23. Juli 2012 – Die Sonne hat uns noch einmal verschont…


Jetzt ist es raus: Im Jahre 2012 schrammten wir arschknapp an einer Katastrophe vorbei.

Wir alle, der ganze Planet.

Grund dafür war ein sogenannter „Superflare“, ein magnetischer Sturm der Sonne, wie er für unseren Mutterstern nicht ungewöhnlich ist.

Ein derartiges Ereignis kommt immer wieder vor, und regelmässig traf es unseren Planeten, auch in Zeiten der Menschheit.

Das letzte Mal war im Jahre 1859.
Nordlichter waren bis nach Rom und Havanna zu bestaunen, die magnetischen Stürme erreichten eine alle Telegraphie-Leitungen zerstörende Stärke.

Wie es treffend erwähnt wurde, war das „Viktorianische Internet“ nachhaltig auf Jahre zerstört oder zumindest beschädigt.

Für die damalige Gesellschaft war es nichts, was den normalen Tagesablauf bemerkbar erschwerte, die Zivilisation lebte noch ohne Strom und die Abhängigkeit davon.

Heute sieht die Sache jedoch gänzlich anders aus!

Hätte uns dieser Magnetsturm getroffen, wären wir auf einen Schlag in die Steinzeit zurückgebombt worden.
Nichts würde noch funktionieren, vom Kühlschrank zum Fernseher, von den Satelliten zu den Generatoren bei den Versorgern, vom Handy zur Wasserleitung.

Dieser „Fast-Armageddon“ sollte eigentlich von uns allen wahrgenommen werden und als Warnung dienen.
Solche Stürme treffen uns mit Sicherheit wieder, Anarchie, Mord & Totschlag, eine Reduktion der Menschheit von sieben Milliarden auf ein paar Millionen werden logische Folge sein bis zum Wiederaufbau einer provisorischen Infrastruktur.

Wir Menschen jedoch?
Wir streiten und töten weiterhin im Namen eines Gottes oder Staates (ISIS, Syrien, Israel-Gaza, Ukraine, Nigeria etc.), neiden unserem Nachbarn alles, was er sich an materiellen Dingen erwirbt, sehen nicht, auf welch wackligen Beinen unsere High-Tech-Gesellschaft eigentlich steht.

Wenn wir uns alle ehrlich sind, ist das Gros der Menschheit ohne Strom schlicht hilflos, das Recht des Stärkeren wäre wieder gegeben, die meisten von uns würden dem Hungertod entgegensehen, weil sogar das simpelste Nahrungsmittel durch Strom-getriebene Mechanismen erzeugt wird.

Unsere Sonne ist unser Lebenselixier, doch ist sie nicht auf die Erde angewiesen, sondern vice versa.

Alles, was wir uns an Technologie errungen haben, ist der Erhöhung unseres Lebensstandard untertan.
Doch basieren fast alle Erfindungen des 20. und 21. Jahrhunderts auf Elektrizität.
Diese ist nichts anderes als ein Naturgesetz, welche wiederum anderen Naturgesetzen ausgesetzt ist.

Da wir nicht jede Stromleitung oder jedes technische Gimmick mit Blei ummanteln können, ist alles, was wir benutzen, eben diesen Naturgesetzen unterworfen wie wir auch.

Deshalb ist es so wichtig wie nie zuvor, dass auch die soziale Weiterentwicklung endlich voranschreitet!
Erst, wenn wir lernen, Missgunst, Neid oder Hass zu bekämpfen, wären wir für ein Ereignis wie einen Solarflare gerüstet und soweit, schnell wieder für funktionierende Zivilisationen zu sorgen.

So jedoch, wie wir jetzt funktionieren, ist es der Tanz auf dem Vulkan: Vom Good-will unseres Heimatsterns abhängig meinen wir, dass es ewig so weitergeht.

Vergesst endlich all diese trivialen Konflikte und werdet Euch Eurer Menschheit bewusst.
Als EINE Spezies sollten wir handeln, nicht als Angehöriger irgendwelcher Gruppen.

Nur so kann der nächste Magnetsturm human überlebt werden.

Andererseits: Da hoffe ich, dass ich als einer der ersten erschlagen werde in der zur Folge auftretenden Anarchie…

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