vs. Schiiten?
  • In den Schriften ist abwechselnd von einem gnädigen und unendlich gütigen Gott die Rede, der gleichzeitig Ungläubige abschlachtet oder zumindest in die ewige Verdammnis schickt.
    Da hat’s einen gewaltigen Knoten.
  • Wenn in alttestamentarischen Zeiten wegen kleinster Vergehen eine göttliche Strafe folgte (Adam und Eva, Sintflut, Sodom und Gomorrha, Jericho, Buch Mose etc.), hat sich Gott ausgepowert?
    Oder warum sind heute alle Naturkatastrophen erklärbar und bei weitem keine „göttlichen Bestrafungen“?
    Vor allem, weil Naturkatastrophen keinen Unterschied zwischen Konfessionen, Männern, Frauen, Kindern, alt oder jung macht?
  • Wieso lässt ein gütiger und allmächtiger Gott zu, dass Menschen in den meisten Regionen der Welt Hunger und Durst leiden oder ständig bewaffneten Konflikten ausgeliefert sind?
    Und wieder: Was können Frauen, Kinder, Alte dafür?
    Haben sie sich derartig versündigt (vor allem kleine Kinder!), dass sie so bestraft werden?
  • Hand aufs Herz: Wer von Euch strenggläubigen ist denn wirklich bereit, völlig sinnlos den „Märtyrertod“ zu sterben? Ist das nicht eher geistesgestört denn heldenhaft?
    Vor allem, wenn Unschuldige mitsterben müssen?
    Das kann nicht im Sinne Eures Gottes sein.
  • Wieso eigentlich verschließen sich Strenggläubige allen modernen Trends wie offene Homosexualität, auf der anderen Seite bedienen sich jedoch alle den modernen Hilfsmitteln, um ihren Glauben zu verbreiten?
    Beispiele? Radio, Fernsehen, Internet, soziale Medien…
    Ist es nicht unfaßbar inkonsequent, antike oder mittelalterliche Lebensweisen zu predigen, dafür aber modernste Transportmittel zu bedienen?

Mir fiele noch soviel ein, doch belasse ich es einstweilen dabei.

Eines noch: Ihr lebt einen Glauben, dessen Wortbedeutung „nicht wissen“ ist.
Wenn Ihr also nicht exakt wisst, ob es ein Leben nach dem Tod oder einen allmächtigen gibt, was, wenn Ihr irrt und schlicht ausgeknipst seid nach dem Tod?
Habt Ihr dann nicht völlig umsonst gelebt?

Denkt mal darüber nach.

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6 Antworten zu Logik vs. Religion – ein ungleiches Duell

  1. Ich hätte mir was Eigenständiges gewünscht. Der Text ist doch weitgehend von englischsprachigen Atheistenseiten übernommen worden. Schlecht ist er aber nicht. Da hat sich jemand richtig Gedanken gemacht, mit dem Ziel Gläubige ins Grübeln zu bringen oder bestenfalls vom Glauben abzubringen. Es würde mich viel Zeit kosten auf jede Frage, auf jedes Argument einzugehen. Die habe ich nicht. Und das ist das Gemeine: Die hat im Grunde genommen niemand.

    Deshalb beschränke ich mich auf das Wesentliche. Es ist nur logisch, dass Naturalisten, Atheisten gehören in diese Kategorie, naturwissenschaftliche Beweise einfordern. Die kann es per Definition aber nicht geben. Gott ist als übernatürliches Wesen definiert. Eine Offenbarung Gottes, würde von Atheisten immer als Illusion abgetan werden oder als ein natürliches Phänomen. Ein naturalistische Weltsicht, lässt nichts Höheres oder außerhalb der Natur Stehendes zu, per Definition.

    Kein Gläubiger behauptet zu wissen. Es ist unsachgemäß Glauben als Synonym für Nichtwissen darzustellen. Ich kann an Gott glauben und viel naturwissenschaftliches Wissen besitzen. Ein Atheist glaubt nicht, sagt man. Er ist ein Gläubiger, so wie ein Nicht-Briefmarkensammler ein Hobbyist ist, sagen einschlägige Atheistenseiten. Das ist natürlich Quatsch. Ein Atheist mag zwar nicht an Gott glauben. Aber er glaubt an die Natur und schließt alles andere aus. Die Natur ist sozusagen ein willenloser, vom Zufall determinierter Gott, was dem Deismus ähnelt.

    Wenn mich ein Atheist fragt, wer denn Gott erschaffen hat, frage ich zurück: Wer hat die Natur erschaffen?

  2. Ursula Cordin schreibt:

    SENSATIONELL !!!!!!! Ich habe Ihren Artikel regelrecht verschlungen !! Sie haben genau das niedergeschrieben, was mir schon seit meiner frühen Jugend – also, seit ich einigermaßen selbstbestimmt denken kann – durch den Kopf geht. Als logisch denkender Mensch kann ich zu keinem anderen Schluss kommen, als wie Sie es oben so treffend veranschaulichen. Allerdings stehe ich mit meiner Meinung zumeist ziemlich alleine da….

    Eines möchte ich jedoch zu bedenken geben: Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, was auf der Welt los wäre, wenn alle Menschen so denken würden wie wir ? Wenn es keine Religionen, keinen Glauben mehr gäbe ? Ich fürchte, die totale Anarchie würde ausbrechen ! Und die Gräueltaten, die heute – sowie in ferner und naher Zukunft – im Namen Gottes, Allahs, oder wie auch immer begangen wurden und mit Sicherheit noch begangen werden, würden noch bei weitem übertroffen werden !! Gäbe es doch keine „Sünden“ mehr, keine „göttliche Vergebung“, keine „göttliche Strafe“, und, und…..die Liste ist lang….

    Manchmal beneide ich diejenigen, die von Herzen glauben können: Sie gehen mit Themen wie Tod, Verlust eines geliebten Menschen, usw. viel entspannter um – sind sie doch überzeugt, ihre/ihren Liebsten im Jenseits wieder zu treffen – oder so. Auch der eigene Tod und die Angst davor verliert etwas an Schrecken, wenn man der festen Meinung ist, es käme „das Leben danach“, „die Heimkehr zu Gott“, und, und….auch hier ist die Liste lang….

    Nun ja, wie Sie so treffend formulieren: Glauben heisst nichts wissen und daher werde ich wohl Zeit meines Lebens eine „Ungläubige“ bleiben, die aber trotz alledem nicht umsonst lebt…..

    In diesem Sinne,

    mit herzlichen Grüßen

    Ursula Cordin

  3. Anton schreibt:

    Herr Kitzmüller, so schwierig ist das doch nicht. Auf all ihre Fragen und Behauptungen gibt es antworten. Ich freue mich die Ehre zu haben, Sie etwas schlauer zu machen, werde mich allerdings nur auf den Islam beziehen weil uns in Wahrheit eh nur der interessiert und ich auch nur von dem Ahnung hab.

    Here we go:

    1. „Wieso sollte ein Wesen, das Allmacht besitzt, es nötig haben, von kleinen Würstchen, die wir alle sind, angebetet zu werden?“
    Allah braucht’s nicht, die Gläubigen aber, denn die landen andernfalls in der Hölle.

    2. „[…] stellt sich die Frage, warum ein Gott heute niemand mehr “erscheint”“
    Nein, diese Frage stellt sich nicht. Der Koran ist „vollständig“ und Mohammed ist der letzte Prophet gewesen. Allah hat nicht vor jemals wieder in Erscheinung zu treten. Das weiß jeder Muslim, fragen’s doch die.

    3. Siehe 2.

    4. Betrifft das Christentum, mir doch egal.

    5. „Dies alles ergibt eine unbegreiflich hohe Zahl an bewohnbaren Objekten, die sicher nicht alle tot vor sich hinsiechen“.
    Bledsinn. Sicher ist sich hier keiner. Aber schön, dass Sie es wissen! http://de.wikipedia.org/wiki/Rare-Earth-Hypothese (mehr Info: http://en.wikipedia.org/wiki/Fermi_paradox#Explaining_the_paradox_hypothetically)

    6. Siehe 2.

    7. nix

    8. nix

    9. „Erklärt doch, liebe Gläubige: Wer von Euren drei Göttern ist nun der beste? Wieso sprecht Ihr eigentlich alle vom selben Gott, und doch seid Ihr Euch im Grunde spinnefeind?“
    Ganz einfach. Islam-Apologeten und Muslime, die mit Ungläubigen sprechen, meinen, es wäre der selbe Gott, weil uns das besser gefällt. Muslime unter sich sind und Islamversteher wissen, dass in Wahrheit es sich um unterschiedliche Götter handelt (Allah = wahre Gott, christl. Gott = falscher Gott weil Trinität, die es im Islam eben nicht gibt).
    Videos von Muslimen die ebendies behaupten gibt es reichlich, speziell auf memritv. Es hängt nur vom Umfeld ab in dem sie sich befinden, was sie genau sagen (Stichwort „Kitman“ bzw „Taqiyya“).

    10. „[…] dass in seinem Namen straflos gemordet, geschändet und gequält wird“
    Weil ein Muslim der einem nicht passt (das ist zB jeder der sich an einen bestimmten Vers nicht hält was wiederum auf 100% aller Muslime zutrifft -> Freifahrtschein zum Töten eines jeden unliebsamen Muslims) als vom Glauben abgekommen gilt. Und jeder Muslim ist verpflichtet, die Strafe (Tod, ohne Möglichkeit auf Reue/Vergebung) durchzuführen.

    11?. „In den Schriften ist abwechselnd von einem gnädigen und unendlich gütigen Gott die Rede, der gleichzeitig Ungläubige abschlachtet oder zumindest in die ewige Verdammnis schickt.“
    Ohne mich genau zu informieren – aber Sie behaupten ja von sich Ahnung zu haben – behaupte ich mal, dass der christl. Gott eben keinen Abgeschlachtet hat UND auch nicht dazu aufruft. Während dies beim Islam klar nicht so harmlos ist. Wiedereinmal stellen Sie die Religionen auf ein Level, das hat das Christentum nicht verdient mit diesem Faschismus gleichgesetzt zu werden. Wieso sind Sie unfähig zu differenzieren? Na vielleicht ist ja auch meine Behauptung falsch …

    12. Darüber hat sich noch keiner den Kopf zerbrochen / interessiert keinen.

    13. „Wieso lässt ein gütiger und allmächtiger Gott zu, dass Menschen in den meisten Regionen der Welt Hunger und Durst leiden oder ständig bewaffneten Konflikten ausgeliefert sind?“
    Tja, das ist nunmal nicht Allah’s Aufgabe. Man könnte auch weiterfragen, wieso nicht jeder Muslim stinkreich ist (wobei in den Öl-Staaten der Reichtum mit ihrem Glauben begründet wird, also so is ja nicht). Diese Frage stellt sich aber kein Muslim weil es Islam-Kritik wäre bzw noch schlimmer, Kritik an Allah (darauf steht die Todesstrafe, schon vergessen?). Können’s aber gern mal nen Muslim fragen, die Antwort würd mich interessieren!

    14.“Wer von Euch strenggläubigen ist denn wirklich bereit, völlig sinnlos den “Märtyrertod” zu sterben?“
    Der Islam ist jedem Muslim wichtiger als sein eigenes Leben.

    15. „Wieso eigentlich verschließen sich Strenggläubige allen modernen Trends wie offene Homosexualität, auf der anderen Seite bedienen sich jedoch alle den modernen Hilfsmitteln, um ihren Glauben zu verbreiten?“
    Gehört zu einen der 4 Varianten die Ungläubigen zu belügen. Hab die Bezeichnung für diesen Fall vergessen, aber die Kurzfassung: Was dem Islam dienlich ist, auch das ignorieren islamischer Gesetze, ist erlaubt.

    „Ihr lebt einen Glauben, dessen Wortbedeutung “nicht wissen” ist.“
    ? Islam bedeutet Unterwerfung. Gut, das setzt ja „nicht wissen“ voraus, aber bleiben wir bitte bei der Wahrheit. Woher haben Sie diese Übersetzung?

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