Gaza, Israel, Religion, UETD: Willkommen im Mittelalter!


Eines gleich vorweg: Mir ist es herzlichst gleich, wer jetzt der grausamere Mörder von Unschuldigen ist.
Mir ist es gleich, wer subjektiv „recht“ oder „unrecht“ hat: Was wir momentan erleben, ist eine Spirale der Gewalt im nahen Osten, die von keiner Seite zu rechtfertigen ist!

Egal, ob im Gazastreifen, egal, ob es Raketen Richtung Israel sind, schnurz, ob es der „syrische Befreiungskampf“ oder der geistige Offenbarungseid einer ISIS ist.

Es sterben Menschen, hauptsächlich Unschuldige!

Was mir sehr zu schaffen macht, ist dieses undifferenzierte Betrachten von Anhängern der eigenen Gesinnung, in unseren Breiten verstärkt Anhänger von Erdogan, oder radikal denkende Muslime, die einerseits Gewalt mittels Raketen gegen Israel, andererseits das Benutzen der Bevölkerung als lebende Schutzschirme oder die unentwegte Propaganda der Hamas widerstandslos schlucken und weitertragen wollen.

Nein, hier kann man als Humanist keine Seite bevorzugen.
Solange unschuldige Menschen sterben, gibt es niemanden mit Berechtigung für eine „gerechte Sache“.

Objektivität ist immer der erste Schritt zum Frieden.
Wie schaffen es vor Ort die Menschen, abseits von Krieg und Gräueln trotzdem miteinander auszukommen, obwohl sie gegenteiliger „Seite“ sind?

Wieso ernennt sich ein junger Rotzbub wie Abdurrahman Karayazili zu einem Pressesprecher einer UETC, wenn er, wie in der berühmten ZiB24 vom 25. Juli 2014 null Diskussionskultur beweist?
Nicht alleine, dass er meinte, einen Monolog führen zu müssen, um zu jeder Zeit Lisa Gadenstätter und den Vertreter der jüdischen Gemeinschaft ins Wort zu fallen.
Abgesehen davon, dass er, als er eine „Ja oder Nein?“-Frage der Moderatorin, die er in dieser Form sehr aggressiv noch eine Minute zuvor an Tamir Pixner der jüdischen Gemeinschaft, der ruhig und sachlich zu bleiben versuchte, stellte, empört abwinkte und mit völlig überzeichneter Art und Weise zum Verlassen des Gesprächs und des Studios benutzte, nein…

Danach fühlte er sich unverstanden und veranlasste einen Shitstorm der miesesten Art gegen die Moderatorin Lisa Gadenstätter, welche standhaft versuchte, normane Verbalkommunikation aufrecht zu halten.
Von „Sprachrohr der Juden“ war zu hören, schlimmere Aussagen wurden getätigt.

SO nicht, liebe Anhänger der AKP!
Wenn Ihr good-will zeigen wollt, verurteilt doch auch die unmenschliche Brandschatzung der ISIS im Nordirak!
Verurteilt das Sammeln und Töten der „Gotteskrieger“ in Syrien!
Verurteilt doch die hirnrissige Aussage des Erdogan-Vizes Bülent Arinc, der den Frauen in der Türkei das Lachen verbieten will!

Ich konnte in meinem Leben eines nie leiden: Das stumpfsinnige Hinterherdackeln hinter Führerfiguren und deren oft kruden Ansichten.

Was ich an Strache kritisiere, nämlich dass er wohlweislich tumbe Anhänger um sich und seine primitiven Slogans schart, werfe ich Euch auch vor: Ihr instrumentalisiert Menschen für religiös motivierte Anliegen.

Es gibt keinen gerechten Krieg.
Nur der Dialog zwischen Staaten, Gemeinschaften und einzelnen Menschen verhindert Gewalt!

Ein Auszug aus Eurer Homepage:

„Mit dieser einstimmigen Feststellung seitens der großen UETD Familie, obliegt ihrem Vorstand die folglich klare Verantwortung, alle Vereine und Aktivisten mit ihren jahrelangen Leistungen und daraus verzeichneten Erfolgen nicht unbeachtet zu lassen. Unabhängig ihrer politischen Ideologie. „

Wenn Ihr aber bedingungslos jeden, der Euer Verhalten kritisiert, als „von Juden gesteuert“, „neue Nazis“ etc. tituliert, seid Ihr um nichts besser als all Eure konstruierten Feinde.

Katastrophal für zünftiges Zusammenleben von Migranten und „Inländern“ ist es, was Ihr fabriziert.
Nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.

Ich kann nicht einerseits Akzeptanz für mich fordern, wenn ich selbst regelmässig beweise, dass ich um keinen Deut besser bin!

Mein Wunsch für die Zukunft wäre eine Gesellschaft, die sich nicht schert um Herkunft, Religion, sexuelle oder politische Ausrichtung, Geschlecht, Hautfarbe etc., sondern nur die Menschen dahinter erkennt.

Was ich mir von einer UETD erwarte, ist konstruktives Aufbereiten der neuen Mitbewohner auf ihren aktuellen Wohnort, human-orientierte Eingliederung in einen funktionierenden Staat!
Und nicht wie auch bei den unsäglichen Anhängern der FPÖ und deren Idolen ein Aufhetzen gegeneinander!

Wie soll ein objektiv denkender Bürger, der mit allen Mitteln versucht, Menschen nach ihren Taten und nicht nach deren Herkunft zu kategorisieren, Euch noch verteidigen können, wenn Ihr Euch und damit automatisch wie in Sippenhaft auch allen, die aus der Türkei einwandern, jedoch nach westlicher Kultur leben, ständig einen Bärendienst erweist?

Geht in Euch. Überdenkt Eure Motivation. Lebt den Frieden vor und torpediert nicht den Dialog zwischen Menschen.

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