Karlheinz Böhm – eine Ikone der Menschlichkeit (1928-2014)


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Es hat mich heute früh wirklich wie ein Hammerschlag getroffen – eines der grössten Vorbilder, welches man in heutigen, kalten und unmenschlichen Zeiten erleben kann, ist von uns gegangen.

Karlheinz Böhm, der „Franzl“ aus den „Sissi“-Filmen, unserer Generation jedoch weitaus bekannter aus seinem Herzensprojekt „Menschen für Menschen“, mit dem er unzähligen Kindern in Äthiopien eine Zukunft garantierte, indem er ihnen Bildung und Nahrung gab, ist nicht mehr.

Die Lücke, die er der Menschheit hinterlässt, ist riesengroß.
Ähnlich wie der Verlust von Nelson Mandela wiegt der Abschied von Böhm.

Als er 1981 seine Wette gegen Frank Elstner bei „Wetten Dass“ verlor, konnte niemand, wahrscheinlich er selbst nicht, ahnen, welch Monumentalwerk daraus entstehen würde.

Ab dem Zeitpunkt widmete sich Karlheinz Böhm nur noch seiner Stiftung, nutzte seinen bekannten Namen als Schauspieler, um Gelder und Sponsoren für sein engagiertes Projekt zu lukrieren.

Karlheinz Böhm bleibt uns in Erinnerung als jemand, der sich meistens in „Wetten Dass“ den großen Massen wieder in Erinnerung brachte.
Doch AUSNAHMSLOS als Werbeikone für sein eigenes Projekt, das wie sein Herzblut geführt wurde.

Warum gibt es nur sowenige Menschen, die der Menschlichkeit wegen ihr Leben umkrempeln und nur noch versuchen, ihren Möglichkeiten entsprechend die Welt ein wenig zu verbessern?

Heutzutage zählt für die meisten auf diesem Planeten nur noch der Schein und materielle Errungenschaften.

Karlheinz Böhm ging den umgekehrten Weg: Als Filmstar mit internationalen Ambitionen stoppte er abrupt seine Karriere und widmete fortan seine ganze restliche Existenz den Ärmsten der Armen.

Ich fordere ein Staatsbegräbnis für diesen großen Mann, diesen MENSCHEN, der auch posthum mehr bewegen wird als viele „Celebrities“ nur erträumen würden.
Er ist der erste Österreicher, der vollste Würden geniessen sollte bei seiner Beisetzung, der erste in der zweiten Republik.

Wenn jemand etwas geleistet hat, dann er.
Nicht nur, dass er Kindern die Bildung beibrachte und ihnen ein sicheres und vor allem Nahrungs-gebendes Heim bot, er zeigte offen vor, wieweit Menschlichkeit Glück spenden kann.

Jedes lachende Kindergesicht in Äthiopien war eine Verbesserung der Welt.
Jeder Buchstabe, den einer seiner Schützlinge schreiben lernte, war ein Meilenstein.

Danke, Karlheinz Böhm!
Danke, dass es Menschen wie Dich gibt, die einen noch an das Gute in der Menschheit glauben lassen!

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