Die Welt brennt. Wie lange schauen wir noch tatenlos zu?


Heutige Zeiten sind fatal an der Grenze zu barbarischen Urständen, Konflikte auf der ganzen Welt brodeln.

Wendet man den Blick aus Österreich in eine Himmelsrichtung, unerheblich welche, sind schwelende oder schon entfesselte Auseinandersetzungen zu sehen.

Im Norden ist Deutschland, ein riesiges, wiedererstarktes Land, das in den Jahren nach dem Mauerfall erbittert bemüht ist, wieder Sympathie in der Welt zu gewinnen.
Die Deutschen sind bedroht von inneren sozialen Konflikten zwischen arm und reich, zwischen europäischer und islamischer Kultur, die Meinungen werden heftiger, die Kluft zwischen den Parteien wächst unaufhörlich.

Im Westen geschieht ähnliches in Frankreich oder Spanien.
Sozial aufgebrochene Gräben, welche mit Ausschreitungen von den Betroffenen bezeugt werden, sind in diesen Staaten inzwischen an der Tagesordnung.
Frankreich kämpft mit der Radikalisierung der Jugend in den Vorstadtghettos von Paris, Lyon, Marseille etc., ständig gibt es Randale mit brennenden Autos und Steine-werfenden Jugendlichen.

Spanien wurde das Land der Enteignung.
Abertausende verloren durch geplatzte Kredite durch plötzlich verursachte Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise mit tausenden an Obdachlosen, noch vor kurzem Hausbesitzer.
Eine erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit von 50% ist Mahnmal einer nicht vorhandenen Zukunft für viele Menschen in dieser Region.
Die Katalanen votieren für Unabhängigkeit, das Baskenland überlegt noch.

Im Nordwesten, in Großbrittanien, schwelt es ebenso.
Eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien steht bevor, die Massenarmut schreitet unaufhörlich voran, die Kluft zwischen den Reichen und den Armen wird zusehends prekär.
Zusätzlich sind fundamental islamische Kräfte dabei, den inneren Frieden nachhaltig zu beschädigen.

Im Süden wird Italien nicht Herr über die Flüchtlingsmassen, die, von Nordafrika kommend, fast täglich für Dramen auf hoher See sorgen.
Die italienische Politik ist schon längst Spielball von mafiösen Strukturen und Zerstrittenheit geworden, Korruption feiert Renaissance.

Griechenland ist bekannt für seine Wirtschaftskrise, die von Europa gerade noch – momentan – aufgefangen wurde.
Auch dort herrscht eine horrende Jugendarbeitslosigkeit, auch die älteren sind von bitterer Armut bedroht.

Weiter östlich der hellenischen Inseln ist es ganz besonders erschreckend.

Der Islamismus wird in der Türker durch den Diktator Reccep Erdogan gefördert, sein Vize forderte erst kürzlich ein Verbot des Lachens von Frauen in der Öffentlichkeit.
Argument?
Es wäre „untugendhaft“, in der Öffentlichkeit zu lachen.
Bei all der Absurdität dieser Aussage finden sich jedoch bedauerlicherweise viele, die Bülent Arinc‘ Ansichten teilen, Frauen rutschen zusehends in die Unterdrückung antiker Zeiten zurück.

In Anatolien überbordet der Islamismus, Sympathien für radikal-islamische Gruppierungen wachsen stetig, das Analphabetentum, Zwangsverheiratungen, Ehrenmorde sind nach wie vor in der osttürkischen Provinz an der Tagesordnung.

Minderjährige Mädchen werden gegen ihren Willen verheiratet, oft mit ein paar Nutztieren gekauft.
Würde man meinen, dass solche Praktiken im 21. Jahrhundert nur noch in den Geschichtsbüchern zu lesen sind, wäre man am Holzweg.

Weiter nördlich, in der Ukraine, deren Grenze keine 500 Kilometer von Österreich entfernt ist, gibt es schon Bürgerkrieg im Osten.
Die Stadt Donezk und viele kleineren Städte und Dörfer werden von ständigen bewaffneten Auseinandersetzung zwischen Separatisten, welche den Anschluss der Halbinsel Krim an Russland fordern, und den ukrainischen Soldaten zerrüttet.
Tote sind in einem Land, das seit dem zweiten Weltkrieg keinen Krieg mehr sah, inzwischen wieder zur traurigen Routine geworden.

Mütter verlieren ihre Söhne und Töchter, Frauen ihre Ehemänner, und kein Ende der Krise ist in Sicht.

Letzter Höhepunkt war der mysteriöse Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur über dem Krisengebiet.
Ermittlungen laufen, wodurch der Abschuss dieses Flugzeugs, welches Touristen nach Malaysia bringen sollte, vornehmlich aus den Niederlanden, verursacht wurde.

Natürlich beschuldigen sich Russland und die Ukraine gegenseitig, niemand will dafür verantwortlich sein.

Weiter im Osten der Türkei, in Israel, hat der jahrzehntealte Konflikt zwischen Israel und Palästina, seinen bisher schwersten Krieg zu verdauen.
Vornehmlich Zivilisten sterben in Massen, während die Terrorgruppe „Hamas“ einen Kampf mit der israelischen Armee führt, ständig Raketen ins israelische Hoheitsgebiet, auch bis Tel Aviv, schießt, Zivilisten als Schutzschilde nimmt, ihre Raketendepots strategisch verwerflich unter Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden hält, und dadurch aus Kalkül das Leid der Menschen in diesem von Leid betroffenen Gebiet des Gaza-Streifens in Kauf nimmt.

Israel antwortet mit voller Härte und zeigt keine Gnade, befleckt sich im selben Maße mit unzähligen Litern Blut aus unschuldigen Körpern, lässt die Bevölkerung leiden.

Kaum ein Waffenstillstand hält auch nur ein paar Stunden, kaum ein Versprechen wird eingelöst.
Der Hass scheint unüberwindlich, die Spirale der Gewalt ist außer Kontrolle geraten.

Im Fahrwasser dieses Krieges demonstrieren auf der ganzen Welt hunderttausende Moslems nicht für die Freiheit Palästinas, auch nicht gegen den Staat Israel, sondern aus religiöser Motivation gegen die Juden als Volk.

Regionen, die mit dem Konflikt kaum zu tun haben und auch nicht die Mittel besitzen, um entscheidend einzugreifen, müssen sich plötzlich mit offen ausgesprochenem Antisemitismus von Massen auseinandersetzen.
Zeichen einer großen Zahl von nicht integrierten Menschen, die ihre Religion und den Hass, den diese mit sich bringt, in ferne Länder mitgenommen haben.

Der Islam scheint aber nicht nur Nährboden für soziale Unruhen in vielen Ländern Europas zu sein, sondern „glänzt“ zur Zeit durch Vertreter der widerlichsten Interpretation des Koran im Norden des Irak und in Nordwest-Afrika.

Die IS (Islamischer Staat), vormals ISIS, zieht mordend und brandschatzend durch den irakischen Norden, nimmt Stadt um Stadt mit größtmöglicher Brutalität ein, zerstört Tempel, tötet unzählige Menschen, die nicht der Religion angehören, in Massenhinrichtungen, und hat das Kalifat ausgerufen.

In Afrika wütet Boko Haram, eine radikal-islamistische Terrorgruppe, und ermordet ebenfalls unzählige Menschen, die ihnen aus religiösen Gründen nicht ins antike Konzept passen.

Anstatt dass sich Islamisten in aller Welt gegen diese entsetzlichen Gruppierungen mittels ihres im Westen gewonnenen Demonstrationsrechts wenden, wird zu diesen Massakern an Unschuldigen geschwiegen.

Eine Parteinahme ist nicht von der Hand zu weisen.

Diese Tendenz jedoch ist wieder Nährfutter für die Rechten und Rechtsextremen in Europa, sich bestätigt zu fühlen und radikaler denn je für unmenschliche Aussagen und Taten zu sorgen.

Wir sitzen noch auf einer Insel des Friedens, noch geht es uns gut.

Die Welt, genauer der Mensch, zündelt aber aktuell auf der ganzen Welt mit der Lunte des Krieges.

Was kann man tun?
Nun, bei vielen kriegerischen Auseinandersetzungen kann man als einzelner nicht viel unternehmen, nur machtlos und entsetzt zur Kenntnis nehmen, was passiert.

Jedoch kann man sich regional sehr wohl zur Wehr setzen.

Wir im Herzen Europas haben im Grunde eine heilige Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen und den Frieden zu repräsentieren.
Hier wurden über Jahrtausende viele blutige Konflikte, in den letzten Jahrhunderten mit grausamsten Mitteln, ausgetragen.
Wir sollten gelernt haben und unsere Schlüsse daraus gezogen haben, und daher wäre es an der höchsten Zeit zu zeigen, dass die Menschen sehr wohl dazulernen können!

Ich selbst habe mir vorgenommen, noch mehr, noch intensiver, noch sturer gegen religiöse Gruppierungen und gegen die rechten Tendenzen zu kämpfen.
Mit Worten, Teilnahme an Demonstrationen, Artikeln, Argumentation, dem gesuchten Dialog.

Das scheint mir für mich das einzig probate Mittel zu sein.

Diejenigen, die sich durch radikale Trends bedroht fühlen, dürfen sich nicht hinreißen lassen, auch in den Sog der Gewalt zu geraten.
Gleiches mit Gleichem vergelten ist der falsche Weg!

Was die Weltreligionen seit Menschengedenken tun, ist Wasser predigen und Wein trinken: Sie predigen Frieden und billigen doch die Gewalt, oft mit brutalsten Mitteln.
Aus diesem Teufelskreis müssen wir alle rausspringen, wir müssen alle endlich die Welt, wie sie nun ist, zur Kenntnis nehmen.

Nein, es wird wahrscheinlich lange nicht mehr so hohen Lebensstandard geben, wie wir ihn noch in Europa vorfinden.
Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit abwärts gehen, doch kann man noch nicht prognostizieren, ob der Downfall langsam und schleichend oder radikal von statten geht.

Hier in Österreich ist durch den langen Frieden, den wir genießen, ein gefährliches Phänomen entstanden: Trägheit.
Von Brot und Spielen eingelullt sind wir kaum mehr bereit, miteinander statt gegeneinander zu leben.

Viele in unserem Land erkennen jedoch bereits die Notwendigkeit von sozialem Verhalten, auch im Kleinen.
Zuviel ist verabsäumt worden, zu lange wurde aus Ignoranz und Faulheit weggesehen, wenn die Saat für Übles gesät wurde.

Wie lange schimpft der gelernte Österreicher schon über „Ausländer“, „die da oben“, „die reichen“ etc.?
Doch nie war er bereit, konstruktiv an die oft illusorischen Probleme – das „Ausländerproblem“ wird besprochen, seit ich auf der Welt bin. Es ist und bleibt eine urban legend! – heranzugehen.

Wir identifizieren uns weiter mit unseren unbedeutenden Jobs, fühlen uns als bessere Menschen, wenn wir wissentlich im Hamsterrad dem Herzinfarkt, Burn-Out oder wenigstens der Pension entgegensehen.
Obwohl wir in den meisten Fällen nur dafür sorgen, dass genau die, über die wir schimpfen, nämlich „die Reichen“, von der geleisteten Mühe profitieren.

Die Löhne sinken, die Kluft wächst, soziale Unruhen sind zu spüren, der Polizeistaat hat ein Gesicht bekommen…aber wir schunkeln weiterhin auf Zeltfesten, dröhnen uns auf Partys zu, feiern fröhlich und blind dem Untergang entgegen.

Menschheit, wach auf!
Werden wir wieder Menschen statt Konsumenten!
Lernen wir wieder den Frieden, zeigen wir der Welt, dass es auch anders geht!

Geht auf die Strasse, engagiert Euch für politische Dinge.
Wendet Euch von der Unmenschlichkeit ab und widmet Euch doch mal zur Abwechslung nützlicheren Dingen wie Mitmenschlichkeit oder Freundlichkeit statt dem Fernsehen!

Mein Traum? Zur Abwechslung einmal den Beginn des ersten Weltfriedens feiern!

Ja, ich mag mich in meinem Blog wiederholen, doch werde ich so lange weitermachen, bis sich etwas ändert.

Und wenn es mich Kopf und Kragen kostet.

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4 Antworten zu Die Welt brennt. Wie lange schauen wir noch tatenlos zu?

  1. Heinz Pütter schreibt:

    Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)
    http://www.yoga-vidya.de/Bilder/Galerien/Krishnamurti.htm
    (Zitat aus der Rede Nr. 1 in Saanen, 1984)
    Der Kern seiner Lehre war die Erkenntnis, dass die Gesellschaft nur grundlegend verändert werden kann, wenn das Bewusstsein des Einzelnen transformiert wird. Er lehrte, dass die Menschheit die Umwelt, in der sie lebt, selbst kreiert hat, und dass nur die Transformation der menschlichen Psyche die Gewalt und das Leiden, die seit Jahrtausenden in der Welt herrschen, beenden könne. Er betonte in seinen Reden immer wieder die Notwendigkeit der Selbsterkenntnis und das Verstehen der einengenden, trennenden Einflüsse der kulturellen, religiösen und nationalistischen Prägungen und Konditionierungen. Sein Ziel war, die Menschen psychologisch zu befreien, damit sie in Harmonie mit sich selber, mit der Natur und mit den andern leben können.
    Anlässlich einer Rede am 17. April 1935 in Rio de Janeiro, Brasilien, wurde Krishnamurti die Frage gestellt:
    «Wie können wir der Menschheit am besten helfen, Ihre Lehre zu verstehen und zu leben?» Krishnamurti antwortete:
    «Dies ist sehr einfach: dadurch, dass man sie selbst lebt. Was ist es denn, das ich lehre? Ich gebe Ihnen kein neues System und keine neuen Glaubenssätze, aber ich sage, erkennt die Ursache, die zu diesem Mangel an Liebe, zu dieser Angst, zu fortwährenden Kriegen, Hass Standesunterschieden und Isolation der Menschen geführt hat. Die Ursache ist der grundsätzliche Wunsch aller Menschen, sich durch Macht zu schützen. Wir alle möchten der Welt helfen, aber wir beginnen nie bei uns selbst. Wir möchten die Welt umgestalten, aber die grundlegende Veränderung muss in uns selbst zuerst stattfinden. Beginnen sie also, Verstand und Herzen von der Besitzgier zu befreien. Dies erfordert nicht blossen Verzicht, sondern Scharfsinn und Intelligenz.

  2. Heinz Pütter schreibt:

    Haben wir denn wirklich aus der Vergangenheit immer noch nichts gelernt?
    Aber: Die „böse herrschende Klasse” tönt es von vielen Seiten. Doch würden wir uns wirklich besser verhalten, wenn wir an der Macht wären? Diese Frage, um die sich übrigens auch Tolkiens Buch “Herr der Ringe” dreht, sollte sich jeder Einzelne von uns stellen. Denn Macht verführt die Menschen offenbar zu weniger guten Taten, wie man es heute weltweit sehen kann. Jeder von uns sollte sich daher zuerst an seine eigene Nase fassen und damit anfangen, selbst Vorbild zu werden, indem man ein selbstbewusstes und ethisch vertretbares Leben führt und damit andere Menschen ansteckt, womit man automatisch die Welt verändert.
    Ein Problem – speziell hier in Deutschland – ist, dass sich nur wenige Menschen trauen, ihren eigentlichen Talenten nachzugehen. Es ist eine Sache, den inneren Ruf bzw. die innere Berufung zu vernehmen. Dieser Berufung dann aber auch zu folgen, ja das fällt vielen Menschen eben doch noch schwer. Dabei ist in der heutigen Welt jeder von uns aufgerufen, sein Bestes zu geben, um an dem Ziel einer friedlicheren und gerechteren Welt zu arbeiten. Denn allzu lang haben wir diese Welt Menschen überlassen, die nicht ethisch fühlen, denken und handeln; dementsprechend sieht unsere Welt heute aus.
    Also, Kopf in den Sand stecken, gilt nicht. Es kommt auch auf Sie an!
    Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern auf meiner Webseite.
    Ihr Dominik Storr

    http://www.dominik-storr.de/

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