Novemberimpression…


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Sonntag, Ende November.

Ein Monat vor dem Grauen eines jeden alleinstehenden Menschen, Weihnachten.

Sieht man nach draussen, erkennt man ausser der dominanten Farbnuance „grau“ nicht viel.

Die Menschen verbarrikadieren sich jetzt für drei Monate in den eigenen vier Wänden, nicht einmal Hunde fühlen sich wohl, wenn sie raus müssen.

Nichts treibt einen an, man steht geistig und körperlich auf „Leerlauf“, Trübsal beginnt die Seele zu durchfluten.

Herbstmelancholie…

Millionen Menschen besitzen die Möglichkeit, genau diese Jahreszeit als Anlass zu nehmen, mit den liebsten mehr Zeit zu verbringen, denn es ist Ruhe vor dem Sturm, genannt „jährlicher Weihnachtswahnsinn“.

Doch ist man single, spürt man davon nicht viel.

Mangelnde Kommunikation dominiert den Alltag, weil sich nicht viele beflissen fühlen, das Haus zu verlassen und sich in das Haifischbecken „Gesellschaft“ zu begeben.

Begibt man sich in Gesellschaft, und mischt man sich unters Volk, ist es jedoch nicht wirklich motivierend: Scheinbar ist Alkohol und stumpfsinnige Party das einzige, was Menschen abseits ihrer eigenen vier Wände interessiert.

Ist es das? Sind wir einzig und alleine dafür da, das Hamsterrad der Wirtschaft durch trivialste Unterhaltung wenigstens über das Wochenende hindurch zu vergessen?

Das kann es doch nicht sein, denke ich.
Der Mensch ist ein Rudeltier, ein Gesellschafts-tiger. 
Vereinsamt er, erleidet seine Seele Schaden.

Weil wir aber in Zeiten leben, wo Nachbarn wochenlang tot vor sich hinrotten können, ohne entdeckt zu werden, wo sich jeder selbst der nächste ist, Familien an Kleinigkeiten zerbrechen, nur noch der Sinn nach Dingen und Klimbim steht, viel zuviele ihr geistiges Potential mit der TV-Fernbedienung wedelnd verschwenden, sieht es für die Zukunft düster aus.

Egal, wo ich bin, egal, wo ich mich hinbewege: Sieht man den Menschen in die Augen, ist der Frust und die Orientierungslosigkeit nicht zu übersehen.

Dazu muss man nur die Fassade ignorieren und versuchen, hinter die Kulissen zu blicken.

Deshalb: Wenn Ihr den Luxus von Kindern und Partnern Euer Eigen nennen könnt, vergesst nie, diese so oft wie möglich zu herzen und zu lieben!
Vergesst nicht: Jede Sekunde könnte der Luxus unseres Daseins ein jähes Ende finden, und alles, was wir an Liebe und Zuwendung versäumten, ist nicht mehr wiederherstellbar!

Nehmt Eure Liebsten in die Arme, küsst sie, verwöhnt sie, geniesst deren blosse Existenz!

Und denkt daran: Es gibt auch in unmittelbarer Nachbarschaft von jedem von uns Menschen, denen das Leben keinen Spass mehr macht, und die eigentlich nur noch dahinvegetieren.

Es ist nicht mein Naturell, Plattitüden zu propagieren, aber der Satz „Liebe ist das Wichtigste“ hat schon seine Bedeutung.
Geniesst es, geliebt zu werden, wenn es so ist! 
Der Umkehrschluss passiert nämlich zu leicht: Dass einem die Liebe erst fehlt, wenn sie nicht mehr vorhanden ist.

Also: Das ist vielleicht bis jetzt der banalste Blogeintrag von mir, doch kommt er von Herzen! 

Besinnt Euch Eurer Menschlichkeit! 
Kommuniziert! Liebkost! Ergötzt Euch an der Umwelt, nicht am Fernsehen!

Habt zumindest noch einen schönen Abend! 🙂

Gerry

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