Quo Vadis, Politik?


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Ständig mache ich mir Gedanken dabei, wohin dieses doch wunderschöne Land geht.
Und es ist ernüchternd.

Kramen wir zuerst das Positive hervor, und davon gibt es hierzulande sehr, sehr viel:

Österreich ist ein Land, wo die Kriminalität niedrig ist, das Sozialsystem funktioniert, Trinkwasser mehr als ausreichend vorhanden ist, die Menschen nicht verhungern oder verdursten müssen.

Auch geographisch leben wir in einem Jackpot von Gegend!
Wir sind eine der wenigen Plätze der Erde, wo es wirklich noch vier Jahreszeiten gibt, keine Vulkane, Erdbeben, Sintfluten, Taifune oder sonstige Megakatastrophen drohen.
Der Sommer ist heiß, der Winter schneereich, Herbst und Frühling nach wie vor präsent.
Nicht einmal gefährliche oder giftige Tiere würden unseren Weg kreuzen, wanderten wir alleine durch die Wälder.

Waffengebrauch ist in unseren Köpfen nicht verankert, die Gesellschaft hat aus zwei fürchterlichen Kriegen gelernt, auch wurden wir vom Warschauer Pakt (knapp) verschont.

Es gibt – betrachtet man die Situation oberflächlich – eigentlich keinen Grund zur Beschwerde.

Noch!

Denn es droht Ungemach.

Ein globaler Wirtschaftskollaps kann inzwischen jederzeit über die Welt hereinbrechen, die reichen werden immer reicher, eine Million Menschen (also 1/8 der Inländerpopulation!) ist akut von Armut bedroht.

Unsere Politik erstickt in Stillstand und manövriert sich in ein Patt, die aktuelle Generation von Spitzenpolitikern ist wahrscheinlich das übelste, was unseren Breiten passieren konnte.
Es werden nur noch genehme Personengruppen bevorzugt, die eigene Haut zählt mehr als die des Volkes, legendäre Politiker wie Figl, Renner, Klaus, Kreisky oder Kirchschläger würden sich permanent im Grab umdrehen, würden sie sehen, wie ihr Lebenswerk parodiert wird.

Unser Land erstickt in Schulden.

Und doch werden nach wie vor die Millionäre hofiert, während die Masse der Mittel- und Unterschicht die Zeche bezahlt.

Beispiele hätten wir genug, von der Novomatic zu den Banken oder der Industriellenvereinigung werden solvente und skrupellose Seilschaften nach wie vor bedient.

Wirkliche Reformen für die Menschen werden auch in der nächsten Legislaturperiode auf sich warten lassen, schließlich will man es sich nicht mit den Freunden aus der Privat- oder Staatswirtschaft verscherzen.

Diejenigen, die keine Lobby besitzen, also die breite Masse der Menschen, sehen ohnmächtig zu, wie weiter, ohne Rücksicht auf Verluste, über ihren Kopf hinweg die Steuern erhöht, die Kaufkraft vermindert, die Fixkosten übermächtig werden.

Völlig wurscht, welche Koalition sich aus der letzten Nationalratswahl ergeben würde, es würde sich nichts ändern.

Die SPÖ wird von einer kleinen Clique beherrscht, welche der Basis inzwischen völlig fremd ist.
Um in der Regierung zu bleiben, wird dem politischen Gegner gegenüber, aktuell der ÖVP, jeglicher Kniefall gemacht.
Einzig sichtbarer Grund für die aktuellen Entscheidungen der Spitzen der einstigen Sozialdemokratie (welche wichtiger denn je wäre, doch nicht so, sondern so, wie es die Basis ausübt. Diese läuft sich die Hacken für die Menschen in jedem Grätzl wund und muss sich ständig für die Spitzenfunktionäre entschuldigen.) ist ein Verbleib in der Regierung, um jeden Preis.

Die Idee der Sozialdemokratie (man trenne das Wort in „Sozial“, also barmherzig, gerecht, menschlich, und „Demokratie“, welche das Volk als dem Souverän bezeichnet, schon wird es dem blindesten klar) wird mit Füssen getreten.
Klassisch österreichisch wagt es aber kaum jemand, den Herrschaften an der Spitze entgegen zu treten und „SO nicht!“ zu schreien.
Nein, man buckelt wie gehabt vor den mächtigeren, weil es in Österreich immer schon so war.

Die SPÖ ist in Gefahr, und es wäre ein Disaster für Österreich, würde diese Partei an ihrer eigenen Spitze ersticken.

Gerade die Sozialdemokratie ist es, die Österreich durch den kommenden Wirtschaftsorkan steuern könnte. 
Mit straighter Politik VON Menschen FÜR alledie in diesem Land ihr Dasein fristen.
Uninteressant, ob in Österreich geboren oder nicht.
Schließlich sitzen wir alle im selben Boot und werden die Krot fressen, die zur Zeit gebacken wird.

Die ÖVP, einst zusammen mit der SPÖ, ein Hort der Stabilität, ist absolut arrogant und machtgeil geworden.
Den schwarzen scheint es inzwischen völlig egal zu sein, wie es dem Volk geht.
Hauptsache, die Reichen, Bauern, Industriellen, Katholiken, Jäger etc., also deren Klientel, wird bedient.
Nur ist das eine kleine Minderheit, die von deren Raubritterpolitik profitiert.

Die SPÖ-Spitze hat bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen eigentlich nur noch eine Chance, will sie nicht für lange Zeit in der Bedeutungslosigkeit verschwinden: Verhandlungen platzen lassen, Eier zeigen!
Ein mehr als dominanter Großteil der Bevölkerung ist profitiert nämlich nicht von den ÖVP-Machenschaften, im Gegenteil!

Beispiele gibt es genug. Sei es die ständig wachsende Tabaksteuer, oder die Kürzungen in den Sozialbereichen, die ÖVP zerstört auf Dauer die Existenzen von Millionen Menschen.
Deren Freunde sind naturgemäß die großen Unternehmer, die durch die Buckelei der Politik und gleichzeitiger immer frecher werdende Ausbeutung der Arbeitsnehmer mit dem ins-Fäustchen-lachen nicht mehr nachkommen.

Verhandlungen stoppen, die ÖVP in ihrer endlosen Gier ausbremsen, meinetwegen Neuwahlen riskieren!

Gibt es allerdings wirklich die nächste große Koalition mit all den wichtigen Ministerien auf schwarzer Seite, so gewinnen neben der ÖVP (aber auch nur noch diese Legislaturperiode) nur noch die blauen, die FPÖ.

Schon bin ich beim worst case…

Machen die zwei Parteien weiter, heißt der zukünftige Bundeskanzler HC Strache.

Von der Oppositionsbank schreit und hetzt er, führt eine Truppe von gefährlichen Möchtegern-Demagogen und politischen Dilletanten an, die wir noch bitter bereuen würden.

Haben die FPÖ-Wähler eigentlich – neben der hinterfotzigen und leicht durchschaubaren Verhetzung verschiedenster Menschengruppen – schon die unsäglichen Minister Sickl, Krüger, Haupt, Grasser etc. vergessen, die unser Land in den Jahren 2000-2006 schwer geschädigt haben?

Ein vernünftig und objektiv nachdenkender Mensch kann damit keine Freude haben, wenn er sich intensiv ansieht, wofür die FPÖ wirklich steht.

Diese Skandal-Truppe ist xenophob, egomanisch, hat keine Personaldecke, die auch nur im Geringsten fähig wäre, ein Land zu führen, wird uns allen noch schwer schaden.

Es hatte seinen Grund, dass die FPÖ bis zum Zeitpunkt des Aufstiegs von Jörg Haider nur eine Randerscheinung war.
Sie wurde nicht besser, im Gegenteil.

Mit Hausmeister-Rhetorik und kalkulativem Nachplappern von Stammtischparolen schaffen sie es garantiert, stimmenstärkste Partei bei der nächsten Wahl zu werden, ziehen die Spitzen der SPÖ nicht die Notbremse.

Bitte, Ihr roten Stammesführer: Bitte denkt nach, welche Konsequenzen Ihr riskiert!

Grün wurde zu einer Fundamentalisten-Partei, die sich als moralische Hoheit sieht und das eigene Denken der Masse auf’s Hirn drücken will.
Auch keine Alternative.

Das Team Stronach ist ein Modegag, der symptomatisch für die kaputte politische Landschaft hierzulande ist.
Dazu fällt mir einfach nichts sinnvolles ein.
Jeder Kindergartengruppe wird von den Pädagog|nnen mehr Benehmen und Nachdenken beigebracht.
Indiskutabler Haufen von Möchtegerns.

Gefährlicher sehe ich die Neos.
Diese Truppe könnte auch noch verantwortlich werden, dass wir einen hohen Preis zahlen müssen.
Dort sammeln sich nämlich genau die Jungkapitalisten, gewachsen durch den Turbokapitalismus und den ausufernden Neoliberalismus, denen es nur noch um den puren Profit geht.
Würden diese Gestalten mitreden dürfen, wären Arbeitnehmer-Rechte, zumindest die, die noch übrig sind, schwerstens in Gefahr.
Dem absoluten Profit dienend, könnte diese Fraktion noch schlimme Spuren in unserem Land ziehen…

Meiner Meinung nach bliebe also nur die SPÖ übrig.

Nein, nicht, weil ich ein roter Parteisoldat wäre – Gott bewahre! – sondern weil der alte Gedanke der Sozialdemokratie nach wie vor das einzige ist, das unser Land stabil halten könnte.

Und wenn die rote Basis nicht bald die Reißleine zieht bei der Pfuscherei der Spitze, kann man gerade diese Partei zu den lebenden Leichen zählen.

Alles in allem stehen wir in Österreich vor einem politischen und gesellschaftlichen Scherbenhaufen.

Die Menschen gruppieren sich, die Aggression und der Rechtsradikalismus sind im Steigen begriffen, die Armut wächst mit rasendem Tempo.

Schluß jetzt! Ich plädiere an jeden Leser, unerheblich, welch Gedankengut er pflegt, oder welcher Volksgruppe er angehört, denkt bitte über die Zukunft des Landes nach!
Analysiert für Euch selbst die Situation und zieht Schlüsse!

Schimpft nicht über die Politiker, denn das ist leicht.
Werdet selbst politisch! Nehmen wir alle, egal ob „links“ oder „rechts“, das Schicksal unseres wunderbaren Landes selbst in die Hand!

Die Waffen sollten der Dialog und gegenseitiger Respekt sein!

Voltaire sagte schon: Ich mag Deine Meinung verachtenswert finden, doch werde ich mein Leben dafür geben, damit Du diese äußern kannst!

Wir stehen alle vor einer Krise! Zu Hause sitzen und stumpf in die Glotze schauen bringt keinen weiter!

Lasst unsere Gesellschaft wachsen und sozial werden und nicht vor die Hunde gehen!

Danke fürs Lesen!

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4 Antworten zu Quo Vadis, Politik?

  1. adolf haun schreibt:

    erstens glaube ich dass nicht die övp allein schuld ist an dieser saupolitik die hier betrieben wird und zweitens wäre hr grasser bestimmt besser gewesen als finanzminister als wie gehabt ein hr. edlinger der vor der übergabe des resorts noch eifrig dokumente vernichten musste, oder eine fr. feckter die den österreichischen steuerzahler extrem viel geld kostete geschweige denn fr. ederer mit ihrer lüge vom paradies namens eu.

  2. adolf haun schreibt:

    „Die Waffen sollten der Dialog und gegenseitiger Respekt sein!“ das zu schreiben bzw zu sagen gehört normalerweise für die ausgrenzerpartei spö verboten!!

  3. Jallah schreibt:

    und was ist mit den piraten

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