Ja, ich bin ein Verbrecher – das Sequel! ;-)


Du bist noch da?
Gut, denn das heisst, dass Du gelesen hast, was ich gestern schrieb.
Danke auf jeden Fall! Vielen lieben Dank! 🙂

Dabei war ich noch lange nicht fertig, ich habe ja noch immer jede Menge, die mir bei diesem Thema am Herzen liegt.
Und weil es noch viel zu sagen gibt, damit auch der letzte Kronen-Zeitungs-Leser aus der Hintertupfinger Pfarrgemeinschaft meine Intention versteht, bin ich einfach so frei.

Meinen ersten Kontakt zu Cannabis hatte ich übrigens erst mit 20 Jahren.
Also weit später als der Durchschnittsuser, aber warum war das so?

Weil ich weiss, dass ich schwach bin.
Das wusste ich immer.
Deshalb sagte ich mir erst mit 20: „Jetzt bin ich alt und reif genug, das Zeug auszuprobieren. Und zwar ohne, dass mir irgendein Dealer ärgeres einreden will, weil er an Weed ja gar nicht viel verdient, und weil Gras nicht süchtig und damit als Kunde abhängig macht.“

Diese Einstellung hat nicht jeder, ich weiss.

Und Selbstreflexion kann man von Teenagern natürlich nicht erwarten.
Ich selbst habe wie jeder normale Jugendliche viel Schwachsinn mitgemacht und viele Erfahrungen machen müssen, ob ich wollte oder nicht.

Bild

Und hier sind wir beim Thema „Jugendschutz“.

Wie zum Geier kann ein Staat behaupten, Jugendschutz auszuüben, wenn Drogen illegal und verboten sind?

Jugendschutz funktioniert NUR, wenn ein Produkt kontrolliert wird.

Ist ein Produkt jedoch in einer verborgenen Szene im Umlauf, schert sich kein Mensch um Faktoren wie Jugendschutz.

Als Kind wurde man in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts selbstverständlich von den Eltern in die Trafik zum Tschik-holen geschickt.

Der Umgang mit Zigaretten und Alkohol war so selbstverständlich, als würde man ein Griesskoch kredenzt bekommen.

Jetzt inzwischen ist es bei den Zigaretten zurecht streng geworden.

Ein 13-jähriger ist nun mal neugierig, er will ausprobieren.
Zigaretten machen aber bekanntlicherweise extrem schnell süchtig, sowie der Teenie Kontakt damit hat und mit dem Rauchen beginnt, ist es meistens um ihn geschehen.

Die Realität zeigt zwar, dass nach wie vor unzählige Jugendliche schon im frühesten Alter mit dem Rauchen und Saufen beginnen, jedoch wird ihnen der Zugang sukzessive schwerer gemacht.

Das ist auch gut so!

Bei illegalen Drogen aber kontrolliert kein Dealer den Ausweis eines Heranwachsenden, es ist ihm schlicht schnurz, wie alt der Kunde ist.

Je jünger, desto naiver, das ist eher noch Antrieb für den Dealer, dem jugendlichen Kunden das schlimmste Zeug einzureden.

Gäbe es Cannabis regulär zu kaufen, oder könnte ein Konsument selbst anbauen, wäre das Thema „gewinnorientiertes Dealen“ passe.

Ich wäre sogar strenger und würde die Latte auf 20-21 Jahre festlegen, denn mit 18 hat ein Mensch im seltensten Falle schon die Reife, besonnen mit gewissen Dingen umzugehen.

Man sieht es täglich an Verkehrsunfällen durch Übermut, wo gerade 18-jährige mit richtigen PS-Monstern weit über ihre Möglichkeiten ein Auto an die Grenzen bringen wollen.

(Das ist auch wieder so ein Thema…bei mir gäbe es wie bei Zweirädern eine PS-Beschränkung bis zu einem gewissen Reifegrad)

Bild

Auch ist bei legalem Zugang garantiert, dass die Mittel nicht mit den giftigsten Stoffen gestreckt werden.
Einer der Hauptgründe, warum viele Überdosen oder schwere Vergifungen beim Umgang mit Drogen passieren.

Vereine und Organisationen wie „Legalize.eu“ – http://legalize.eu/
oder der österreichische Hanfverband – http://www.hanfverband.at/
haben regen Zulauf, organisieren den Hanfwandertag, boomen geradezu

Das kommt nicht von ungefähr, die Menschen gehen immer offener in den Kampf gegen das Verbot, und das ist sehr gut so!

Blenden wir wieder den Zahn der Zeit ein wenig nach hinten…als die meisten Substanzen nicht im Sumpf des gesetzlichen Zwielichts versteckt waren, gab es weit weniger Überdosen und Vergiftungen.

Sicher waren viele süchtig, doch auch arbeitsfähig oder in allen Belangen vollwertige Mitglieder der Gesellschaft.

Deshalb, „liebe“ Politiker: Sagt es offen raus! Wem dient die Prohibition? Was bezweckt die gesellschaftliche „Elite“ damit, die Menschen weiterhin quasi ins Elend zu treiben?

Ist es Geld? Sind es versprochene Posten?

Was genau hat die Politik davon, wenn tausende Menschen alleine in Österreich die Unterwelt aufsuchen müssen, um sich selbst mit Substanzen zu versorgen?

Sachlich betrachtet spricht nichts für eine Beibehaltung der Prohibition, das Verstossen einer grossen Gruppe an aktiven Menschen für unsere Gesellschaft ins Kriminal hat noch nie langfristig Sinn gemacht.

Ja, ich weiss…Politik und Stimmenfang funktioniert so, dass man Menschen als Sündenböcke ausschliessen muss.

Aber haben wir nicht genug Elend durch Gewalt und Betrug?

Sollte der Fokus unserer Exekutive nicht dorthin gelenkt werden und die Gesellschaft wirklich geschützt werden?

Wo ist die Umwelt geschützter, wenn der Kiffer von nebenan hops genommen wird?

Es ist pure Makulatur, und wir alle wissen das!

Deshalb nochmal, und ich werde sicherlich keine Ruhe geben: Ich fordere die Politik zum Dialog auf!
Stellt Euch den mannigfaltigen Argumenten, die allesamt PRO-Freigabe sind!

Zäumt das Pferd doch mal von der anderen Seite auf!

Ich weiss, dass Ihr alle Angst habt, eine liberalere Drogenpolitik würde Euch Stimmen kosten…
Schon mal überlegt, wieviele NEUE Stimmen dadurch lukriert werden, wenn Ihr endlich mal Cojones besitzt und ein Thema seriös und ohne billigsten Populismus behandelt?

Ich habe fertig…für heute! 😉

PS: Danke für die unfassbar vielen positiven Reaktionen auf meinen gestrigen Eintrag!
Scheinbar treffe ich einen Nerv damit.
Schon alleine die Zugriffs-Statistiken sprechen Bände.
So kanns weitergehen!
Teilt den Blog! Vor allem an Uninformierte, die reflexartig „Drogenkonsumenten sind Abschaum“ schreien, während sie paradoxerweise am Bierglas nippen!

Das Thema „Cannabis“ ist das passendste Symbol dafür, wie wir von den mächtigen willenlos gelenkt werden!
Wir befinden uns aber im 21. Jahrhundert und sollten weit autonomer und vernünftiger denken.

Es wird Änderung geben!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu Ja, ich bin ein Verbrecher – das Sequel! ;-)

  1. Pingback: Ja, ich bin ein Verbrecher! :-) | Gerald Kitzmüller

  2. Toni Straka schreibt:

    Bist du schon ÖHV-Mitglied?

  3. DonMuh schreibt:

    Super geschrieben, leider interessiert es den indoktrinierten Normalbürger nicht!
    Kein einziges Argument für das Cannabisverbot und trotzdem sind alle Experten!

    „Der zivile Ungehorsam ist nicht unser Problem. Unser Problem ist der zivile Gehorsam.
    Unser Problem ist es, dass viele Menschen auf der ganzen Welt dem Diktat ihrer Regierungen und ihrer Führer folgen und in den Krieg ziehen, wo Millionen von Menschen wegen diesem Gehorsam umgebracht werden…

    Unser Problem ist, dass die Menschen auf der ganzen Welt angesichts von Hunger und Armut, Dummheit, Grausamkeit und Krieg gehorsam sind.
    Und unser Problem ist es, dass die Menschen gehorsam sind, während die Gefängnisse voll sind von kleinen Dieben, und die großen Diebe die Führer der Länder sind.
    Das ist unser Problem.“ – Howard Zinn

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s