Die Demokratie am Ende?


Sie beschäftigt mich schon lange, die Lage unserer Gesellschaft.

Egal in welcher Facette, irgendwie wird man den Eindruck nicht mehr los, dass das Modell unseres Zusammenlebens, wie wir es kennen, immer schneller gegen die Wand fährt.

Schwacher Trost ist, dass dieser Trend am ganzen Globus in die gleiche Richtung zu gehen scheint.

Der Mensch hat inzwischen ein grosses Problem, ein Damoklesschwert, das über unseren Köpfen baumelt und immer mehr nach unten drückt: die Gier!

Eigentlich ist es unerheblich, aus welchem Blickwinkel dieses Thema beleuchtet wird, der Schluss ist immer der selbe.

Wie soll es mit unserer Gesellschaft weitergehen?

Nach den hiesigen Nationalratswahlen sitzen die Parteien wieder an einem Tisch und verhandeln das selbe, das wir fünf Jahre vorher schon mit Zähneknirschen „geniessen“ durften: Stillstand und persönliche Motivation der Protagonisten.

Ob vor oder nach der Wahl, ob im Alltag, bei der Gesetzgebung, bei persönlichen Gesprächen mit Politikern…nichts, aber rein gar nichts lädt zu einer optimistischeren Sichtweise ein.

Spricht man mit einem Parteipolitiker (Die Farben kann man getrost austauschen), kommt man immer auf den selben Nenner.Die anderen sind an allem Unbill schuld, die eigene Partei jedoch strotzt vor Wunderwuzzis und visionären Menschen…

Nur, warum taten diese Genies die ganzen Jahre nichts, um Weitblick zu beweisen?

Die Gesellschaft brodelt, wir erleben Zeiten von rapide wachsender Arbeitslosigkeit, Menschen, die trotz Arbeit nicht mehr mit dem Geld auskommen, wachsende Klüfte zwischen den einzelnen Gesellschaftsgruppen, einer düsteren Aussicht für Umwelt, Wirtschaft, Bildung etc., und trotzdem streiten alle Politiker um des Kaisers Bart.

Niemand erweckt den Eindruck, als würde er abseits von Fraktions-Richtung nur ansatzweoise verstehen, wie es den Menschen geht.

Im Gegenteil dazu wird weiter jede mächtige Lobby durch Vertreter gefüttert, es werden weiter faule Kompromisse geschlossen, eigene Interessen gefördert.

Kein einziger „Volksvertreter“ (mir graust eigentlich schon vor dieser Verballhornung eines wichtigen Wortes) blickt über den Tellerrand.

Was kann passieren?

Ich prognostiziere in den nächsten zehn Jahren: Eine richtige Weltwirtschaftskrise. Unruhen. Flüchtlingsströme. Radikalere Ereignisse. Die Wiederauferstehung der Demagogen.

Das gesamte Kollektiv – wir alle – wirkt nur noch so, als taumelte es von einer Krise in die nächste.

Heutige Politik stopft nur noch Löcher, um andere entstehen zu lassen.
Es wirkt alles nur noch so, als würde der wahre Zustand der Staaten verschleiert.

Wo sind sie, die Politiker, die mutiges versuchen?

Die das Volk nicht anlügen, weil dies vielleicht Wählerstimmen und damit den eigenen Posten gefährden könnte?
Diejenigen, die ehrlich vor uns treten und reinen Wein einschenken?

Ich weiss es: Es gibt sie einfach nicht mehr, weil niemand mehr den Überblick über die Lage besitzt.

Das einzige, was geschieht: Gesetze werden verfeinert, unsere persönlichen Freiheiten werden scheibchenweise eingeschränkt, damit ja niemand auf die Idee kommt, die oberen zu hinterfragen.

Die Masse der „kleinen Leute“ weiss nicht mehr, was sie am Ende des Monats zum Fressen haben, aber die Politik streitet wegen persönlicher Animositäten…

Wir fahren mit Karacho gegen die Wand.

Und niemand käme vielleicht auf die Idee, das System selbst zu hinterfragen…

Eine Gesellschaft kann nicht funktionieren, wenn deren Wirtschaft nur durch ständiges Wachstum bestehen kann!

Ich wäre der erste, der mit einem nassen Fetzen vor dem Parlament stünde und die Legislative zwänge, entweder richtig das Volk zu vertreten, oder die Plätze zu räumen, um junge, frische, unbetonierte und unverfilzte Kräfte, deren Köpfe durchtränkt von Ideen und Idealismus sind, ans Ruder zu lassen.

Ja, ich denke an Revolution.
Aber es ist mir egal.
Ich will endlich wieder erleben dürfen, wie wir alle wieder Luft schnappen können und nicht nur der Wirtschaft wie Sklaven dienen dürfen, damit die, für die wir arbeiten, genug Geld verdienen, um bei einer Krise fein das Weite suchen zu können, während wir alle notleidend sind.

Es ist genug!

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