Ja, ich bin ein Verbrecher! :-)


Liebe Polizei, liebe WEGA, herzallerliebste DEA!

Ihr habt eine verdammte Pflicht!
Verhaftet mich, aber flott!

Denn ich rauche Gras, geniesse es, fühle mich verdammt wohl, wenn ich dieses feine Zeug inhaliere und kurz darauf in einen wohligen Zustand versinke!

Ja, ich bin nach politischen Massstäben ein „Drogensüchtiger“…wait!

Auf Cannabis kann man ja gar nicht süchtig werden, wie es unisono aus jeder einzelnen Studie hervorgeht!

Wie kann das sein? Das Zeug ist ja verboten, Pfui Gack, der Einstieg in die Pforten der Hölle!
Oder doch nicht?

BildNa gut, dann versuche ich es eben sachlich.
Als Cannabis-Konsument ein „Outing“ zu vollbringen ist nicht schwer.
Wie bei Homosexualität muss man rechnen, dass die Umwelt einen schief anblickt, wenn man zugibt, mit Genuss und Regelmässigkeit das Kraut der Götter zu inhalieren und danach in den Genuss eines THC-Rausches zu kommen.

Dank jahrzehntelanger Propaganda gelang es der Obrigkeit auf dem gesamten Globus, die Konsumation einer der ältesten bekannten Substanzen der Welt, der Hanfpflanze, mit einem Stigma zu versehen.

Dabei ist der Hanf und dessen grandiose Wirkung seit Marco Polo (ja, genau der!) in Europa bekannt und beliebt.

Wahrscheinlich entdeckt in Kasachstan, verbreitete sich diese Pflanze durch die Seidenstrasse am ganzen eurasischen Kontinent.

Die Menschen genossen die entspannende Wirkung des Hanf, knüpften Seile und erstellten Kleidung aus dieser Allround-Pflanze, dachten sich nichts dabei, wenn sie im seligen Rausch des THC ihren kargen und grausamen Alltag zumindest für einen kleinen Zeitraum genossen.

Aber Genuss ist bekanntlich etwas, das der Obrigkeit in allen Epochen der Welt noch nie gefallen hat.

Wie in allen Epochen der Menschheitsgeschichte war Genuss und persönliche Entfaltung etwas, womit die herrschende Kaste ein Problem hatte.

Die Masse ist klein zu halten, sie muss funktionieren.
Nur so ist es gewährleistet, dass gewisse Oberschichten in Ruhe ihrem viel zu oft verwerflichen Tagwerk nachgehen können, ohne dass sie Revolten fürchten müssen.
Nur mit dem Verbot des Genusses lässt sich der Pöbel kontrollieren.

So auch in den Anfangszeiten des vorigen Jahrhunderts.

Um das Jahr 1900 war alles in Ordnung.
Die Menschen gaben sich allen möglichen Drogen hin, sogar Coca-Cola wurde nach der Gründung noch mit Kokain geliefert.

Die Lebenserwartung war zugegebenermassen weit kürzer als heute, jedoch lag das an anderen Dingen.

Bekanntlich waren die meisten Menschen in unseren Breiten von Kindheit an dem Alkohol verfallen.

Bis ins späte 19. Jahrhundert waren schon Kinder täglich mit Alkohol stillgehalten, weil Trinkwasser vor allem in den ländlichen Regionen etwas seltenes war.
Von Wasser bekam man Krankheiten, also wurden schon die Kleinsten mit dem Sud des hausgemachten Bieres (fast jedes Dorf hatte einen hiesigen Bierbrauer) verköstigt.Für das Bier wurde schliesslich das Wasser vorher abgekocht, es war damit sicher.

In Europa waren Opium-, Heroin-, Alkoholsucht völlig normal.

Ohne Frage eine schreckliche Zeit, denkt man so zurück.
Da gibt es nichts zu beschönigen.

Dass Heroin, Kokain, Opium schliesslich nach und nach verboten wurde, wundert nicht.
Gerade der Schlafmohn und seine suchterzeugenden Opiate verursachten immer schon viel Elend, seit diese Pflanze bekannt und populär wurde.

Heute ist es so, dass Nikotin und vor allem Alkohol in unserer Gesellschaft akzeptiert sind.
Doch während dem Nikotin weltweit aggressiv der Kampf angesagt wird, feiert die Alkoholkultur eine geradezu krankhafte Renessaince.

Ich kann mich noch an meine Kindheit im Gemeindebau erinnern: Sicherlich jeder dritte Einwohner ab dreissig war zumindest an der Schwelle zum Alkoholismus, beinahe wöchentlich konnte man, war man aufmerksam, von einem hören, der dem Alkohol zum Opfer fiel.

Die Reaktionen waren durchwegs die gleichen: Mitleid.

Doch wehe, wehe, jemand geriet in den Verdacht, irgendwo einen Joint geraucht zu haben!
Dieser jemand wurde sofort als Drogensüchtiger gebrandmarkt, mit so einem Gesindel wollte man nichts zu tun haben!

Seltsamerweise ging es freilich einher, dass Gewalt in den Familien auch an der Tagesordnung waren.
Der betrunkene Familienvater prügelte unbehelligt Frau und Kinder windelweich, wurde ihm widersprochen.
Sein bester Freund, der Alk, inspirierte ihn dazu.

Noch heute liest man täglich von Massenschlägereien, Gewalt gegen Frauen und Kinder, tödlichen Verkehrsunfällen durch den Genuss der Volksdroge Nummer eins.

In jeder Gaststätte, egal wie edel das Publikum ist, wird durch Aktionen der Alkohol in jeglicher Form feilgeboten.
Du willst Geburtstag feiern? Nun, eine Flasche Vodka kostet mit Red Bull nur…

Geht man aus, ist es nicht schwer, Zeuge einer Schlägerei oder zumindest aggressiver Handlungen zu werden.
Auslöser? Wissen wir…

THC, der Wirkstoff von Cannabis jedoch, beruhigt…noch nie kam zu Ohren, dass jemand, der stoned ist, aggressiv wurde.

Ein Weed-Konsument entspannt, er wird ruhig, fühlt sich wohl in seiner Haut.
Der jedoch wird strafrechtlich verfolgt, das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen ihm und einem Schwerverbrecher.

Noch immer werden regelmässig, ohne, dass wir es mitbekommen, harmlose Cannabis-Konsumenten, die für sich selbst die Pflanze im eigenen Heim züchten, von den Behörden ihrer Existenz beraubt.
Hausdurchsuchungen, Haft, Verlust des Führerscheins, der Arbeit, oft auch aus logischer Folge der Wohnung und damit aller Existenz…es ist nach wie vor eine täglich vorkommende Geschichte.

Warum? Weil das Verbot des Hanf nie ein Verbot zum Schutz des Menschen war, sondern ein Politikum mit Interessen von Industrien.
Im folgenden Wikipedia-Link ist es nachzulesen, und die Motivation dieser Prohibition ist ganz offenkundig: Lobbyismus!

https://de.wikipedia.org/wiki/Cannabis_als_Rauschmittel#Verwendung_als_Rauschmittel_und_Verbot

Auf der ganzen Welt betteln schon tausende Mediziner, man möge doch Cannabis für ihre Arbeit, in der Schmerztherapie und vielen anderen Anwendungsbereichen, freigeben.
Njet!

Wundert aber nicht, denn der Hanf ist billig, einfach zu züchten, und würde der riesigen Pharmaindustrie dadurch Milliarden kosten.

Nebenwirkungen bei neuen Medikamenten? Egal, ist ja von Bayer.
Man muss bei einer Therapie Dutzende Medikamente schlucken? Wen kümmerts, das erzeugt Umsatz!
Hunderttausende Medikamentensüchtige in Europa? Who cares…

Cannabis jedoch (die Geschichte des LSD und des Exstacy ist frappierend ähnlich, jedoch anderen Ursprungs) hat noch nie in der Geschichte einen Toten zu verschulden gehabt, die heilende Wirkung des Hanf war schon in der Antike bekannt.

Unseren repressiven Medien und den profitierenden Politikern ist dies aber egal.
Weil es einem Zweck dient, nämlich das Volk so uninformiert und blöd wie möglich zu halten, wird zwar von unseren netten Politikern mit den Wählern Bier und Wein getrunken, oder von den „jugendlich“ wirkenden Exemplaren wird auch ganz gern eine Flasche Vodka (Bacardi, Tequila etc.) in der Disco geleert, und alle sind glücklich.

Daneben werden milliardenschwere Firmen wie die Novomatic brav bauchgepinselt, obwohl diese an der Spielsucht der Menschen verdient, inklusive möglichem Existenzverlust innerhalb von Minuten.
Bringt ja Geld!

Aber wir Genusskiffer? Wir müssen mit dem langen Arm des Gesetzes rechnen, wir sind ja Schwerverbrecher…

Jedem, der meint, dass „Drogen“ etwas furchtbares ist: ALLES, was Glücksgefühle erzeugt und das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert, ist übrigens eine Droge.

Dazu gehören auch Sex, Schokolade, Arbeit, Extremsport, und so ziemlich alles, was uns umgibt.

Liebe Menschen: Haltet einmal für eine Stunde inne, schaltet Eure Glotze aus und ignoriert RTL, ATV und Cp., wo Euer Gehirn auf Leerlauf gedrillt wird, und nehmt den Informationsfundus schlechthin, das Internet, für diese Stunde her, um Euch mal über die „bösen“ verbotenen Drogen zu informieren!

Oder seht Euch das hier an: http://www.youtube.com/watch?v=wK1Ku3os7qQ
Nach den Opiaten wie Heroin ist der Alkohol die gefährlichste Droge.
Und trotzdem finden wir es alle lustig, wenn jemand Anekdoten aus seinem letzten Vollrausch erzählt…

Der Mensch ist ein Suchtwesen, er sucht Dinge, die ihm Wohlbefinden geben.
Sei es auch nur durch die Arbeit.

Aber hören wir verdammt noch mal auf, nach politischen Aspekten und Sympathie zu werten.

Entweder beginnen wir nachzudenken, ob die Verteufelung von Substanzen wie THC, das nachweislich harmloser ist als fast alles andere, solange man es nicht exzessiv verwendet (doch auch da wird man nicht körperlich süchtig), sinnvoll ist.

„War on Drugs“ kostet monatlich Milliarden von Euro und Dollar weltweit, erwischt und sanktioniert werden jedoch die Konsumenten.

Wäre Cannabis endlich akzeptiert, wäre vielen Drogen-Kartellen der Hahn zugedreht!

Erinnert Euch an die Alkohol-Prohibition in den USA der 1920er!

Verbrecher wie Al Capone konnten ein Milliardenvermögen anhäufen, die Menschen soffen noch mehr als davor und danach!

Verbote bringen nichts! Aufklärung und Bildung sind die einzigen Waffen, die dazu verhelfen, den Menschen einen vernünftigen Umgang mit Drogen aller Art beizubringen.

Also, liebe Politiker: Verhaftet mich meinetwegen, ich werde deshalb weiter Cannabis konsumieren! Ihr könnt mich mal!

Gerry, der sich schon auf den Tag des Ende aller Verbote freut

Weiter zu Teil 2 -> https://geraldkitzmueller.wordpress.com/2013/11/06/ja-ich-bin-ein-verbrecher-das-sequel/

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6 Antworten zu Ja, ich bin ein Verbrecher! :-)

  1. tiefengrabner schreibt:

    Ich hab vor Jahren die Dokumentation gesehen, dass die Tabakindustrie in USA systematisch Hanf in die Strafbarkeit getrieben hat!

    • quargelbrot schreibt:

      Ja, es ist inzwischen bekannt, dass Hanf nur durch fehlendes Lobbying verboten wurde.

      Lustigerweise war es ja „Marihuana“, das verteufelt wurde.
      Und deshalb rauchten in den USA die Leute fröhlich weiter, weil sie glaubten, Hanf ist etwas anderes. 😀

      Am Beispiel „Cannabis“ sieht man, wie die Weltbevölkerung fröhlich für blöd gehalten wird…

  2. HempJesus schreibt:

    Schön das Du nun ein Teil von Legal-Europe bist!
    Ein wirklich bemerkenswerter Text von Dir, lieber Gerry, ich erlaube mir in zu teilen. Auch wenn mir eine Information/Link zu unserem Projekt sehr gefallen hätte 😉
    allerliebste Grüße – Mario

    • quargelbrot schreibt:

      War ja erst der erste Blogeintrag zum Thema.
      Das Projekt wird seinen Platz in meinem Block finden, das kann ich Dir versichern.

      Aber alles Stück für Stück!

      Bei der unglaublichen Hitzahl, die dieser Eintrag hat, wird zuerst einmal wachgerüttelt.
      Wie man unterstützen kann, soll subtil eingebaut sein, sodass die Menschen motiviert, nicht verschreckt werden. 🙂

      lg Gerry

  3. Johne739 schreibt:

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  4. Johnf313 schreibt:

    I do accept as true with all of the concepts you have offered in your post. They’re really convincing and will definitely work. Still, the posts are very brief for beginners. May you please extend them a little from next time? Thanks for the post. ddgkfdffbfdb

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