Offener Brief an die Verhandler von SPÖ und ÖVP!


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Achtung!
Update vom 13.12 – Aufruf zur Demo und zum Weiterverbreiten!
http://tinyurl.com/ogpcydp
Wir alle haben die heilige Pflicht, „Nein“ zu sagen!
Nehmt teil und gebt es weiter!
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„Liebe“ Verhandler der Koalitionsverhandlungen,

ich als Wähler bin inzwischen von jedem von Ihnen auf’s bitterste entsetzt, welch Unverfrorenheit sie allesamt besitzen, dem Volk, insbesondere Ihren Wählern, euphemistisch auf den Kopf zu spucken.

Vielleicht sollte man jeden einzelnen von Ihnen erinnern, dass es das Volk war, dass die alten Groß-Parteien wahrscheinlich zum letzten Mal legitimiert hat, in Koalitionsverhandlungen zu steigen.

5(!) Jahre hat die alte Regierung – also SIE – das Klischee vom Stillstand nicht nur bestätigt, sondern hurtig vorangetrieben.

Nach jeder Menge Versprechungen vor den Wahlen (wir alle sind nicht so dumm, um zu wissen, dass dies nur leere Lippenbekenntnisse zum Stimmenfang sind) ist nun wieder alles wie gehabt.

Die ganze Welt steuert auf eine Weltwirtschaftskrise mit nicht auszurechnenden Konsequenzen zu, in Österreich ist die soziale Lage mit 400.000 Arbeitslosen inzwischen mehr als angespannt, die Armut wächst minütlich, nur ein paar Situierte haben ihren Spaß mit diesem Staat.

Sie aber verstricken sich wieder in Kleinkriege, Positionsdetails, insbesondere die SPÖ-Vertreter glänzen durch eine widerliche Art des Buckelns vor dem langjährigen Koalitionspartner.

Was ist es? Ist es Angst um die eigenen Posten? Angst, von einer Regierungsbank auf die Oppositions-Ersatzbank wechseln zu müssen?
Fürchten Sie sich, an persönlichen Einfluss zu verlieren und als Person einen Nachteil erleiden zu müssen?

Worum geht es wirklich? Ich sage es unverblümt hinaus: Bei allen zwei Parteien scheint es nur noch zu sein, dass man sich ausschnapst, wer welche Posten, wer welche Positionen übernehmen kann.

Vielen im Volk ist das herzlich egal, kann ich nur sagen!
Wir, das Volk, die Wähler, wir, Euer Arbeitgeber, wollen diese Kleinkrämerei nicht mehr hören!

Sie alle sind nur dafür legitimiert, für das Volk zu arbeiten!
Ihre persönliche Befindlichkeit ist uns herzlich egal, es ist nichts anderes als Ihr Job, uns dienlich zu sein und danach zu trachten, dass die Menschen in Österreich nicht noch schneller in die Armutsfalle tappen.

Können Sie alle eigentlich noch schlafen, wissend, dass fast eine Million Menschen von akuter Armut bedroht sind, während Sie um depperte Ministerposten streiten?

Ich kann es von der roten Basis zumindest bestätigen, dass fast durchgehend kein Vertrauen mehr in die Parteispitze vorhanden ist.
Dies wird beim ausklingenden Koalitionspartner, der ÖVP, nicht anders sein.

Bleibt man am Boden und analysiert man die Situation in Ruhe und sachlich, sieht man, dass, ändert sich jetzt an Ihrem Verhalten nichts, bei der nächsten Wahl die FPÖ mit Abstand stimmenstärkste Partei sein wird.
Also schlussfolgere ich jetzt, dass es mit „Sozialer Kompetenz“ Ihrerseits nicht weit her sein kann, wenn Sie noch immer nicht begreifen, dass die Uhr für beide Parteien auf fünf Minuten vor zwölf steht!

Sie verdienen verdammt viel Geld damit, wie kleine beleidigte Kinder um des Kaisers Bart zu streiten.

Sie haben verdammt noch mal die Aufgabe, für die Masse des Volkes, insbesondere die Ärmsten der Armen, zu arbeiten.
Nicht für die Reichen, denn eine Solidar-Gesellschaft ist nur so stark wie das schwächste Glied.

Auf der einen Seite werden wieder fantasielos Steuern erhöht – natürlich trotz gegenteiligen Versprechen – während die Reichen des Landes dank ihres Lobbyismus ungeschoren davonkommen.

Ich fordere daher:

.) Sofortige Zusammenarbeit, und zwar mit all den nötigen Kompromissen, die der österreichischen Gesellschaft zu Diensten sind.
Kniefälle vor Interessensgemeinschaften sind sofort zu stoppen!

.) Sofortiger Rücktritt aller Beteiligten, sollte nicht in kürzester Zeit eine dementsprechende Einigung zu Stande kommen.
Denn damit haben Sie sich allesamt als untauglich für das Regieren eines Volkes erwiesen!
Wir wollen keine Taktierer, wir wollen eine Regierung, welche das Wort „regieren“ verdient!
Und zwar auf möglichst transparente und soziale Weise!

.) Umbau der verkrusteten Strukturen innerhalb unseres Staates!
Wir haben es satt, dass Parteisoldaten (Cap lässt grüssen) mit Fantasiejobs belohnt werden, während zigtausend Familien nicht wissen, was sie am Ende des Monats essen sollen!
Dazu gehört auch:

.) eine Verwaltungsreform!
Unser Staat bedient derartig viele Beamten, die nicht leistbar sind und auch nicht das Quäntchen Produktivität erbringt, das ihren Posten rechtfertigt.

Sollten Neuwahlen kommen müssen, haben Sie alle die Rechnung zu tragen, und Sie alle brauchen sich nicht mehr wundern, wenn die Mitgliederzahlen rapide schrumpfen, die Menschen kein Vertrauen in die Politik mehr haben.

Diese Worte gelten den Spitzen von SPÖ und ÖVP, denn Sie vertreten schon lange nicht mehr Ihre eigenen Basen.

Österreich hat Schacherpolitik und Freunderlwirtschaft satt!
Arbeiten Sie endlich wieder für das Volk!

Gezeichnet, Gerald Kitzmüller
Ein Wähler

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10 Antworten zu Offener Brief an die Verhandler von SPÖ und ÖVP!

  1. Gabriele Berger schreibt:

    Sehr geehrter Herr Kitzmüller,
    Bitte gründen Sie eine Partei um uns vor dem Gesindel, dass sich „Politiker“ nennt zu retten. Meine Stimme wäre Ihnen sicher!

    • quargelbrot schreibt:

      Danke für die Blumen!
      Ich bin Sozialdemokrat, jedoch nehme ich das Wort „Sozial“ äusserst ernst.

      Mir geht es um die Menschen, und wenn ich Ungerechtigkeit wittere, trete ich dagegen ein.
      Egal, welche Konsequenzen ich zu befürchten hätte.

      Mir persönlich macht es Sorge, dass eine einst große und wichtige Fraktion durch eine kleine Clique wehrlos einer Existenzkrise entgegentaumelt.

      Deshalb sehe ich es als Pflicht an, Mißstände anzuprangern und mich auch selbst politisch dafür einzusetzen, dass die sozialdemokratische Idee – gerade in Zeiten wie diesen – nicht dem Ende zugeht.

      lg

    • Schmiedmeier Gerlinde schreibt:

      ich möchte mich frau gebriele berger zu 100 % anschließen !!!!!!!!!!!

  2. Ehrenberger Birgit schreibt:

    Ich bin dabei … als deutsche die ihren hauptwohnsitz und ihren lebensinhalt seit fast 30 jahren in Österreich hat

  3. Andreas Bauer schreibt:

    Endlich mal eine klare unmissverständliche Aussage… Danke HR. Gerald Kitzmüller

  4. Pingback: Offener Brief an die Verhandler von SPÖ und ÖVP! | Demokratisch

  5. Harringer Alfred schreibt:

    Lieber HR. Gerald Kitzmüller!
    Ich kann mich Ihren Worten nur voll und ganz anschließen!
    Wen es nur mehr Leute von Ihren Schlag geben würde!

    • quargelbrot schreibt:

      Hallo,

      danke für das Lob, aber ich denke, viele sind jetzt ähnlich aufgebracht.
      Wenn Sie Zeit haben, kommen Sie am Mittwoch zur Demo, wir alle freuen uns über jeden einzelnen, der mit uns allen gemeinsam seinen Unmut zeigt!

      Lg

      Gerald Kitzmüller

  6. helmut schwarzer schreibt:

    nicht zu übersehen: die Angesprochenen werden sicher eine Stellungnahme abgeben, wie es eigentlich anständig ist… anständig !

  7. Pingback: 16.12.2013 – Ein schwarzer Tag für die Republik! | Gerald Kitzmüller

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